baby the last time I don't know....
(woche 13)
Starker Föhn macht am Montag das Laufen schwierig, es ist aber wenigstens halbwegs warm.
Ausnahmsweise heute Philoabend. Es geht um Aristoteles.
B. ist bei einer Auftaktveranstaltung der Plattform „Migration“. Das Thema interessiert so viele Menschen, dass auf einen größeren Saal ausgewichen werden muss. Ein schöner Erfolg.
Dienstag: B. hat einen Leserbrief zum Thema „Außenschwimmbereich in der neuen Therme“ geschrieben. Die Reaktion darauf beschäftigt sie sehr.
Ich schaffe es den Schuhkasten im Keller bis auf zwei Säcke leer zu räumen. Emma ist da und bekommt ebenfalls einige Paare mit nach Hause.
Mittwoch:
doch noch 2 Säcke mit Schuhen aufgetaucht...
Nach einer Laufrunde mit Peter ins Racers. D. kommt mir ihrem Peter nach, kurz danach B. die vorher bei einer Sitzung war. Zu Stunden später noch H.
Um halb 11 kommt auch noch mein FF Kamerad K. der sich wieder bemüßigt fühlt eine Runde auszugeben.
Sehr amüsante und offene Runde, es tut gut Freunde zu haben.
Der GF vom Warmbad ist auch im Racers, B. spricht ihn an. Er meint jetzt kämen auch noch die Apnoe Taucher und hätten auch gerne ein Becken ...(ha ha, da haben wir aber gelacht)
Nein, im ernst, es ist einfach zu wenig Frequenz für ein Freibecken etc. etc.
Es scheint wieder der übliche Experteneffekt zu sein: man verlässt sich darauf was die Experten über zukünftige Besucherströme aus Slowenien und Italien von sich geben. Was der direkte Steuerzahler (die/der VillacherIn) möchte ist eigentlich ziemlich egal.
Danach gibt es dann (so wie bei Euro) das böse Erwachen, wenn doch nicht alles so eintrifft wie die "Experten" es prognostiziert haben.
Donnerstag: B hat einen Termin in St. Jakob, ich gehe mit den Kleinen (und Emma) zum Reitstall. Sie dürfen tatsächlich alle auf Julias Pferd eine Runde machen. Anschließend müssen wir Alina zur Probe in die Stadt bringen. Während wir noch am Essen sind ruft sie schon wieder an und meint, dass sie schon abholbereit ist...
Ines gibt mir den Sack Schuhe den Emma am Dienstag mitgenommen hat wieder mit. Sie hat selbst genug davon und möchte gar nicht daran denken müssen, welche Schuhe wann passen könnten.
Elena am Freitag Mittag: sie stürmt herein und sieht das Essen: "ich will auch Nudeln!!!"
Ich: "Du hast ja sicher bei Birgit schon gegessen"
"ja, aber keine Nudeln..."
Ihr Wunsch zum Sugo: "für mi mit ohne Sauce..."
Am Nachmittag "Hausarbeiten" und beladen des Traktors für Samstag.
Fußballl wieder in Faak am Kunstrasenplatz, dieses mal nur 11 Spielers.
Zuerst geht meine Mannschaft klar in Führung, als sich Joe verabschiedet und Gernot O. zu den anderen wechselt, wendet sich das Blatt. Sie holen Tor für Tor auf und gewinnen schlussendlich mit 2 Toren Vorsprung.
Wir schaffen es leider nicht die Taktik nach dem Wechsel umzustellen, und verlieren das Spiel in der Verteidigung.
Beim Pranger gibt es zuerst einfache Kost, dann aber wieder einmal große Käseverteilung, da Andi in der Fastenzeit keinen Alkohol trinkt, und zusätzlich seine Buben dabei hat, wird es allerdings nicht all zu spät.
Samstag:
Um halb 9 fahre ich mit dem Traktor in die Stadt. Wir von ATTAC Kärnten wollen natürlich auch unseren Beitrag zur heute in allen Hauptstätten Europas statt findenden Veranstaltungen leisten. http://www.28maerz.at/
Es kommen ATTAC Freunde aus Osttirol extra auf Besuch, und aus Klagenfurt ein paar junge KommunistInnen.
