Woche3/2009
Montag:
- 18,5 Grad in MG am Morgen!
B. geht zu einer Sitzung, wir nutzen den Raum. Ich habe erstmals dort Probleme mit dem Einheizen, ein Wetterumschwung kündigt sich an.
Als B. nach Hause kommt bringt sie ihr Wahlwerbematerial mit. 4000 Karten mit ihrem Konterfei, auf die sie zusätzlich ein Schokoherz kleben möchte. Sie beginnt sofort mit der Arbeit, was dazu führt, das am Küchentisch überall dort ein Fleck zu sehen ist wo eine Karte mit Kleber gelegen hat...
„Ich wollte ohnehin den Tisch abschleifen lassen, wenn das mit dem Tischler endlich etwas wird...“
Dienstag:
Für morgen ist die nächste Schneefront angekündigt, ich möchte aber unbedingt noch auf dem Faakersee Eislaufen. Ich scheitere allerdings fast daran in den See hinein zu kommen. Überall an den Stegen sind die Enteisungsanlagen eingeschaltet, es gibt kaum Stellen an denen das Eis bis zum Ufer reicht. Drobollacher FF Kameraden, die bei den Kinderfreunden Eisstock schießen sagen mir dann wo man hinein kommt.
Es ist ein Traum. „Spiegeleis“ das wirklich seinen Namen verdient.
Außer mir sind nur wenige Leute auf dem Eis. Ich habe extra den Akkuschrauber mitgebracht, bei 11cm ist mein Bohrer zu Ende, kein Problem mit der Tragfähigkeit.
Mittwoch:
es schneit schon in der Früh, nix mehr mit Spiegeleis.
Der Blutspendebus steht bei der Feuerwehr. Einige Kameraden sind da, es würde sich sofort eine lässige Stimmung ergeben, Walter bietet mir an dass seine Frau endlich die richtigen "Spiegel" auf meine Dienstuniform näht. Ich bin mit meiner Ausgehuniform vom Dienstgrad her immer noch "Probefeuerwehrmann"
Besuch der "Love Talks" im Gymnasium St. Martin. Ganz witzige Diskussion unter Eltern über die Probleme im Bereich Liebe und Sex von und mit Jugendlichen. Zum Schluss geht es dann aber in Richtung allgemeine Wertediskussion, als darüber gesprochen wird wie sich die Mädchen heutzutage anziehen (Stringtanga am Schikurs!) und dass es Pärchen gibt die sich in der Pause mitten unten den Erstklasslern abschmusen. Es ist ein Lehrer der Schule, der sich sehr echauffiert.
(B. meint später zu Hause zum Thema „Küssen in der Aula“: „besser als sie verprügeln sich...“)
Im Racers treffe ich noch D. und Peter P. auf ein Bier.
Donnerstag:
Chiara ist krank und liegt nur herum. B. hat einen Schuhständer beim Hofer gekauft, ich baue ihn zusammen und bin froh Akkuschrauber und verschiedene Bohrer zu haben. Die Bohrlöcher für die Schrauben sind zu klein, und es wäre sehr mühseelig geworden das halbwegs zusammen zu bauen ohne die Löcher ein wenig aufzubohren.
Erster Philosophiekurs in der Stadt. Der Hausherr ist so glücklich, dass der Kurs bei ihm statt findet, dass er seinen Bordaux aus dem Keller geholt hat.
An Themen wird dann die indische Betrachtungsweise des Menschen durchgemacht, und anschließend die Unterschiede zum Ansatz der griechischen Philosophen. Abschlussthemen sind Moral und Ethik.
Es bleibt auch Zeit um ein wenig zu politisieren und über die Stadt zu reden.
Es stellt sich heraus dass niemand aus der Gruppe ursprünglich aus Villach bzw. überhaupt Kärnten stammt, zumindest 3 davon sind aber mittlerweile sehr begeisterte "Villacher" geworden sind.
Freitag:
B. ist heute zu Hause und kocht tolle Fleischpalatschinken. Das ist insofern nicht optimal, weil Angela 3 Stunden später einen "Schlachtschmaus" für uns bereit hält....
Fußball ist wieder nur 4 gegen 4 – optimal für mich, ich schieße die Hälfte unserer Tore.
