(woche22)
MO: Elena hat ihren ersten Kindergartentag. Sie hat den Jeansrock an den sie von Muni bekommen hat und weicht
Ich räume den Stadl auf und bereite Bretter vor.
Am Abend fahre ich mit dem Rad in die Stadt zu einem Sonderphiloabend über Seneca.
Der Bursche wusste damals schon sehr genau wie man am besten mit der Zeit zurecht kommt.
DI: die Wolken wirken bedrohlich, es ist eine Gewitterfront angekündigt. Wir gehen trotzdem noch mit den Eltern eine Runde durchs Dorf. Am Abend kommt das Gewitter tatsächlich, wir beobachten die Blitze am Himmel.
Meine Mutter schimpft mit den Kleinen weil sie ihre Kleidung nur auf den großen Haufen im Bad werfen oder auf den Boden. Chiara ist tief betroffen und möchte am nächsten Tag nicht von ihr vom Kindergarten abgeholt werden.
B. ist in Klausur, wir vereinbaren trotzdem über mehrere Telefonate mit den Bauers gemeinsam auf Urlaub zu fahren.
MI: ich laufe eine kleine Runde, danach werkle ich am Stadl, schließe endlich das Loch bei dem die Katzen herunter gefallen sind und bereite die Tischfüße für das Essen der Burschenschaftsrunde vor.
Da die Eltern und die Kleinen brav mitgeholfen haben, geht es danach zur Belohnung auf eine Pizza ins Racers.
Rocco wird ein bisschen zutraulicher, er kommt schon alleine aus dem Stall heraus wenn die Tür offen bleibt.
DO: Alina berichtet beim Stallausmisten ganz stolz dass Rocco schon Futter aus ihrer Hand genommen hat. Wir fahren mit meiner Mutter ins Atrio, Alina kauft bei H&M etc., ich lasse ein paar Euro bei Northland.
B. kommt erst um halb 11 und berichtet über die absolute Macht der Orangen im Landtag.
FR: Vorsingstunde von Alina, erstmals im neuen Trakt der Musikschule. Es gibt mittlerweile schon mehrere "Stars" in der Gruppe.
Von dort direkt zu einem sehr ungleichen Fußballspiel. Unsere Mannschaft hat einen Spieler weniger, sehr gute Spielers auf der anderen Seite, von Anfang an wird gemurmelt: "der Trainer möchte wieder einmal gewinnen..." Der wohl aktivste Spieler ist der junge Martin S.
Er ist vorne und hinten zugegen, schießt uns insgesamt in 2 Spielen 7 Tore hinein.
Nach dem Spiel meint der Trainer: „dabei spielt Martin in seinem Verein eigentlich nur im Tor“...
Zu Hause dann hektisches Packen für die Kroatienfahrt.
SA: wir kommen tatsächlich schon kurz nach 6 weg, und sind schon um 10 in Funtana.
Die schon gestern angereisten sind noch nicht einmal aufgestanden, frühstücken wir schon auf der Terrasse. Die Produkte sind hier wirklich "heimisch", es gibt keine/kaum Supermarktketten, und es gibt vor allem noch kroatische Linien bei allen Produkten.
Erstmals haben wir ein "Mobilheim", welches gegenüber dem Campingwagen den Vorteil hat das es größer ist, und über Klo/Dusche verfügt.
Das Wetter ist schön, Elena erwischt es dieses mal beim Sonnenbrand.
Wir spielen eine Runde Tennis am Abend.
SO:Es ist bewölkt und schaut regnerisch aus. Wir fahren nach Vrsa und spazieren eine Runde durch die Stadt. Wunderbare Aussicht über die Küste.
Wir besuchen den Skulpturengarten eines Künstlers. Tolle Skulpturen, am meisten interessieren uns dann allerdings seine zwei Kirschbäume mit reifen herrlichen Kirschen.
Am Abend sitzen wir bei den Freunden am "Kap". Sie haben einen der begehrten Caravans auf der Westseite bekommen.
Nach dem Abendessen wird erstmals "ernsthaft" gesungen. Der Beginn ist mit halb 12 etwas spät, ein Wunder auch, dass sich niemand von den Nachbarn beschwert.
Irgendwann flüchte ich aus dem Vorzelt, es ist total verraucht.