Allerdings stellen auch die alten Villacher Kommunisten ihren obligaten roten Sonnenschirm in der Nähe unseres Infostandes auf, was zu einer sofortigen Zuordnung von uns durch das Publikum führt...
Faszinierend ist die Polizeipräsenz. Schon als wir auspacken kommen 3 Polizisten in Zivil und möchten die Bewilligung der Veranstaltung sehen.
Zeitweise sind bis zu 6 Polizisten anwesend (Zivil, Staatspolizei und in Uniform) und übertreffen so die Anzahl der Aktivisten...
Der alte Traktor macht die Menschen viel glücklicher als unsere Informationsarbeit. Glücklich sind auch die Musikantenl, die so zu einem quasi bewilligten Spielplatz kommen, indem sie einfach so tun als würden sie zu uns dazu gehören.
Es ist wahrscheinlich das letzte mal das ich so etwas gemacht habe, es ist kaum jemand für das Thema zu interessieren, von denjenigen die stehen bleiben kennt man ohnehin die meisten.
Zu Hause fahren B. und ich nach dem Mittagessen in den Wald und Arbeiten ein paar Stunden lang den Schneebruch des Winters auf. Genau an der Stelle, an der ich im Vorjahr den Wald durchforstet habe...
Danach bin ich fertig, zum Glück gibt es Bier und Jause bei Ines.
Als ich mit ihrem Schwiegervater eine gepflegte Diskussion über die Slowenen in Kärnten beginnen möchte, merkt man sofort wie die Frauen besorgte Blicke aufsetzen um nur ja keinen Streit aufkommen zu lassen. Und alle hoffen weiter, dass sich das Thema "irgendwann" von alleine lösen wird...
Am Abend möchte sich B. den Kommisario Brunetti ansehen, wir schauen statt dessen zum x-ten male Space Cowboys, immer wieder ein guter Film.
Sonntag: es schüttet, wie bereits vor einigen Tagen angekündigt. Wir nutzen den Vormittag zum Aufräumen, und
fahren zu Mittag zum großen Familienessen zum Tschebull, es ist Alinas offizielles Geburtstagsessen. B. hat zwar gemeint es hätte keiner der Verwandten Zeit, aber es sind alle da. Sehr gutes Essen, das bis halb vier dauert.(Woche 12)
Am Montag kommt die neue Tischlerin. Wir besprechen mit ihr alles durch, dass wir schon mit dem anderen Tischler besprochen haben, der sich aber leider nie wieder gemeldet hat. Sie verspricht schon nächste Woche einen Kostenvoranschlag zu schicken.
Mit den beiden Kleinen im Raum um ein wenig Gymnastik zu machen. Es ist aber fast unmöglich, sie wollen nur spielen. Bei den Situps legen sie sich hinter mich, Elena kuddert jedes mal los, wenn ich auf ihr zu liegen komme.
Anschließend bin ich der Zirkusdirektor und sie Ponys, Tigers und Löwen...
Dienstag: eine Runde laufen, zum Ausschwitzen schraube ich die restlichen Bretter auf die Terrasse.
Ich stelle die Verkabelung der Lampe im Stiegenhaus fertig, Alina hilft mir dabei, nachdem ich sie davor sehr harsch vom Fernseher weggejagt habe. Kellerkasten aufräumen.
Dann versuche ich noch die defekte Pumpe im Heizraum zu reparieren, damit der Schwiegervater schön warm hat wenn er wieder zurück kommt.
Er ist wie im Vorjahr zum "Zuckereinstellen" in Laas. B. war ihn heute mit den Kleinen besuchen.
Bei der Hinfahrt hätte sie beinahe einen Crash auf der Autobahn. Bei uns wird tatsächlich wie angekündigt der Lärmschutz verbessert, deshalb ist Baustelle mit Stopptafel. B. hat nichts gesehen, und so fast einige andere Autos die mit 100kmh daher kamen "übersehen"....
