Montag: am Morgen gibt es Probleme mit der Heizung. Ein "Störung" Lämpchen leuchtet. Das ist mir neu....
Ich schalte die Anlage ab, und am Abend funktioniert sie ganz normal.
Mit Alina Geographie lernen, wieder einmal "European Union". Während Alina zum Singen geht, turne und spiele ich mit den Kleinen im Raum. B. ist bei einer Frauensitzung in Villach.
Dienstag: am Morgen leuchtet wieder das Störungslämpchen. Es hat seit langen wieder Temperaturen unter Null, gerade jetzt sollte die Heizung nicht ausfallen.
Endlich wieder ein Abend im Heizraum:
Dass "Störung STB" ein Überhitzen des Schutzthermostats bedeutet finde ich über den Schaltplan heraus (Bild Schaltplan).
Meine erste Vermutung ist ein Defekt des Schutzthermostats, und das wir auf jeden Fall beim Fröling anrufen müssen.
Das allwissende Internetz bzw. der Google hat dann aber tatsächlich einen guten Link für mich. Der Unterschied zwischen dem STB778 und einem normalen Thermostat ist, dass das Sicherheitsthermostat nicht einfach wieder einschaltet wenn die Temperatur wieder gefallen ist. Man kann allerdings diese Sperre manuell mit einem Schraubenzieher umgehen, was ich auch mache.
Schwups, schon läuft die Anlage wieder, um allerdings trotzdem binnen kürzester Zeit wieder total heiß zu werden und abzuschalten.
Weil ich nach wie vor von einem Defekt an der STB ausgehe heize ich jetzt Holz hinein, um zumindest das Brauchwasser aufzuheizen.
Nun schaltet sich die Thermische Ablaufsicherung ein....
Und da kommt mir der Gedanke: was ist eigentlich mit der Rücklaufpumpe? Sie ist sehr heiß, läuft aber anscheinend nicht. Als ich sie aufschraube dampft und brodelt es heraus...
Das reicht allerdings schon, und sie beginnt zu laufen. Binnen kurzer Zeit sinkt die Kesseltemperatur.
Die lange Pause beim Heizen hat anscheinend zum bekannten Problem des Festklebens der Pumpe geführt. Man sollte mind. 1 x im Monat die Heizung in Betrieb nehmen....
Mittwoch:
Veranstaltung "red ma mitanand" im Kulturhaus. ca. 100 Leute, wobei zu 80% 55+ . Die wenigen "Jüngeren" sind entweder jetzt schon Gemeinderäte oder wollen welche werden.
Racers mit Peter. Er ist recht begeistert, es ist heute auch wirklich eine ausgewogene Stimmung aus Musik und Leuten, wir reden über die Wachau etc.
Donnerstag: im Raum mit den Kids, Chiara ist allerdings schon um halb8 so fertig (sie war gestern bis halb11 auf!), dass sie nur mehr heult. Alina nutzt das zusätzlich aus und quält sie.
Etwas Bügeln und ein paar Hausarbeiten. Ich versuche Alina zu zeigen wie man einen Schukostecker an ein Kabel montiert.
Als B. um halb10 vom Landtag kommt ist sie verwundert dass niemand zu Besuch ist.
Sie zeigt mir, dass am Tag an dem wir die Fackelwanderung der Kinderfreunde geplant haben der 50er eines Freundes ist. Danach dazu stoßen geht auch nicht weil am Abend Weihnachtsfeier der Partei ist. Das sind die Tage wo ich unser Engagement verfluche.
Die Feier wäre ganz nach meinem Geschmack: zuerst gemeinsames Laufen über fast 20Km, danach gemeinsames Abdrinken mit Übernachtungsmöglichkeit.
Freitag: Fußball.
Am Abend gehe ich zur Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft. Den ersten Teil, einen Vortrag zum Thema "was bringt das Alter" lasse ich aus, bzw. warte an der Theke bis er vorbei ist. Moderne Märchen werden dort erzählt. Ich versuche wieder einmal vergebens aufklärerisch zu wirken und versuche zu erklären dass die Organspendengeschichte nicht stimmen kann, weil das alles viel zu kompliziert sei, und nicht jede Niere für jeden geeignet ist.