Um halb7 soll ich B. in die Stadt zu einer Ehrung verdienter VillacherInnen bringen. Sie konnte ebenfalls 2 Vorschlagen, die dann auch tatsächlich geehrt werden. Den quasi "Erfinder" des M.G. Faschings, und die langjährige Obfrau des Kulturspektrums.
Natürlich ist sie noch nicht fertig, und danach warten wir auch noch auf Ines ein paar Minuten. Als ich aus der Stadt zurück komme habe ich noch genau 14 Minuten um mich zu duschen und fertig zu machen...
Die Kids sind bei Ella und wir fahren mit Manni zur Faschingssitzung nach Feistritz.
Zu Beginn auch dort Ordensverleihung, allerdings Faschingsordens. Dann wird es aber wirklich lustig. Die Aufführung ist sehr kurzweilig, und höchst professionell.
Er meint, es wäre ihm zu viel Stress gewesen zuerst zum Fußball zu gehen...
Die Aufführung vergeht wie im Flug, obwohl sie bis nach 12 dauert. Anschließend Tanz und Trank, es sind viele Bekannte von uns da.
Es wird kurz vor 3 bis wir ins Bett fallen.
Samstag:
Ich fahre zuerst Einkaufen, und hole dann die Kids bei Ella ab. B. ist bis nach 2 in der Stadt um am Hauptplatz Wahlgeschenke zu verteilen.
Um 5 gehen wir zur 30iger Feier von Ines. Es ist gleichzeitig auch die erste größere Feier im neuen Haus. Man sieht, das Haus "funktioniert" optimal.
Um 8 ziehen wir uns zu Hause um für den Feuerwehrball in Drobollach, die Kinder bleiben bei Ines.
Am Ball wird man vom Kommandanten und dem BFK begrüßt, Karin hat eine tolle Feuerwehrfantasieuniform an.
Außer mir sind nur 2 Kameraden unserer Wehr da, die froh sind das wir jetzt zu dritt sind...
Dem Fotoreporter der angeblich von höherer Stelle den Auftrag hat, dass er nicht erwähnen darf, wo er B. antrifft freut es nicht sehr als ich ihm sage er solle aufschreiben dass er B. nicht gesehen hat....
Er macht schnell ein Bild einiger FF Jungdamen und fliegt wieder ab.
Sonntag Ruhetag.
Ich laufe am Vormittag eine kleine Runde, wir räumen endlich den Christbaumschmuck weg. Nach dem Mittagessen schlafen alle, kurz nach 4 (!) gehen wir zum Schlittenhügel.
Elena fährt ganz alleine von oben mit der Rundschüssel hinunter, gerade als ihre besorgte Taufpatin kommt....
Angenehmer Kaminabend mit Elisabeth, sie braucht es derzeit sehr warm, sie war 2 Wochen lang in Indien und ist die Kälte noch nicht ganz gewohnt. B. ist zwischendurch für eine halbe Stunde (=2 Stunden) bei JungwählerInnen.
Es wird wieder 10 bis wir mit den Kids ins Bett kommen....
FM4 Beitrag der Woche:
Bei einer Sendung kann man die letzten Tickets fürs große FM4 Geburtstagsfest mit Franz Ferdinand etc. gewinnen.
2 Kandidaten treten gegeneinander um 2 Karten an.
Als es 2 zu 2 in Punkten steht soll eine Schätzfrage entscheiden. Da schlägt der männliche Kandidat dem weiblichen vor doch gemeinsam zum Fest zu gehen, dann ist man fix dabei, und braucht nicht auf den Zufall/das Glück zu hoffen.
Nach kurzer Nachdenkpause (sie wäre gerne mit ihrer Freundin gegangen) stimmt sie zu.
(Woche4)
Am Montag wird Elena auch noch krank und Chiara hustet wie verrückt und will nichts Essen. Alina macht sie nach, was sie natürlich komplett "damisch" macht.
B. geht am Abend zu einem Fendrich Konzert.
Elli bereitet mir eine unruhige Nacht mit Klogehen, Trinken, Pyjama ausziehen (weil zu heiß) und einen sehr unruhigen Schlaf.