Normalerweise stört mich Rauch (speziell im Freien) nicht, hier Rauchen allerdings 7 von 8 Frauen und ein paar Männer dazu, man hat auch im Freien kaum die Chance dem Rauch auszuweichen. Durch den Alkkonsum steigt dann automatisch auch der Zigarettenkonsum, durch die billigen DutyFree Zigaretten braucht man sich auch nicht unbedingt zurück halten...
MO: Wieder kein Badewetter, ein Aufenthalt am Strand ohne T-Shirt nicht möglich, die Temperaturen sind für Sport allerdings optimal. B. walkt mit Susi den Weg am Limski Kanal, ich laufe. Ein wunderbarer Weg, sehr abwechslungsreich, zuerst Buschwerk dann immer größere Bäume, dann wieder Sträucher. Teilweise ist die Straße von einem dichten Blätterdach umschlossen, man läuft in einer natürlichen Kathedrale...
Zum Abschluss noch auf ein Bier in die Piratenbar, ein schönes Beispiel dafür was alles möglich ist, wenn jemand wirklich dahinter ist.
Am Abend sitzen wir wieder auf einem Extratisch beim Ivo, es ist nach wie vor so dass wir die kleinsten Kinder haben.
Nach dem Essen setzen wir uns zum Smalltalk zur großen Gruppe, ich komme neben D. zum sitzen. Sie ist schon gut drauf, raucht eine Zigarette nach der anderen. Natürlich zieht der Rauch genau zu mir hin, als wir Ivo ein Ständchen für seinen vielen Belinkowatz den er aufwartet singen.
Da mich der Rauch auch schon gestern gestört hat (nicht wirklich optimal wenn man konzentriert singen soll) mache ich natürlich entsprechende Bemerkungen. Irgendwann kommt dann "ich bin erwachsen und selbstbestimmt" zurück.
Da mir der Spruch schon die längste Zeit auf den Geist geht (er ist so wie er verwendet wird ein typisch neoliberaler Egoistenspruch - ich brauche mir von niemand etwas sagen zu lassen...) meine ich dazu: "weder du noch sonst eine Frau kommt alleine zurecht".
D. will meine Aussage dann um halb1 in der großen Runde diskutieren, wozu ich aber sicher keine Lust habe und mich zurück ziehe.
Einige der anderen sitzen sich trinkend dann wieder zusammen.
DI: endlich wieder herrliches Wetter, eh klar, es ist der letzte Tag. Wir bleiben noch bis 5 um dem Stau auszuweichen, auf der einspurigen Schnellstraße machen einige Italiener die Heimfahrt zum Stress. Vor allem auch deshalb vollkommen unnötig, weil wir alle zusammen ein paar Kilometer weiter im Stau stehen. Zuerst an der Grenze, dann den Berg hinauf vor Kopar. Ich fahre schließlich über kleine Straßen einen anderen Weg nach Kopar, von da an geht es zügig nach Hause.
(woche21)
MO: endlich gelingt es mir den richtigen Abstopfer für die Leitung im Stall zu kaufen. Halb Zoll und nicht 3/8 Zoll...
Ich versuche zusätzlich noch den Hasenstall ausbruchsicher zu gestalten, da Udo jeden Tag spazieren geht und die Bemühungen von B. auffrist...
MI: Birgit ist diese und nächste Woche in Kanada. Ich bin bei den Kleinen zu Hause. Wir machen einige Besorgungen, (Bier...) ich kaufe einen neuen Lattenrost, jener im Gästezimmer ist leider zerstört worden als einige Gören bei Alinas Geburtstag dort Singstar gespielt haben.
Ich versuche die vielen Kleider aus dem Gästezimmer zu ordnen und zu sortieren, ein Heidenaufwand.
Alina hat heute insgesamt 3 Aufführungen ihres Theaterstückes. Nachdem sie 2 am Vormittag hatte und eine schon gestern Abend schläft sie Ausnahmsweise einmal zu Mittag ein.
Auch ich schlafe eine Runde, ich bin fertig, die Gräserpollen quälen mich, ich verbrauche einige Taschentücher.
Am Abend wieder Tennis mit B., die beiden Kleinen sind auch dabei und entsprechend nervig.
Wir sind verwundert über die vielen Menschen beim Clubhaus und die wenigen am Platz.
Danach geht ins Racers, wir essen alle zusammen einen Big Sampler.