Den Vogel schiesst aber dann Stefan ab, als er erzählt, dass Drogenhändler heutzutage tote Babys benutzen, die sie zuerst ausnehmen, und dann mit Heroin wieder füllen...
Die Rede der Obfrau ist eine einzige Danksagung an die HelferInnen, die Gemeinderäte, Stadträte und den Bürgermeister.
Mir wäre ein selbstbewussteres Auftreten lieber. Ein Ort unserer Größe würde über ziemliche Eigenmittel verfügen, wenn wir nach wie vor eine eigenständige Gemeinde wären.
Noch vor dem offiziellen Ende fahre ich zu einer anderen Veranstaltung.
Dort läuft gerade ein Film in dem gezeigt wird wie J.H. in einem Dorf in Kenia gewirkt haben soll. Er wird vom lokalen BGM gelobt, und zwei Rapper stimmen ein Lied auf ihn an.
Hinter mir steht ein führender BZÖ Vertreter. Ich drehe mich um und murmle ihm zu: "unglaublich, was dieser Mensch alles bewirkt hat". Er nickt leise lächelnd.
Dann kommen ihm aber irgendwann doch Zweifel ob der Film echt ist.
Ich meine zu ihm: "natürlich ist das echt, man erinnert sich ja daran dass er zeitweise weg war (bin schon weg...), jetzt wissen wir wenigstens wo er war!"
Dann bringt der Film ein afrikanisches Haus, in dem die Zimmer nicht gerade europäischen Standards entsprechen. Der Sprecher: "und hier sollten tschetschenische Flüchtlinge untergebracht werden, leider wurde diese auf der Pack von der Innenministerin abgefangen..."
Ich sage zum BZÖ Typ: "gute Idee, und die Afrikaner könnten wir nach Tschetschenien schicken...". Er nickt grinsend.
Jetzt reicht es mir aber doch, und ich meine zu ihm: das glauben sie aber jetzt nicht wirklich, oder?
Am Rückweg zum Auto liegt ein armdicker Ast auf dem Gehsteig. Der Sturm im Norden hat also doch auch auf den Süden durchgegriffen.
Ich treffe mich danach mit D. noch im Racers, ein paar Freundinnen sind ebenfalls wieder da und machen sich über mich lustig...
Sonntag: B. geht mit Alina in die Kirche um sie zur Firmung anzumelden. Der Pfarrer hat nichts besseres zu tun als sich zuerst zu beklagen, dass er die Jugendlichen nie in der Kirche sieht. Sie sind ja "unsichtbar". Alina wird sein Gejammer irgendwann zu viel und sie meint: "ich lese die Lesung". Seine Replik: "na ja, zumindest etwas..."
B. erzählt die Geschichte bis zum Abend mind. 5 mal.
Sie hat noch eine Stelze in der Gefriertruhe gefunden. Diese muss nach einer Stunde kochen "geschröpft" werden, sprich die Haut eingeschnitten werden, bevor sie ins Rohr kommt.
Nach einem Lauf schmeckt so etwas hervorragend, D. kommt auch vorbei und ist begeistert, sie hatte schon Jahrzehnte so etwas nicht gegessen.
Am Nachmittag gehen die Damen walken, A. kommt vorbei um eine Runde TT zu spielen. Der Platz vor dem Haus ist jetzt ideal, es ist in der Sonne halbwegs angenehm warm.
Montag: Wir kommen zum Lichterfest am Silbersee nur 5min zu spät und versäumen schon den großen Zug. Am See herrscht dann allerdings sehr schöne Stimmung, es gibt ziemlich direkte Kritik an der Kath. Kirche in M.G., danach hört man aber die üblichen netten Lieder und zum Schluss wird ein Minifeuerwerk abgebrannt. Elena ist sehr lästig, weil sie keinen Zuz hat.