Wir reden kurz über die verdrängte Gefahr "Verkehr".
B. hat Schwammergulasch mit eingefrorenen Eierschwammerl gemacht. Schmeckt hervorragend, nur den Schwammerln ist das einfrieren nicht bekommen sie sind zäh.
Am Abend Report mit Bügeln.
Bei Kreuz und Quer ein Bericht über Michael "Miguel" Nothdurfter, einem Jesuiten der in Bolivien einen sehr eigenen Weg ging.
Mittwoch:
erster Frühlingsversuch mit Chiara und dem Rad durch den Ort zu fahren. Viele Tränen, sie ist noch total unsicher, traut sich nicht bergab fahren, flennt bei jedem kleinen Problem.
Besprechung bei ATTAC bzgl. dem Aktionstag 28.03.
Wir werden uns in Villach wieder einmal aufstellen. Dieses mal ist aber das Ziel klar, es geht darum die Basis zu verbreitern. Wir werden als "Krisenberater" auftreten, und so versuchen neue Leute kennen zu lernen.
Bei der Besprechung ist der zweite Mann dabei, der bei der Entwicklung des Elektroautos Hotzenblitz dabei war. Wir reden danach noch in einem Lokal über das Thema, er ist sehr zuversichtlich, dass jetzt die Zeit der Elektroautos gekommen ist.
Am Donnerstag möchte B. ins Warmbad, ich lasse mich erweichen und verzichte auf meinen Philoabend. Ich laufe zum Warmbad, das Maibachl rinnt!
Dieses mal sind nicht so viele Leute in der Sauna, es ist halbwegs angenehm. Allerdings ist die "Aufgusskultur" für mich sehr nervend. Alle stürmen knapp vor dem Aufguss in die Kammer, setzten sich dann auf die untere Stufe und beginnen zu reden. Wenn man vorher schon eine viertel Stunde dring gesessen ist, wird es bis zur "Damenspende" ziemlich lange in der oberen Reihe.
Freitag: Firmenskitag. Es ist Eiskalt, ich bin heilfroh dass ich meinen Gesichtsschutz mitgenommen habe.
Samstag: auf der blutigen Alm ist es wunderschön aber kalt wie am Nordpol. Ich überlege kurz ob ich überhaupt weiter fahren soll, nachdem ich aber auf der anderen Seite einmal gefahren bin ist an ein schnelles Aufhören nicht zu denken. Es sind herrliche Verhältnisse wie schon so oft hier am Samstag.
Die Mädchen waren im Atrio und haben sich ziemlich ausgestattet, die Kleinen haben neue (Zwillings-) Badeanzüge.
Zu Hause ist umstechen und aussieben des Komposthaufens angesagt. Wir keppeln die
Danach bringen wir noch mit der Lisa (der kleine Traktor) die Sträucherschnitte in unsere "Waldkompostanlage".
Es ist aber auch in Villach viel zu kalt, nur 5 Grad und strenger Wind zu Frühlingsbeginn.
Sonntag:
herrliches Bergwetter, wir können die Kids bei Ella lassen und gehen auf den Loussari.
Wir sind nicht die einzigen, aber es zahlt sich aus. Wunderbares Panorama und herrlicher Sonnenschein. Es hat so viel Schnee wie ich noch nie im Leben gesehen habe. Von manchen Almen schaut nur mehr der erste Stock heraus, oben im Dorf kann man durch den Schnee auf den Dächern spazieren gehen.
Das Essen auf der herrlichen Sonnenterasse dauert zwar etwas, wir lernen dabei aber sehr nette Villacher kennen, und erfahren Dinge aus dem Leben unserer Nachbarn die wir nicht gewusst haben. (nicht negativ gemeint)
Bei Ella gibt es Profiterol zum Kaffee (in Tarvisio gekauft).
Am Abend baden die Kleinen, natürlich mit dem neuen Badeanzug.