Alina kommt erst kurz vor 10 mit dem Rad nach Hause, wir sind natürlich ein wenig besorgt weil sie erst in der Nacht alleine mit dem Rad nach Hause fährt.
DO: (Christi Himmelfahrt)ich stehe kurz vor 5 auf um mit einer Freundin auf den Mittagskogel zu gehen. Sie war sehr begeistert von der Idee, da sie erst Vorgestern hinaufgesehen hat und gedacht hat da müsste sie einmal hinauf....
Wir sind gut unterwegs und schon um halb 7 bei der Bertahütte, kurz danach beginnt der Schnee.
Es sind es gewaltige Lawinenkegel auf denen teilweise große Felsen liegen. Wir haben Probleme den richtigen Weg durch die Latschen zu finden, es sieht alles anders aus als im Sommer.
Bei der Steilstufe mit dem Seil bekommt sie ein Angst, vor allem die Angst wie sie da wieder herunter kommen soll.
Dann ist auf einmal nur mehr Schnee, ein riesiges Lawinenfeld liegt vor uns. Es ist zwar erst 8 Uhr vorbei, aber wir schwitzen schon kräftig in der Morgensonne. In Anbetracht der Tatsache das wir noch mindestens eine Stunde im Schnee hinauf gehen müssten, und uns zusätzlich die Sonne die ganz Zeit direkt anstrahlen würde beschließen wir den Rückzug. Hinunter geht es dann schneller als gedacht (...) und wir haben noch Zeit für eine schöne Jause am letzten Schneefeld.
Kurz vor halb 11 bin ich schon wieder daheim, die Kleinen sind noch im Pyjama und Alina schläft noch...
Am Nachmittag fahren wir zu Klaus und H. zum See. Ich mache das letzte Foto der geliebten Katze.
Als wir am Abend zum Singen aufbrechen, flennen die Kleinen bitterlich aber Alina schickt uns weg.
Das Singen ist wie üblich ein Genuss, nur sollten wir vielleicht in Zukunft vorher schon etwas essen und nicht erst um halb12.
Dieses mal singen wir einige religiöse Lieder als Probe für die Taufe, unsere Zusammenkunft hat durchaus etwas Sektenhaftes an sich.
FR: natürlich schlafe ich am Nachmittag eine Stunde. Es gibt die erste Unwetterwarnung in diesem Jahr, beim Fußballspiel in St. Job haben wir den Eindruck als wäre in Villach "dooms day", allerdings erfahre ich nachträglich das es nur getröpfelt hat.
Wegen des Fenstertages sind nur 9 Moskitos anwesend, wir spielen erstmals wieder auf unsere kleinen Tore. Kurzfristig meinen wir bei 4 gegen 5 reüssieren zu können, haben uns aber getäuscht. Alles in allem aber zwei wunderschöne Spiele (10:6, 4:7)Gernot O. der die meiste Zeit im Tor spielt ist zwei mal bei den Siegern, weil er nach dem ersten Spiel wechselt...
Wir sitzen erstmals in diesem Jahr bis zum Schluss im Freien.
Zu Hause erwartet mich noch Bügeln bis Mitternacht, aber mit guter Stimmung mit singender Frau und Tochter. Die Tochter ist allerdings nicht sehr nett und meint ich sänge wie ein kranker Bär (stimmt natürlich teilweise, die Gräserpollen quälen mich nach wie vor)
SA: Tennis mit B. um 8.Wortspiel mit dem Mann der Kärntner Tancingstar "Lady" der Lothar heißt: "wie heißt den dein Lotar?..." na ja.
Alina und ich holen eine "Fuhr" Holz aus dem Wald, B. jammert zwar aber räumt das Gästezimmer auf.
Rocco ist immer noch sehr scheu und flippt aus wenn man sein Gehege betritt.
Am Abend kommt Michael P. auf ein Bier respektive Spritzer vorbei. Danach sind wir noch bis nach 10 auf der Terrasse, Alina reimt und singt im Stehgreif eine tragische Oper.SO:
B. ist immer noch angebissen weil ich am Donnerstag auf den Berg gegangen bin ohne sie eine Woche davor darüber in Kenntnis zu setzen. Mit dem Gesicht ihrer Mutter geht sie in die Messe.