Die "Ranch" am See ist dann ein gutes Beispiel dafür, dass man mit entsprechender Beleuchtung auch dafür sorgen kann, dass ein (an sich) warmer Holzbau ungemütlich wirkt:
es braucht nur eine entsprechend große Anzahl von Leuchtstoff- und Energiesparlampen.
Zu Hause gibt es von mir neue entwickelte Hot Dogs für die Kids...
B. geht zur "Auschussitzung" bei der die Reihung der Vorschläge für die Gemeinderatswahl gemacht wird. Dies wird heuer mit einem Punktesystem sogar ziemlich demokratisch durchgeführt.
Wie dann die endgültige Liste bzw. Reihung zustande kommt, ist natürlich eine andere Sache.
Ein "Ausschussmitglied" ist nicht mehr dabei. Es hatte sich nach dem Ableben des J.H. entsprechend „geoutet“....
Dienstag: Obwohl mich die Kinder mit ihrem Husten angesteckt haben bin ich ganz gut drauf und laufe die 5 Km mit 4:48. Paula Radcliffe gratuliert mir nach dem Lauf wieder einmal zur schnellsten Meile.
B. geht zum Faschingswecken ins Kulturhaus, ich hole sie später von dort ab und wir fahren nach Spittal zu Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits.
Auf der Hinfahrt streiten wir weil ich manche Aussagen einfach nicht so stehen lassen kann/will wie sie hingestellt werden. Sie ist unglaublich stur, und es ist nicht einfach bei 130 konzentriert zu streiten....
Der Vortrag ist sehr gut besucht, im Gebäude sind sicher an die tausend Menschen. Es ist eine Mischung aus Kurzfilmen und Fotos, sehr professionell gemacht und von beiden life kommentiert. Ich erwische mich dabei dass ich teilweise aus dem Kopfschütteln nicht heraus komme. Vielen Menschen im Saal geht es ähnlich.
Wenn man schon einmal erlebt hat, wie sich ein starker Wind auf 3000Metern Seehöhe anfühlt, muss man es gar nicht auf 7 oder gar 8000Metern erleben....
Und die beiden klettern dabei steil hinauf und haben bis zu 20Kg schwere Rucksäcke, übernachten in Minizelten, weil sie alles im Alpinstil machen. Unglaublich...
Wir sind tief beeindruckt, B. möchte unbedingt ein Foto mit Gerlinde Kaltenbrunner, leider habe ich ausnahmsweise meine Kamera vergessen.
Sie kauft dann aber einen Kalender und plaudert ein paar Worte mit ihr. Gerlinde hat einen beeindruckenden Händedruck...
Sehr beindruckend war auch der Oberösterreichische Dialekt, den sie im Vortrag beinhart durchgezogen hat. Zuerst ist man etwas perplex, weil es so etwas heutzutage kaum mehr gibt,
man gewöhnt sich dann aber sehr rasch daran.
Derzeit läuft auch eine Werbung für Orange bei der sie sagt:
I bin aolle Güpfi di nu auf mi woartn. I bin aolle die vor mir obn woan, und alle di noch mir kuma wean...
Mittwoch: Ich habe mit A. Tischtennis ausgemacht. Sie trifft gemeinsam mit B. ein, die sofort angebissen reagiert. Sie kommt von einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause, und ich gehe Tischtennis spielen anstatt ihr ein Essen zu kochen....
Wir spielen eine knappe Stunde. B. hat dann tatsächlich etwas zu Essen gemacht und reagiert noch ungehaltener, als ich mich einfach zum Essen setze.
Da sie ohnehin schon spinnt treffe ich später noch D. im Racers. Der Manfred den ich ursprünglich zum Fest einladen wollte ist ebenfalls da, er freut sich als er hört dass er zu einem Fest eingeladen gewesen wäre...
Donnerstag: Orangenmännchen basteln bei den Kinderfreunden. Ich helfe allerdings nur mehr die Reste zu verräumen. Erstmals treffe ich dort die Linda.
Anschließend koche ich ein paar Nudeln für uns, Emma kommt auch mit.
Alina möchte mit mir Geschichte lernen, Thema ist Österreich nach dem Wiener Kongress, das Biedermeier und die Staatsgründung in Italien . Es tut gut, alles einmal zu wiederholen und noch dazu auf Englisch.