Montag: ich laufe eine Runde, bin aber nicht so richtig gut drauf. Am Abend teste ich noch einmal die PC Aktivboxen mit einem Batteriepaket dass ich von Rainer bekommen habe. (Im OP Bereich wird alles nach der Operation weggeworfen, weil die Gefahr besteht dass es unsteril geworden ist. Unter anderem jedes mal 12 x 1,5 V. Batterien....)
Ich komme endlich wieder einmal ein wenig zum Lesen.
Dienstag:
Unglaublich wie viele Schrauben das sind auf der Terrasse....
Dort wo ich den Schnee aufgeschaufelt habe, kann ich allerdings die Bretter immer noch nicht befestigen.
Die Kleinen spielen draußen auf dem Trampolin und toben danach auf der Terrasse mit den kleinen Autos herum.
Ich bohre ein Loch in die Stiegenwand um dort eine Lampe zu befestigen (obwohl B. mir mit Klage gedroht hat, wenn ich das mache)
Als die Kinder im Bett sind diskutieren wir fast noch eine halbe Stunde lang die pol. Situation in Kärnten.
Mittwoch: Öl am Herd
Ein 54 jähriger Pensionist wollte sich in der Nacht mal schnell etwas kochen, hat sich dann aber anscheinend doch für den Schlaf entschieden....
Mir hat seine Geschichte allerdings den Schlaf geraubt, weil ich um halb5 aus dem Bett gesprungen bin als die Sirene los gegangen ist. Ich höre sowohl die Tschinowitscher, als auch unsere, und muss schnell genug am Fenster sein um genau sagen zu können welche es ist. Dieses mal war es die Tschinowitscher. Man schläft nicht mehr so schnell ein, wenn man einmal auf einem entsprechenden Adrenalinspiegel ist.
D. meint am Abend im Racers, dass es relativ häufig vorkommt, dass jemand mitten in der Nacht sich noch etwas gönnen möchte, wenn er nach Hause kommt. Ich halte es eher für eine Ausrede für die Versicherung.
Mit Peter diskutieren wir am Abend die Wahl bzw. die möglichen Auswirkungen.
Er ist wieder einmal so weit dass er meint er würde sich in Zukunft nicht mehr darüber aufregen.
Außerdem ist er nicht sicher, ob er wirklich für den Rest seines Lebens in Kärnten bleiben möchte.
Beim Philoabend geht es am Donnerstag um Tibet, zwischendurch machen wir aber immer wieder kurze Abstecher. Danach erstmals auf ein Bier. Es gibt sofort eine heftige Diskussion. Es ist in diesem Land anscheinend unmöglich eine linksliberale Haltung zu vertreten, ohne sofort Schimpftiraden auf die gleichmachenden Sozis auszulösen.
Die jungen Frauen überlegen ob es nicht besser wäre sich ein paar Jahre um Kinder zu kümmern, als sich dem Stress am Arbeitsmarkt auszusetzen...
B. meint zu Hause, dass es für sie auch ein Rückzug ist, wenn sich junge Menschen mit Philosophie beschäftigen, statt wie seinerzeit in der Au gegen ein Kraftwerk zu protestieren...
Die große Krise scheint nicht gerade eine Renaissance der Sozialdemokratie auszulösen, ganz im Gegenteil sie scheint eher zu einem neuen Biedermaier zu führen.
Freitag:
da wir erst um 18:00 spielen, habe ich den ganzen Nachmittag Zeit für arbeiten auf der Terrasse etc.
Das erste Spiel das ich heuer verliere, leider sehr ungleiche Mannschaften, wir haben 2 Nichtstürmer, und stellen unsere Mannschaft dummerweise nicht um.
Beim Pranger wird der Geburtstag von Joe gefeiert, er lässt sich nicht lumpen, es gibt Schnitzl und danach sogar noch eine Torte von Angela. Mark löst seine Wettschulden ein (er hatte um 5 Liter ital. Rotwein gewettet das SP und Grüne gemeinsam über 50% haben werden) wir haben ausreichend zu trinken, es wird 12 bis ich nach Hause kommen.
Samstag:
den ganzen Tag schöpfen, zu Mittag gibt es ein herrliches Gulasch von B.