In der Zwischenzeit versuche ich die Mädchen zu einer Radrunde zu überreden. Als wir es mit vereinten Kräften dann schaffen und bis wir endlich weg kommen ist es 11. Leider so wie immer....
Wir wollen eigentlich bis zum See fahren, als wir in Müllnern sind und B. beim Strand kurz stehen bleibt beginnt das Gejammer von neuem. Wir drehen um, es ist auch schon drückend heiß.
Zu Elenas Geburtstagsfeier kommen mehr Erwachsene als Kinder. Die Terrasse ist voll und B. wieder einmal überbemüht in der "Vorerfüllung" möglicher Wünsche. Kaffee wird so vorgekocht damit nur ja niemand warten muss. Wir streiten, ich sehe nicht ein, warum ich Fair gehandelten Kaffee kaufen soll wenn der Kaffee der zu viel ist weggeschüttet wird (wir schütten am nächsten Tag tatsächlich eine volle Kanne weg).
Torte und Schlagobers für Zuckerkranke Pensionisten (die dann während des Kasperltheater ohnehin nur untereinander reden) sind ebenfalls ein Unsinn bei einem "Kindergeburtstag".
Es wird erst besser als nur mehr die Eltern von Leon da sind und wir mit ihnen und Tina in Ruhe ein Gläschen Wein trinken können.
Es ist der heißeste Tag bisher, wir schwitzen alle sehr, es hat 32 Grad und ist furchtbar Schwül.
Meine Eltern sind ebenfalls heute gekommen, sie unterstützen uns nächste Woche bei den Kindern.
(woche20)
MO: Kleinfeldturnier der AK. Wir haben zwar sicher die beste Mannschaft die wir je bei einem AK Turnier hatten, trotzdem treffen wir auf 2 eingespielte sehr gute Mannschaften und wie üblich einen Jausengegner.
Das Spiel gegen die Juxpartie ist das letzte, deshalb ist danach beim Bier die Welt wieder in Ordnung.
Schön ist es auch einen ehemaligen Kollegen zu treffen.
DI: ich beginne den Auslauf für Rocco vorzubereiten. Babsl kommt vorbei um das Sommerfest zu besprechen. Elena ist eigentlich um 8 schon streichfähig. Als sie schlussendlich um dreiviertel Zehn hinaufgebracht wird meint B. sie sei eine kleine Terroristin.
Sie schreit wütend: "I bin ka Terroristin!"
add Terroristin:
am 1. Mai werde ich von einem Fußballkollegen gefragt ob ich noch ein paar Autos anzünden gehe als ich vom Pranger weggehe. Als am 13. Mai bei der GPA Demo in Wien Heidi nicht im Haus ist vermuten sie die Kollegen auf der Demo.
Einer meint: sie wird wahrscheinlich schon eine Fackel in der Hand haben um.....
Mir fällt die Geschichte ein als vor Jahren in Klagenfurt eine Demo nur angekündigt war und die Leute sofort die Panik hatten was alles passieren wird.
Es ist faszinierend in diesem Land wie eine Demonstration automatisch mit Gewalt gleichgestellt wird. Es erklärt für mich auch die wütenden Leserbriefe gegen die Demonstranten wenn in Berlin Kreutzberg die autonome Szene aufzeigt. "so etwas brauchen wir in diesem schönen Land sicher nicht"
Und schon duckt man sich wieder vor der Obrigkeit und schimpft nur hinterrucks.
MI: ich kaufe beim Merkur Maisplaymobil. (Bei Birgit haben sie heute damit gebastelt)
Chiara die ehrgeizige will das Muster genau nachbauen uns ist verzweifelt als ich ihr erkläre das die Hände ihrer Prinzessin viel zu klein sind um noch befestigt zu werden. Im Racers Full House, D. hat wieder den neuen Peter mitgebracht, Klaus und H. sind auch dabei.
Ich sehe so viele Bekannte aus M.G. und Umgebung wie nie zuvor.
DO: B. ist heute nach Frankfurt gereist um für eine neue Studie eingeschult zu werden. Die Kleinen sind bei Ines und ich kann noch eine Runde laufen. Der Kühlschrank ist ziemlich leer, ich finde aber noch ein paar Kasnudeln im Gefrierfach die sogar von Chiara brav gegessen werden.