Die Kinder spielen seit ein paar Tagen mit Wassergefüllten Luftballons, auf die sie Gesichter gemalt haben und die sie als ihre Babys bezeichnen. Alinas Baby heißt "Hermanito" und platzt plötzlich über dem Tisch als sie überlegt mit wem Sardinen in Solverino gegen die Österreicher gekämpft hat. Die Küche schwimmt, Alina ist allerdings nicht traurig sondern haut sich voll ab.
Nur Elena meint: "der Hermanito ist tot.."
Freitag: Ganslessen mit den Kids zum Pranger, B. ist zuerst in St. Veit, dann bei der Ärztenacht in Velden. So lange es essen gibt, gibt es kein Problem mit den Kleinen, danach werden sie schnell lästig. Vor allem auch Alina.
Schlussendlich muss ich mitten im gemütlichen Teil fahren kurz vor halb 8 fahren.
Zu Hause rufe ich D. an, die meint sie hätte schon auf meinen Anruf gewartet. Sie bringt Lydia vorbei, und gemeinsamfahren wir ins Racers. Direkt neben Gabi M. und ihrer Freundin gibt es noch einen Platz...
Ein schöner Abend, bis auf die Aussage von Gabi woran sie gedacht hat als sie mich zum ersten mal gesehen hat.
Samstag:
Einkaufen, Blumen entsorgen, Holz abdecken, viel zu viel Ritschart essen.
Schlafen, Lampe im Stadl montieren, Laufen.
Beim Ärmelschonerkränzchen lernen wir bei Stehtisch interessante junge Leute kennen, wir werden sehen ob es uns gelingt einmal gemeinsam eine Berg oder Skitour zu unternehmen.
Den Zechmeister treffen wir erstmals ohne Anzug treffen, er redet jetzt schon fast normal mit mir. Zum Schluss zipft er mich allerdings dann gewaltig an als er meint der Kreisky war ja ein Jude, und so viele Juden sind umgebracht worden, nur auf ihn hat man vergessen....
Ich weiß nicht ob er mich nur provozieren möchte, oder ob er es ernst meint.
Als Ausgleich zum Zechmeister führe ich aber ein sehr angenehmes Gespräch mit der Frau des BH. Der BZÖ Nationalrat steht auf und geht als B. ihn fragt was er den vom Petzi hält.
Bei den Preisen schaut es nicht so gut aus wie im Vorjahr, ein Essen beim Putik verschenkt B. an einen Kollegen von Ella den wir noch vom Vorjahr kennen. Andere gehen allerdings schwer beladen nach Hause...
Sonntag: wir überlegen lang hin und her was wir mit dem schönen Tag machen sollen. Von "nach Grado fahren" über "in die Seisera gehen" bis zum "auf den Pyramidenkogel gehen" ist alles dabei.
Schließlich bringt B. ihr Buch vom Jakobsweg, und da ist ein Stück oberhalb von Ferndorf beschrieben, wo Alinas Freundin wohnt.
Den ersten Teil des Weges kenne ich bereits, Richtung Spittal dann nicht mehr.
Beim ersten Bauernhof treffen wir dort auf einen Border Collie der einen Stock zum Spielen mit bringt.
Der Hund ist so schnell, dass der Stock kaum den Boden berührt wenn man ihn wirft, schon hat er ihn wieder.
Als wir so dahinspielen kommt ein Läufer mit noch einem Hund des Weges. Er bleibt stehen und meint: B. ?
Auch sie erkennt ihn, und schon meint er wir sollen danach auf einen Kaffee vorbei kommen,
er wohnt gleich da oben. Er hat auch kein Problem damit als ich uns einfach zum Mittagessen einlade, es wurde gestern erst eine Pute geschlachtet...
Wir gehen noch ein Stück, treffen auf ein Paar mit dem wir ebenfalls zum Plaudern kommen. Es gehen anscheinend doch einige Pilger diesen Weg erzählt uns die Frau.
Der Hund der das Paar begleitet hat geht den weiteren Weg mit uns.