Am Nachmittag fahren wir eine Runde mit dem Traktor.
Am Abend besuchen wir wieder einmal das Warmbad. Wir kommen aber zu spät hin, es ist eher stressig, und die Sauna jedes mal so voll, dass ich gar nicht mehr versuche zum Aufguss hinein zu kommen.
In der anderen Sauna sitzen 2 Männer und reden miteinander. Der eine sondert die üblichen Vorurteile über das Ausland ab, (verpackt in eine Geschichte die angeblich sein Sohn erlebt hat) und der andere gibt ihm überall recht.
Elena im Bad nachdem sie im Sprudelbecken Wasser in die Augen bekommen hat:
"I brauch a Handtuach"
Ich meine zu ihr, dass sei ja nicht so schlimm, und jetzt sind wir auch weit von den Handtüchern entfernt.
Sie schaut mich ernst an und meint:
"a Handtuach hab I gsagt...."
B. und ich sitzen danach noch bis 12 zusammen und diskutieren.
Ich entwickle Theorien zu den Menschen im Lande, und was sie von anderen Bundesländern unterscheidet.
Sonntag:
Walken mit B. am Vormittag. Wir gehen eine größere Runde (Kräuterhof Wutti)
Unten bei der Gail sehen wir die ersten Mehlschwalben!
Am Nachmittag kommt Heinz vorbei, er ist sehr aufgebracht, und schimpft auf Gott und die Welt. Auch er fängt wieder mit dem Ausländerthema an. Er sieht aber ein, dass er wie so viele Instrumentalisiert wird, und ein Thema wie (zu) schnell fahrende junge Menschen, die jedes Jahr andere junge Menschen mit in den Tod nehmen überhaupt nicht thematisiert wird.
Man stelle sich vor welchen Aufstand es gäbe wenn jemand durch einen "Ausländer" zu Tode käme.
Wenn irgendwo so wie heuer im Lavanttal 2 junge Mädchen auf der Rückbank eines GTI sterben, dann ist das zwar tragisch aber doch irgendwie gottgewollt. "Blitzeis", da kann man halt nichts machen...
Am späten Nachmittag eine Runde Tischtennis mit B.
Sie spielt sehr forsch, hat aber keine Spielerfahrung.
(woche10)
Ich laufe eine Runde am Montag und habe mir vorgenommen dies zumindest jeden zweiten Tag zu tun. Wir werden sehen wie ich dazu komme, und wie ich es schaffen werde.
Am Abend möchte ich mit B. die Wahl diskutieren, aber andauernd drängt sich ein Kind zwischen uns und möchte mit dem Handy spielen oder Turnen.
Ich habe allerdings vorher schon mit den beiden gespielt und reagiere ziemlich unwirsch, was zu viel beleidigt sein und Flennerei führt.
Elena fällt erstmals beim Turnen herunter direkt auf meinen Kopf....
Dienstag:
Ich fülle die restlichen Hackschnitzel mit der Scheibtruhe nach, es sind allerdings immer noch an die 10-15 Fuhren oben.
Wir haben tatsächlich eine Polizistenattrappe aufgestellt bekommen....
Leider hat er nur eine relativ kurze Lebensdauer
Mittwoch:
Elena hat ins Bette gemacht. Sie weigert sich geduscht zu werden so lange die Mama da ist. Danach schnappe ich sie einfach und stelle sie unter die Dusche. Sie leistet keinen Widerstand.
Beim Frühstück möchte sie eine Semmel mit Streichkäse. Irgendetwas passt ihr dann nicht, sie setzt ihren "bin leidigt Blick" auf, und will zu Julia und Chiara laufen.
Ich lasse sie auf dem Sitz sitzen bis sie zumindest ein paar Bissen gegessen hat. Erziehungsarbeit ist nicht so einfach...
Es regnet zur Abwechslung wieder einmal und ich komme nicht zum Laufen, gehe aber mit den Kleinen in den Raum zum trainieren.
Am Abend Racers mit D. und Hannes J.