Beim Philokurs geht es um Tocqueville. http://de.wikipedia.org/wiki/Alexis_de_Tocqueville und wieder über Platon. Ich würde gerne einmal mit Platon darüber reden wie er seine Thesen nach vielen vielen geschichtlichen Ereignissen einschätzt.
Wir diskutieren auch nach dem Kurs noch weiter.
Am Heimweg sehe ich Elisabeth mit Nelly und Sandra im Parkcafee sitzen und schaue noch auf ein kleines Bier hinein. Elisabeth meint sie möchte Elena auf keinem Fall mehr rosaroten Barbiekitsch oder ähnliches kaufen, sondern eher etwas in eine ganz andere Richtung. Ein Ferngesteuertes Auto oder einen Baukasten.
B. kommt um halb 11 aus Frankfurt retour und hat dort noch schnell groß eingekauft. Für mich ist ein Gucci pour home dabei....
FR: B. fährt mit dem Kindergarten und den beiden Kleinen nach Lignano. Beim Hofer treffe ich Angelika S. und lade sie auf einen Kaffee ein. Sie beklagt dass sich das Klima unter der Kollegenschaft seit dem Verkauf der BA-CA drastisch verschlechtert hat.
Nach dem Fußball gibt es Applaus während des Umziehens, die Gäste eines Geburtstagsfestes bewundern unser kabinenloses vorgehen.
Nach dem Pranger schauen wir mit Peter und Gernot O. noch auf ein Bier zum Racers. Es ist komplett voll, erstmals sind deutlich mehr Frauen als Männer da.
Zu Hause steht noch das Bügelbrett, Alina und B. sind noch auf, also plaudern wir noch ein wenig und kurz vor 12 habe ich meine T-Shirts und Hemden fertig gebügelt.
SA: um 8 Tennis mit B.
Danach Einkauf, und retour bringen von einer Freundin von Chiara die heute bei uns geschlafen hat.
Zu Hause ein kurzer Kaffee, dann geht es nach Afritz um "Rocco" endlich abzuholen. Er düst ziemlich aufgescheucht durch den Stall, zum Glück ist er doch schon so groß dass er nicht durch die Gitterstäbe passt.
Alina ist mit Futter bereiten etc. beschäftigt, die Kleinen schauen sich zum x-ten mal "Flutsch und weg" an uns wir fahren noch mit dem Rad ins Krankenshaus um Peter K. zu besuchen der diese Woche operiert wurde. Er ist guter Dinge und kann schon wieder gehen.
Auf dem Heimweg treffen wir auf einen Typen der am Friedhof an die 10 Teleskope aufgestellt hat und dort auf Kundschaft wartet die bereite ist zwischen 6 und 45€ zu bezahlen.
Zu Hause noch Betten überziehen, dann gebe ich mir eine Flasche Weißwein auf der Terasse. Die Mädels schauen Life Ball. B. kommt um 10 doch noch hinauf, beklagt sich über die Probleme mit dem Kulturhaus bei den Kinderfreundinnen. Ich kann darüber nur noch lachen, wenn ich daran denke wie Menschen die sich engagieren noch zusätzlich Prügel vor die Füße geworfen bekommen.
SO: B. geht in die Messe, Alina singt mit ihrem "Jugendchor". Ich räume die Wohnung auf und gehe mit dem Kleinen zum Abschlussfrühstück in den Pfarrhof. Eher gespreizte Stimmung.
Nach dem obligaten Schnitzel rede ich noch davon das wir am Nachmittag einen Radausflug machen, es ist Sommer mit Temperaturen bis 27Grad. Ich finde dann aber ein schattiges Plätzchen beim Bierausschank (unter den Partyzelten ist es Saunaähnlich) und trinke noch mit Franz Peter ein Bier.
Wir schwärmen sehr schnell von Musik, Kreisky, Gustav und Attwenger. Es tut gut "Gleichgesinnte" zu treffen.
Fredi kommt später auch noch vorbei.
Um halb 5 gehe ich endgültig, B. bleibt noch.
Mit Alina fahren wir eine 20Km Runde zum Maibachl, dieses rinnt allerdings nicht mehr. Wir treffen Gerhard und Herta, laden sie zu uns ein. Sie kommen dann aber doch nicht. Warum werde ich erst viel später erfahren...
Am Abend kommen die Wuttis noch auf ein Bier vorbei um Emma abzuholen.
Es sind erstmals sehr viele Gelsen auf der Terrasse.