Schön langsam kommen wir uns wieder einmal wie in einem Film vor.
Wir drehen kurz vor einem sehr schön gelegenen Weiler um.
Zum Essen kommen wir dann zwar reichlich spät, aber es zahlt sich aus. Für mich gibt es sogar noch Hirschbraten.
Noch besser gefällt mir dann allerdings als wir zu polisieren beginnen, und der Gastgeber und ich ziemlich oft der gleichen Meinung sind...
Um den Tag entsprechend ausklingen zu lassen, fahren wir noch einmal zum Warmbad.
gelungenste Werbung in dieser Woche: (nicht immer ist Sponsoring wirklich optimal...)
...und die USA haben einen neuen „president elect“
Montag: die Wetterkapriolen sind wieder Gesprächsthema, Weyer zum zweiten mal in diesem Jahr der "Hitzepol".
Und ich war immer so froh in Kärnten zu sein, wo es immer viel wärmer ist....
Wir heizen immer noch nicht, es ist sogar zu warm um den Kachelofen einzuheizen.
"Tragisches Ereignis" zu dem nicht gepostet werden kann auf ORF.AT
Ich beginne mit Aufräumarbeiten im Bad, Ziel ist bis zum Wochenende den Wickeltisch abbauen zu können.
B. zaubert Topfenknödel mit Erdbeersauce.
Elenas Haare werden sehr kunstvoll zum letzten mal im Waschbecken gewaschen.
In der Nacht auf Dienstag kommt die nächste Schlechtwetterfront, auch dieses mal wieder mit Donner und Blitz. Es ist einfach viel zu warm für die Jahreszeit. Einkaufen mit Chiara, B. geht zur Kulturpreisverleihung an Martin Traxl vom ORF.
Dieser erzählt in seiner Dankesrede sehr süffisant, dass er sein Studium erfolgreich abgebrochen hat, aber in seiner Heimatstadt zuerst zum Magister, und bei der Einladung zur Kulturpreisverleihung sogar zum Doktor gemacht wurde.
Er meint, dass er sogar versucht hätte das zu korrigieren, worauf eine Dame am Telefon gemeint hat: "können sie beweisen, dass sie kein Magister sind?"
Mir fällt meine eigene Geschichte wieder ein, auch ich bin von der Kulturabteilung jahrelang als Dipl. Ing. geführt worden, und es hat mehr als ein Mail gebraucht um das zu korrigieren.
Elena wird immer mobiler, es wird Zeit dass der Gips weg kommt, sie verletzt sich sonst noch. Sie hat eine ganz andere Persönlichkeit als Chiara, ich habe bei ihr oft das Gefühl, dass sie mich jetzt schon nicht mehr wirklich braucht.
Ein Mitarbeiter vom Spengler kommt vorbei, er stimmt mit mir überein, dass Wasser unter die Abdeckung eindringen muss. Am Wochenende soll ich den halben Bretterboden weg schrauben.
Mittwoch:
Das Wahlergebenis in den USA steht fest.
Mail von MUR:
finally amerika wakes up and becomes a member of the world community. I am overwhelmed by the excitement Obama is bringing.
When I voted on Tuesday there was much enthusiasm for Obama. I am living in an overwhelming black community so you can only imagine how the people are feeling.
Of course now Obama must set the proper expectation or his presidency will become a tragedy.
Ich laufe eine schnelle Runde am Abend, danach besuchen wir H. im Sanatorium.
Sie freut sich sehr das alle mitkommen und schaut gut aus. Nur die Kinder sind ein wenig verstört, weil sie sie erstmals mit Brille sehen.
Anschließend fahre ich in die Stadt zu einem Vortrag von Prof. Knoflacher. Er ist wirklich ein Radikaler (zumindest in seinem Vortrag), seine Argumente sind allerdings recht einleuchtend.
z.B:
*Man kann den öffentlichen Verkehr noch so gesund beten, solange der Autoverkehr nicht massiv eingeschränkt wird, hat der öffentliche (im ländlichen Bereich) keine Chance.