Donnerstag:
Der Kurs fällt aus, außer mir hätte niemand Zeit.
Es regnet schon wieder, am Wochenende soll es schön werden!
Freitag:
es schüttet, und der Kunstrasenplatz auf den wir uns so gefreut haben steht unter Wasser. Andi sagt das Training ab, weil er meint wir bekommen nicht mehr genug Spieler für den Nachmittag zusammen.
Ab 4 klart es aber auf, und B. walkt mit ihren Freundinnen bis Drobollach, während ich mit den Kleinen zu Hause sitze und eigentlich auch schon darauf brenne mich bewegen zu können.
Am Samstag kommt "der Maler" zu uns um unseren Wohnbereich zu sanieren. Es ist ein Volkschulkollege von B. aus Drobollach. Ich bin kurz nach 8 allerdings schon auf den Dobratsch unterwegs.
Es hat ab 1200m herrlichen Schnee, ab 1500 dann allerdings so viel, dass ich das letzte Stück beim 9er Lift große Schwierigkeiten habe hinauf zu kommen. Die Bäume hängen schwer mit Schnee, und ich überlege ersthaft ob es nicht besser wäre den Wald zu meiden. Oberhalb der Waldgrenze dann sehr starker Wind, es ist entsprechend abgeweht.
Erstmals habe ich am Dobratsch Angst vor Schneebrettern und fahre über die ehemalige Lifttrasse wieder ab.
Zum Mittagessen bin ich schon zurück und kann davor sogar noch einkaufen und bei Andrea auf einen Kaffee vorbeischauen.
Am Nachmittag stehen diverse Arbeiten am Programm, ich beginne wieder die Terassenbretter festzuschrauben, ein Teil liegt allerdings immer noch unter Schnee.
Die "Dornrosen" sind der Event des heurigen Frauentages in Villach. Ein sehr amüsanter, kurzweiliger Abend mit sehr vielen Frauen.
Am Sonntag ist Familienmesse, mit Vorstellung der Erstkommunikanten. Die Firmlinge sind auch geschlossen da und haben eine "Fastensuppe" zubereitet, die nach der Messe gereicht wird.
Man spürt laufend wie der Pfarrer seine liebe Not mit den vielen Kindern hat. Sie lachen allerdings nur als er versucht mit ihnen zu schimpfen.
(woche9/2009)
B. geht noch zur letzten Faschingssitzung, ich bin fertig vom Wochenende und froh dass ich auf die Kinder schauen kann...
Dienstag: Raum aufräumen, Loch in den Boden stemmen um festzustellen wie tief der Estrich ist.
Schöne Diskussion mit B. (die Kleinen schauen sich einen Film an)
Sie beklagt dass es Idealisten im Villacher Gemeinderat gibt, doch die Opportunisten das Sagen haben und zusätzlich bei der Wahl die meisten Vorzugsstimmen bekommen werden.
Wie immer zum Schluss das einzige mal im Jahr meine Lieblingsbiermarke in der Fernsehwerbung...
Mittwoch:
mein erster "Heringsschmaus" im Leben. H. und K. sagen wegen ihrer Katze ab. Die C.s haben andere Termine.
Peter und D. kommen jedoch, ich habe 4 verschiedenen Heringssalaten gekauft, die alle ausgezeichnet schmecken. Ines schaut mit den Kids vorbei.
Donnerstag:
der Rauchfangkehrer meint, dass wir bisher nur 2 Öfen angemeldet hatten. Unser "Rauferle" hat es anscheinend sehr gut gemeint mit uns.
Erster Frühlingslauf! Die Gail hinauf ist zwar noch überall Schneeauflage, auf der anderen Seite ist alles trocken.
Die 5 Km sind kein Problem, allerdings laufe ich sehr langsam.
Sitzung der Kinderfreundinnen bei Ines. Die Obfrau bedankt sich überschwänglich für den Faschingssonntag. Es werden gleich die nächsten Termine festgelegt. Das Palmbuschenbinden werden wir aus Schmutzgründen bei uns am Stadl machen.