MO: B. kocht Würstel mit Sauerkraut und muss dann zu einer "Familienveranstaltung" wieder nach KLU.
Mitten im Kochstress ruft eine Bekannte an und fragt ob B. zu Karten für "Afrika Afrika" kommt. Diese sagt aber nicht dass sie eigentlich kein Kartenbüro ist, sondern meint sie würde morgen im Klub nachfragen ob es eine Möglichkeit gibt....
Waltraud kommt wieder einmal vorbei, hat aber nur kurz Zeit, sie singt wieder in einem Projekt, in dem auch ihre ehemaligen Chormitglieder dabei sind. Sie singt allerdings die erste Stimme...
Als wir danach im gr. Raum sind kommt B. schon wieder zurück.
Bei der Veranstaltung die anscheinend von einer katholischen Splittergruppe organisiert war, waren nicht einmal 20 Leute, und es hat ihr schon gereicht mit einem der Besucher zu diskutieren.
Sie zieht vor den "Familientag" im Kreis der Familie zu verbringen....
(sitzt dann allerdings wieder spät Abends bei Facebook und versucht Freunde zu lukrieren)
DI: ich laufe eine Runde (der Versuch mich in Tschinowitsch mit B. P. zu treffen scheitert leider, sie ist etwas zu spät) und gehe dann zum Firmvorbereitungselternabend in den Pfarrsaal. Natürlich komme (auch) ich ein paar Minuten zu spät und platze mitten ins Gebet....
Zuerst ziehen die Vorbereitungspatinnen Bilanz: "ja, die Mädchen haben sehr brav miteinander gekocht..."
Dann fängt der Pfarrer mit seinem üblichen Lamento an über die Kirchenaustritte, die nicht vorhandene Zukunft der Kirche in M.G. etc. etc. und das eigentlich jeder die Verpflichtung hätte sich einzubringen, schließlich sind wir alle Kirche.
Hier unterbreche ich ihm zum ersten mal, und meine ich hätte das "Kirchenvolksbegehren" auch unterschrieben, aber es sei nichts passiert. Ja, auch er findet das schade.
Zum Schluss meint er noch unsere armen Jugendlichen mögen vor den Versuchungen da draußen bewahrt bleiben: "ich sage nur Internet...." Allgemeines zustimmendes Kopfnicken unter vielen Anwesenden.
Ich fühle mich noch einmal bemüßigt Stellung zu beziehen, es ist allerdings relativ aussichtslos.
Zum Schluss gibt es von mir noch ein flammendes Bekenntnis für die Aufwertung der Frau in der Kirche (an diesem Abend 14 Frauen, 5 Männer). Eine der fleißigsten Kirchengängerinnen meint, dass das ja gar nicht mehr so ist, dass die Frauen in der Kirche nichts zu sagen hätten. Sogar der Pfarrer widerspricht ihr....
Mich fasziniert wie Menschen komplett gegenteiliger Meinung sein können, aber sich einfach nicht konfrontieren wollen/können. Einige die drinnen gesessen sind haben einfach mit stoischer Miene alles über sich ergehen lassen, obwohl sie durchaus nicht der Meinung des Pfarrers waren. So tritt nur der übliche Effekt ein, dass einer sich etwas sagen getraut, aber die Mehrheit schön schweigt. Schon glaubt der Pfarrer, das er eigentlich komplett recht hat, und das es nur einzelne gibt die nicht seiner Meinung sind.
Später haben wir zu Hause noch viel Spaß als wir uns vorstellen wie das bei der Firmung sein wird, B. kann den Bischof sehr gut nachmachen. (sie war an diesem Abend bei einer Vernissage)
MI: bei der Heimfahrt gelingt es zum zweiten mal dass D. und ich uns exakt zur gleichen Zeit anrufen um den Racers Termin zu besprechen.
Mit Alina repariere ich den Hasenbereich hinter dem Haus und räume den Stallbereich für die Schweine auf. (Alina wünscht sich ein/zwei Zwergschweine zur Firmung). Chiara ist in dieser Zeit bei der Oma von Emma, Elena fragt die ganze Zeit wann sie den kommt....
Im Racers treffe ich H. und endlich wieder einmal ihren Mann, B. kommt auch, sie war in Klagenfurt bei einem tollen Abteilungsessen. D. kommt später auch noch dazu und bringt einen originellen Gitaristen aus ihrem Keller mit.