*Autobahn und Tunnelbau sind Aufträge für die Bauindustrie. Dort schafft man keine Arbeitsplätze, weil dort vor allem mit großen Maschinen gearbeitet wird, und die Arbeitskräfte irgendwo aus dem Ausland kommen.
* wenn man Straßen in kleinen Orten zurückbaut, zuasphaltierte Dorfplätze pflastert stützt man Arbeitsplätze bei den lokalen Baufirmen.
Knoflacher Interview in der "ZEIT" http://www.zeit.de/2007/38/Interv_-Knoflacher
Danach gehe ich mit D. noch auf ein Bier ins Racers. Sie hat die bereits dritte Abendrunde bei Manfred sehr genossen, ich war zu Hause geblieben.
"Da Bäa" ist wieder nach Salzburg gezogen. Man wird sehen ob es so bleibt.
Ich bringe sie nach 2,5 Bieren nach Hause, bei der Kreuzung des Baumarktes versucht mich jemand abzuschießen, er steuert als Linksabbieger voll in mich hinein.
Ich kann gerade noch das Auto nach recht verreißen, und vor der Fußgeherampel wieder nach links.
Die sicher knappste Unfallsituation seit langem, ein schönes Beispiel dafür, dass man relativ schnell zum Handkuss kommen kann. Ich hätte wahrscheinlich auch knapp 0,5 Promille gehabt, und dann wird es schwierig. Auch wenn der andere offensichtlich schon ziemlich weggetreten war.
Zu Hause sind noch alle wach. Fest der Pferde mit spannendem Stechen. Es gewinnt (wie bereits in meiner Jugendzeit...) ein gewisser Hugo Simon...
Donnerstag:
Elena hat den Gips herunter bekommen. Sie traut sich noch nicht auftreten, und wenn man sie zu sehr unter Druck setzt, weint sie und jammert sie möchte ihren Gips zurück haben....
Ich baue nach über 6 Jahren den Wickeltisch ab, die beiden Kleinen vergnügen sich in der Badewanne.
Peter hat endlich wieder einmal Zeit für einen Kurzbesuch. Es tut gut, mit jemand zu bestimmten Ereignissen eine Meinung zu haben.
B. kommt zum Schluss auch dazu, und gemeinsam überlegen wir mögliche „give aways“ für die LT-Wahl. Peter ist für kleine "Haidranten".
Freitag:
Besuch bei Lisa am Nachmittag, Beeindruckendes Gestüt mit tollen Reitmöglichkeiten.
Endlich wieder Fußball, ausgeglichenes Spiel bei dem die anderen Schlussendlich besser waren. Reini steht hinten einfach zu gut.
Nach Pranger fahre ich noch zu Ella, die anlässlich ihres bevorstehenden Geburtstages zu Chilli con carne eingeladen hat.
Sehr lockere Stimmung, gut durchmischte Besucher, die sich untereinander auch nicht kennen. B. fährt mit den Kleinen früher, ich bleibe mit Alina bis halb 11.
Samstag:
am Vormittag schraube ich auf der Südseite die Bodenbretter von der Terrasse damit die Spengler zumindest dort einmal die Nähte kontrollieren können.
Wespen(im November!) stören mich dabei...
B. ist danach bei einem Empfang im Spiegelsaal, wir gehen einkaufen zum Merkur.
Am Abend fahren Alina und ich mit den C. zur "langen Nacht der Forschung" nach KLU.
Unglaublich viele Menschen, sehr viele Bekannte. Die ausgestellte "Forschung" beeindruckt mich allerdings nicht so wirklich. Es sind zu viele Menschen bzw. müsste man sehr gezielt nur zu einzelnen Veranstaltungen gehen. Uns gefallen die Bienenvölker am besten bzw. das Basteln eines Luftballonhundes und das selbständige Bier zapfen....
Als Abschluss besuchen wir noch den Mc Donalds. Ich bin hingerissen vom gemütlichen Bahnhofsflair und der Sauberkeit (der Boden klebt vom verschütteten Coke) im Lokal...
Sonntag:
gemütlicher Vormittag mit einer Stunde laufen, Lauchauflauf mit eigenem Lauch, dann Schlafen.