Dienstag: während des Tages beginne ich auch zu Husten. Ich besuche Klaus in seiner Firma um wegen Tourenskiern zu schauen. Ihm fällt schon auf, wie sehr ich huste. Zu Hause bekomme ich Schüttelfrost und setze mich zum Kachelofen, aber es wird nicht besser.
Schwerer Husten und Fieber am nächsten Tag. Dummerweise lasse ich die Kleinen zu Hause. Jedes Mal wenn ich wieder einschlafe kommt ein kleiner Quälgeist und braucht etwas.
Am Donnerstag wirkt der grausige Hustensaft von B. tatsächlich. Ich dämmere zwar den ganzen Tag noch dahin, esse nichts und trinke nur Tee, aber am Abend huste ich kaum mehr. Allerdings habe ich immer noch 38,5 Grad Fieber.
Ich telefoniere mit D. Sie liegt seit Montag und hat die gleichen Beschwerden
Freitag:
es wird besser, zur geplanten Faschingssitzung am Abend kann ich natürlich nicht gehen.
Das gesamte Wochenende hänge ich noch herum, als ich am Sonntag nur eine Runde mit D. Spaziere, beginne ich zu Schwitzen...
(Woche5)
Montag:
Frida Stank ist gestorben. Wir haben sie seinerzeit über die Volleyballrunde kennen gelernt, und eigentlich jedes mal wenn wir uns danach zufällig getroffen haben gemeint wir sollten uns öfter sehen...
B. fährt um 6 zu einer "Geschenkkorbüberreichung" an einem 70iger den sie eigentlich nicht kennt. Ich gebe zu bedenken, dass das eigentlich wertvolle "Familienzeit" wäre, nachdem sie heute keinen anderen "offiziellen" Termin hat. Sie bleibt ja nur bis halb 8 meint sie, was ich natürlich bezweifle.
Die Kleinen sind in der Zwischenzeit bei Ines, ich komme endlich wieder einmal zum Weblogschreiben. Kurz nach halb 8 gehe ich mit Alina ebenfalls zu den Wutties, deren "Wii" ist wirklich sehr lustig. Um halb 9 rufe ich B. an und meine zu ihr: "du schaffst es nicht einmal mich zu wiederlegen, wenn es so einfach wäre"
Sie kommt kurze Zeit später und erzählt wen sie bei der Feier alles getroffen hat...
Donnerstag:
beim heutigen Kurs gibt es Brunello zu drinken. Christinas Mann kommt extra in der Pause mit Gläsern und Korkenzieher.
Kurz vor 10 schaue in noch zu D. um sie die Funktionswäsche die mit Klaus mitgegeben hat versuchen zu lassen. Gleichzeitig mit mir kommt auch ihr Herrenbesuch....
Wir trinken alle gemeinsam noch ein Bier.
Freitag:
B. will am Nachmittag in M.G in einer kurzen Straße Hausbesuche machen, und schafft 4 Häuser....
Ich traue mich noch nicht Fußball zu spielen, weil ich nach wie vor sehr stark Huste. Ich fahre trotzdem zum Pranger, Gernot O. meint dort sehr erschöpft: er huste auch....
Andi kommt erst um halb 7 gut gelaunt an. Ich habe die dummerweise die zwei Kleinen mit, die bald lästig werden.
Wieder zu Hause machen wir Feuer im Raum. B. ist bei der Singrunde.
Samstag:
ich bastle ein Geländer für unseren Anhänger, um ihn beim Fasching einsetzen zu können. B. ist Wahlkampfmäßig zuerst vorm Merkur und am Nachmittag in Mittewald. Am Nachmittag schaue ich mit den Kids ins Atrio. Die Grünen sind dort in voller Stärke unterwegs. Als mich Sabina begrüßt kommt auch Eva Glawischnig auf mich zu. Wir plaudern sehr nett über die Kinder (der ihrige isst auch nicht wenn er krank ist...) Sie meint wir hätten uns schon irgendwo getroffen, ich muss das leider verneinen, und gebe ihr zur Antwort, dass sie das wahrscheinlich glaubt weil wir uns im Geiste schon sehr oft einig waren...
(„Schleim Schleim“ würde Alina darauf sagen)
Wir verbringen einen sehr lustigen Abend mit H.und Klaus im Raum. Tanzen, Versteckspiel und alles was dazu gehört. Nur bei „Avani Popolo“ schüttelt die Sprachkundige H. den Kopf als ich vorne weg marschiere und die Kinder laut mitsingend mir hinterher.