Alina ist heute beim Charity Run mitgegangen (über 10Km) und ein wenig fertig am Abend. Sie ist allerdings noch auf als wir kurz vor 11 nach Hause kommen.
DO: ich treffe B. und die Kinder bei ihrem Gärtner wo sie die Blumen für die Muttertagsfeier abholt. Wir fahren gemeinsam zum Kleintierzoo nach Afritz, Birgit ist ebenfalls dabei, was Elli ist selig als Birgit mit uns fährt..
Der Hof ist faszinierend, viele viele Tiere. Das Schwein das sich Alina zur Firmung wünscht soll nur hasengroß werden, wir brauchen also keinen großen Aufwand treiben, sondern können es im Sommer zu den Hasen hinter das Haus geben.
Anschließend fahren wir zur Buschenschenke in der wir zum Geburtstag von K.K. waren.
Wir sind die einzigen Gäste, die beiden alten Leute kümmern sich rührend um uns. Birgit lässt es sich nicht nehmen zu zahlen.
Philo geht sich leider nicht mehr aus, wir sind mit todmüden Kindern (Elli geht erst laut brüllend die Stiege hinauf nachdem ich ihr sage das hinter ihr schon der Fuchs lauert) um 9 zu Hause.
FR: Muttertagsfeier der PensionistInnen und und KinderfreundInnen. (wann gibt es endlich eine gut verwendbare Möglichkeit für gendergerechte Schreibweise?)
Ich bin wieder für den Anlage zuständig und komme deshalb zu spät zur Gesangsprobe. Der erste Auftritt des Chores klappt aber trotzdem sehr gut, wir haben kurz danach sogar schon das nächste Engagement. Natürlich kommt das Kärntnerlied besser an als die afrikanischen Kanons....
Als ich zwischendurch sehr leise eine klassische CD von „Cafe del Mar“ als Hintergrundmusik laufen lasse kommt die Obfrau der Pensionisten auf mich zu und meint: „können wir die Musik nicht ausschalten? Wir hören gar nichts mehr“.
Ich bin zuerst perplex, dann wird mir allerdings klar. Es geht sicher nicht um die Lautstärke, es geht darum dass das nicht die Musik ist die sie gewöhnt sind.
Bei unserem großen Fest als wir die Dixiland Band hatten die Klassiker aus den 30iger Jahren spielte meinte eine Verwandte: „ja, sehr nett die Musik, mir ist es allerdings zu modern“...
Bis halb 5 ist aufzuräumen angesagt, dann geht es direkt zum Fußball.
Der Rasen steht so hoch dass viele Passes verhungern. Wir spielen 6 gegen 7 und haben eigentlich keine wirkliche Chance. Da unser Spiel so professionalisiert wurde ist es kaum mehr möglich in Unterzahl das Spiel zu machen. Als ich um halb7 gehe wechselt Andi das Team, das Spiel endet "moskitoklassisch" mit einem 9:10, nachdem es davor schon 9:7 gestanden hat...
Ich bin aber zu dieser Zeit schon wieder im Kulturhaus und komme gerade recht zum Totengedenken bei der Feuerwehr Jahreshauptversammlung.
Die Reden werden relativ kurz gehalten, die Wahl der Kommandantschaft ebenfalls. Das Ergebnis ist recht eindeutig, Kommandant und Stellvertreter bekommen jeweils 100% der Stimmen.
Danach werden sofort die Krawatten ausgezogen und das Buffet gestürmt.
Beim gemütlichen Teil gibt es auch Gespräche über die Krise, die Lehrer etc.
SA:die Amsel die mich seit einigen Tagen pünktlich um 10 vor 5 weckt tut dies auch heute, ich schlafe trotzdem noch bis viertel 6 weiter....
Um 6 holt mich Tommi zur Skitour ab. Sella Nevea links hinauf lautet die Devise, wir werden erst oben sehen wie weit wir kommen.
Zuerst beginnt es sehr unspektakulär, die Piste reicht noch bis zum Auto. Im oberen Teil wird sie zwar steil, ist aber natürlich kein wirkliches Problem.
Dann soll es einen alten Kriegsweg geben, wir kommen aber in einem Buchenwald mit viel Schnee und Lawinenkegeln.