Philoabend in der Stadt. Wir sind zuerst nur zu dritt, dann kommt Andreas noch dazu und bringt Apfelsaft gespritzt mit, passend zur Fastenzeit...
Freitag:
Wir sind alle froh dass sich niemand verletzt.
Danach ist der aktuelle Vorstoß der Unterrichtsministerin (Lehrer sollen 2 Stunden mehr "arbeiten") neben der bevorstehenden Wahl das Hauptthema. Mark und Ernst sind mit der Lager in Carinthia alles andere als glücklich, die Vorschläge etwas zu ändern reichen von Steuerboykott bis Verkauf an die Steiermark.
Samstag:
In der Früh macheln, am späten Vormittag in die Stadt wo der Wahlkampf in seiner Schlussphase wütet. Es ist fast unmöglich keinen Kugelschreiber oder kein Feuerzeug geschenkt zu bekommen. Wir treffen Mark und trinken mit ihm einen Cappuccino. B. sitzt das erste mal an diesem Vormittag. Der Bezirkssekretär geht vorbei und meint das unten fast keine Leute mehr stehen, was kein Wunder ist wenn alle irgendwo herumsitzen...
Am Nachmittag beginnen wir mit typischen Frühjahrsarbeiten, es ist herrlich warm in der Sonne.
Um 5 schaue ich auf ein Bier zu L. in den Reitstall. Sie ist sehr zufrieden mit ihrer persönlichen Entwicklung in den letzten Monaten und sieht die Krise auch eher als Chance.
Der Reitstall präsentiert sich als Arche Noha. Neben den Mädchen mit ihren Pferden gibt es einige Hunde und mehrere Katzen.
Am Abend fahren wir zu Olivers Geburtstagsfest. Es gibt herrliche italienische . Jause, und chilenischen Cabernet Sauvignon dazu. Elisabeth macht eine Blitzumfrage: "stellen sie sich vor morgen wären Wahlen..."
Sonntag:
B. ist ab halb 8 bei der Wahlkommission im Krankenhaus. Ich liefere die Kids bei Ernst und Michaela ab und fahre nach Kanin zur Frühjahrswanderung auf die Arichwand. Ich parke direkt hinter Ella und Gernot...
Die Gedenkwanderung ist sehr nett und international, viele Slowenen, einige Italiener, ich hätte nie gedacht, dass so viel Menschen hinauf gehen. Als ich vor der Gedenktafel stehe muss ich mich ziemlich zusammenreißen.
Da brennen gerade einmal 2 Kerzen, wo einige Menschen im Kampf gegen ein tyrannisches Regime ihr leben lassen mussten.
Die Stimmung auf der Rossalm und später unten im Tal ist ausgezeichnet, wenn das Essen bei Michaela nicht auf mich warten würde....
Köstliche Lasagne und Kaffee und Grappa danach. Ernst meint, er geht wieder zurück nach O.Ö. wenn sie mehr als 40% machen.
Auf der Heimfahrt schlafen die Kleinen ein, ich fahre mit den beiden Schlafenden sogar noch zum Wählen.
Um halb 5 dann zur traditionellen Wahlnachbetrachtung in die Galerie Unart.
B. weiß schon, dass es nicht gut aussieht.
Damit hätte wohl niemand gerechnet.
Es wird gleich danach heftig diskutiert und kräftig mit den Köpfen geschüttelt. Ernst schickt ein SMS, Peter ruft an, H. und Klaus kommen auch noch in die Unart. Im Fernsehen sehen wir einen beim BZÖ jubeln der im Vorjahr noch mit uns beim "Gabyfest" war.
Wir bleiben bis 8, dann fährt B. mit den Kids nach Hause und wir schauen noch zur "Wahlparty" des BGM.
Dort ist die Stimmung auch nicht gerade am überkochen. Der Alkohol lindert ein wenig den Schmerz, es gelingt H. und mir nicht D. davon abzuhalten sogar (nach 6 Wochen!) eine Zigarette zu rauchen.
Heinz möchte wieder eintreten, und verspricht seine Teilnahme an der 1. Mai Rally.