B. ist auf diversen Bällen unterwegs und kommt gut gelaunt so gegen 3....
Mit Andrea P. am Sonntag auf den Dobratsch von Hl. Geist aus. Das Wetter ist bescheiden, und durch den Wald ist es eine ziemliche Quälerei, weil viele
Stauden und kleine Bäume durch den schweren Schnee umgefallen sind.Weiter oben kommt dann eine sehr dichte Nebelschicht, man sieht nur knapp 30 Meter weit.
Wir gehen nur bis zur Aichingerhütte und sind froh dort eine warme Suppe zu bekommen.
Die Abfahrt im oberen Bereich ist herrlich, ich fahre mitten durch den Wald. Mit den neuen kurzen Skiern die ich bei Klaus gekauft habe ein tolles Vergnügen.
B. geht mit den Kids am Nachmittag zum Kinderfasching in die Stadt. Elena ist zwar froh ihr Meerjungfraukostüm tragen zu können, das Programm reißt sie aber nicht vom Hocker.
Am späten Nachmittag kommt D. vorbei um die Checkliste und Aufgabenverteilung für den Skiurlaub zu besprechen.
Woche6
Schneefahrbahn am Montag Morgen.
2 Autos stehen in Techelsberg am Abend mitten auf der Autobahn gegen die Fahrtrichtung. Es schneit schon wieder, und sie haben sich anscheinend nur leicht touchiert. Die anderen fahren links und rechts an ihnen vorbei, während sie Telefonnummern austauschen...
Es schneit so stark das wir danach zu Hause noch Schneeschaufeln.
Dienstag:
Schon wieder Schneefahrbahn, zum x-ten mal in diesem Winter.
Wir müssen auch am morgen schaufeln.
Am Abend Landtagssitzung. Auf Orf.at ist dann folgendes zu lesen:
"Es war klar, dass Akt kann nicht behandelt werden kann. Wir haben einige Minuten später zur Wiederaufnahme eingeladen. Schade, dass SPÖ und ÖVP Arbeit niedergelegt haben und wichtige Beschlüsse nicht gefasst werden konnten.", sagte Dörfler.
Bei FM4 ist diese Woche die Migration das Hauptthema. Bei ORF.AT ist offensichtlich schon ein Redakteur/Redakteurin mit Migrationshintergrund am werken, sehr fortschrittlich, allerdings sind die Deutschkenntnisse noch verbesserungswürdig.
Die Kids hat B. zu Ines gegeben. Ich hole sie ab, bespreche mit Ines und Günter den Diskussionsabend und ein paar andere Themen, und werde dabei mit Bier und Würste verköstigt
B. ist bis um 1Uhr bei einer Landtagssitzung, kommt kurz vor 2 nach Hause und muss in der Früh um 6 wieder aus dem Bett und nach KLU düsen...
Mittwoch:
Ich treffe D. im Racers um noch letzte Punkte für die Skiurlaub zu besprechen. Manfred der Sportler ist auch da. Er berichtet dass er sich heute frei nehmen hat müssen um auf den Dobratsch zu gehen. Oben hat der Pulver bei der Abfahrt bis zur Brust gestaubt....
Neid, Neid...
Peter P. kommt ebenfalls, wir reden über die Sinnlosigkeit der letzten Landtagssitzung. Am nächsten Tag steht in der Kl. Zeitung wie viele Anträge in der letzten Legislaturperiode liegen geblieben sind, über den Inhalt der Sitzung (Banda Aceh, Seebühne etc.) wird überhaupt nichts berichtet.
Donnerstag:
Vorbereiten und Packen für Skiurlaub. Vergnüglicher Philoabend mit wieder einer Flasche französischem Rotwein.
Freitag:
großartiges Spiel am Kunstrasenplatz in Faak. Wir schaffen es einen 0:3 Rückstand in ein 7:5 umzudrehen. Sehr harter Kampf, sehr viel Einsatz und 2 Tage lang Muskelkater. Teilweise werde ich schon von meinen Kameraden gerügt weil ich sie zu sehr belehre. Sie lassen aber meiner Meinung nach den Gegnern einfach zu viel Spielraum...