Nach einer kleinen Geländestufe scheint es wieder flacher zu werden, es scheint aber nur so....
Bei der nächsten Stufe ist schon das Suchen nach dem richtigen Weg notwendig. Über eine steile aber gut begehbare Rinne kommen wir sehr gut voran und erreichen erstmals flacheres Gelände.
Wir können wieder mit Skiern gehen, kurz danach schnallen die Italiener vor uns aber schon wieder ab.
Hintereinander geht es mit den Skiern auf den Rücken auf getretenen Stufen im Schnee hinauf. Oben dann aber der befreiende Blick auf die Gipfel. Vor uns liegt das riesige Gebiet nördlich des Kanin Massives.
Zuerst geht es dann über eine hügelige Landschaft toll dahin, dann folgt wieder eine Steilstufe die ich auf einer eigenen Route umgehe. Der Schnee wird plötzlich butterweich, ich sinke tief ein. Eine viertel Stunde kämpfe ich um nur einen Hügel zu überwinden. Das Wetter verschlechtert sich, die Sonne sehen wir nur einmal ganz kurz. Wir beschließen hinter den Italienern bis zur Prevalla Scharte aufzusteigen, dann haben wir wenigstens eine Spur, den gleichen Weg retour möchte sicher niemand abfahren.
Oben angekommen haben wir einen sicheren Standplatz für Jause und Gipfelbier. Rainer ein Wiener Kollege von Wolfi fragt ob wir hier "abfellen".
Gerade als wir uns darüber amüsieren und für die Abfahrt fertig machen ertönt plötzlich ein tiefes Grollen und vom Gipfelaufbau braust wie in einem Wasserfall der Schnee herab. Anscheinend ist durch die hohen Temperaturen in der Nacht eine Wächte abgebrochen und Tonnen von Schnee rutschen jetzt den Hang hinunter. Wolfi sprintet durch den Schnee zur Kuppe um zu sehen ob noch jemand heraufkommt. Zum Glück ist nichts passiert. Jetzt wissen wir wovon die Spuren im Schnee kommen, und sind heilfroh schon heroben zu sein.
Die Abfahrt wird allerdings auch noch spannend. Zuerst geht es recht gut, der Schnee ist allerdings fast schon „klebrig“. Dann ist wieder ein 50 Meter Anstieg zu überwinden. Der Mund bleibt uns offen, als wir bei der Seilbahnstation sehen, dass die Straße ausgebaggert worden ist. Die Schneewände links und rechts sind bis zu 6 Meter hoch.
Wir haben keine Chance die Seite der Straße zu wechseln, also rutschen wir neben den Schneewänden hinunter. Unten gibt es immer weniger Schnee und einige male schnallen wir ab und wieder an. Die letzen paar Meter geht es dann zu Fuß hinunter.
Ein schönes Bier in Tarvis rundet die spannende Tour ab.
Spektakuläre Fotos von Tommi
http://picasaweb.google.at/tpiechl/MonteCanin#
Nachmittag: Gartenarbeit, am Abend Feuer und Grillen vor dem Haus.
SO: Firmung von Alina in Saak. Wir erwischen den Bischof schon vor der Messe für ein Bild, es stellt sich heraus dass Firmling und Bischof farblich gut zusammenpassen.
Vor der Kirche treffen wir die Freunde aus Draschitz, die auch ihre Kinder hier firmen lassen. Nescha tritt mit schwarzem Kleid und Convers mit verschiedenen Schuhbändern zur Firmung an. Ihr Vater ist ein wenig konsterniert.
Nach der Firmung besprechen wir mit Franzi die Idee einen Friedhofsführer für Kärnten herauszugeben. Zeitgemäß wäre natürlich so etwas als Blog = Work in Progress zu führen.
Beim großen Firmessen treffen wir vor dem Gasthaus zufällig auf Elfi, seine Exfrau, wir haben sie schon jahrelang nicht gesehen, Jetztfrau und Exfrau sehen sich zum ersten mal. Wir essen in einer berühmt berüchtigten Diskothek des Gailtales (unter Tags Speiselokal, am Abend Disko). Im Schallplattenstapel finden sich einige Raritäten.
Am Abend fahren wir noch zum See, ich mit dem Rad. Wir sind die einzigen Gäste des Strandbades. Alina meint das Gruppenfoto würde in den geplanten Film passen.