Da ich am Vormittag zu Elena gemeint habe dass wir eventuell ins Warmbad fahren, ist klar was wir am Abend machen....
Montag: Peter K. kommt vorbei um mit uns die Umbaupläne bzgl. des großen Raumes zu besprechen.
Schon in der Diskussion zeigt sich, dass eine Variante von Einbauschränken in den jetzigen Abstellraum am klügsten sein wird. Die Beleuchtung des Raumes wird ebenfalls ein brisantes Thema werden.
Dienstag:
Ich hole mein im Atrio bestelltes Buch ab, warte dann eine halbe Stunde bis Alina mit der Probe für ihr Musical fertig ist. Sie schimpft auf den Musiklehrer, der heute noch nicht sagen kann, wann morgen die Probe ist, und auf die AK Bibliothek, weil das Buch dass sie jetzt lesen möchte bereits verliehen ist....
Die Kleinen sind kurz allein zu Haus, weil B. schon wieder zum Beten muss. (der Vater des BFKs ist verstorben)
Wir bereiten den Raum (heute schon) für Chiaras Geburtstagsfest am Freitag vor, dazwischen wird es sich nämlich kaum mehr ausgehen.
Elena kann schon alleine mit ihrem Gips vom Wohnzimmer in die Küche gehen.
Mittwoch:
Ich mache mit Alina als Treffpunkt die Ausstellungseröffnung "My Generation 1968-2008" beim Interspar aus.
Sie kommt erst kurz nach halb8 daher, ich begann mir schon Sorgen zu machen, und Chiara meinte: "warum kaufst du ihr nicht einfach ein Handy?".
B. hat Sonderlandtag, und wie sich später herausstellt hat ihr Alina eine SMS geschickt, wann die Probe aus sein wird, sie hat aber erst um 11 wieder auf ihr Handy geschaut.
Da nützt dann ein Handy gar nichts....
Es regnet sehr stark, und am nächsten Morgen ist der 5jährige Hochwasserstand bei der Gail erreicht.
Bei unserem Problem bei der Terrasse stelle ich fest dass Wasser entlang der Dachrinne fließt.
Donnerstag: Wien.
Ich fahre mit einer Kollegin am Nachmittag nach Wien.
Die Veranstaltung wird ein Erfolg, sehr viele IT Angestellte finden sich im Austria Center ein.
Danach gehen wir noch auf ein Bierchen mit den Kolleginnen von Susi aus O.Ö.
Der originellst von ihnen stammt aus einem kleinem Ort an der Donau im Mühlviertel.
Ich übernachte bei Susi, der über 100 Jahre alte Aufzug meint das wir mehr als 350Kg haben. Ich bin aber dann zu Fuß fast genau so schnell im 4. Stock wie sie mit dem Lift. Wir trinken noch ein kleines Bier und lassen den Tag ausklingen.
Freitag: Um halb 6 geht Susis Wecker, den ich durch die Glastüre ins Wohnzimmer durchhöre. Um halb 7 verlassen wir das Haus, und ich starte einen tollen Morgenspaziergang die Neustiftgasse entlang Richtung Zentrum.
Meine Kollegin treffe ich dann zufällig neben dem Stefansdom. Im Aida treffen wir eine Ex-Kollegin auf einen Kaffee.
Die Heimfahrt verläuft problemlos, der Verkehr ist allerdings schon um diese frühe Zeit sehr dicht. Da die Südautobahn wegen eines Unfalles kurz nach dem Wechsel gesperrt ist, fahren wir auch retour wieder über die Semmeringstrecke.
Am Nachmittag feiert Chiara ihren Geburtstag. Sie hat dummerweise neben einigen Mädchen auch 4 Burschen eingeladen. Die toben sich erst einmal im großen Raum so richtig aus. B. holt mich um für Ruhe zu sorgen...
Chiara wird es dann zwischendurch schon zu viel Trubel, sie puzzled in der Küche.
Den Jungs gelingt es eines der Stillkissen zu zerstören, gemeinsam werden die Styroporkügelchen eingesammelt.
Fußball kann ich natürlich vergessen, es schüttet allerdings ohnehin in Strömen. Am Abend sitzen wir noch mit Ella und dem Vater zusammen.
Samstag: Allerheiligen, es regnet am Vormittag, ich gehe mit den Kleinen nicht hinauf.
Zu Mittag Pizzeria gehen wir das erste mal seit dem Juni wieder in die Pizzeria. Tolles Essen und Feiertagsstimmung.
Beim anschließenden Spaziergang sehen wir einen Krautschmetterling, zu Hause beim Kaffe noch einen großen Fuchs am Balkon.
A. und H. kommen zum Kaffee. A. schlägt mich beinahe beim TT.
Gemütlicher Abend ohne(!) Fernsehen.
Sonntag: Radrunde um den See.
Ich stelle endgültig fest, dass das Wasser bei der Terrasse von unten heraus kommt, und nicht von oben. Es gibt neben der Stelle bei der Dachrinne noch eine weitere in der Mitte, bei der das Wasser herausgedrückt wird.
Franzi kommt zum Essen. Der Kleine möchte auf einem Stuhl für Erwachsene sitzen, und nicht auf einem Kinderstuhl. Statt sich mit dem Kind zu konfrontieren wechselt der Grovater(!) auf den Kinderstuhl. Ich bin etwas perplex, das ist nicht gerade das was ich unter "Kindererziehung" verstehe.
Wir spazieren den "Sonntagsspazierweg" nach Turdanitsch. Es ist sehr warm, und neben den Kühen sind sogar noch Schmetterlinge zu sehen.
M: Elena weint bitterlich als ich sie von Birgit abhole. Sie will nicht nach Hause....
Zu Hause warten die beiden anderen schon auf die Simpsons und sind nicht unfroh als ich noch eine Runde Laufen gehe.
Chiara kann sich allerdings auch später nicht vom Fernseher los reißen. Als ich bei Scrubs abschalte, dreht sie durch und ist kaum zu bändigen.
B. kommt auch schon um halb8 nach Hause, wir verbringen endlich wieder einmal einen recht ruhigen Abend. (wobei ein "ruhiger" Abend bei uns für andere wahrscheinlich der totale Stress wäre. Kleinkind auf Klo hieven, mittleres Kind duschen, gewünschten Bademantel bringen, von großem Kind die Rechenaufgabe vorrechnen lassen, Satz von Pythagoras abfragen etc.
B. sieht sich noch das Interview von Petzi auf Krone.tv an. Da ist wohl dem letzten BZÖler klar geworden, dass dieser als "Parteiobmann" vielleicht nicht gerade die optimale Wahl ist.
Dienstag: wir fahren noch eine Runde mit dem Rad. Elena macht sich Sorgen wie das mit dem Gipsbein gehen soll, es funktioniert aber problemlos. Wir treffen zum Glück Birgit (beim Walken), Elena muss ihr nämlich dringend ihre neue Jacke zeigen. Chiara fällt allerdings mit dem Rad um und ist danach kaum mehr zu bewegen überhaupt wieder aufzusteigen
Alina macht in der Zwischenzeit zu Hause Äpfelmuffins. Diese sind ihr gestern so gut gelungen, dass ich ihr Geld versprochen habe, wenn sie noch welche macht. (1€/Stück)
Add "Walken": Das Walken hat sich in diesem Sommer zum Breitensport der Frauen entwickelt. Beim Laufen treffe ich dauernd auf walkende Frauen.
Mittwoch: schnellste 5km Runde bisher mit 4:47 Schnitt. Wobei ich zwischendurch schon überlege abzubrechen.
Memory mit Chiara und Elena. Chiara ist kaum zu schlagen, Elena merkt sich zwar auch schon viel, verliert aber nach kurzer Zeit das Interesse.
Auf ein Bier ins Racers mit D.
Donnerstag: Kontrolle mit Elena im LKH. Sie spricht kein Wort mit den Angestellten. Der Gipser der ihr einen Gummischuh montiert glaubt wirklich dass sie noch nicht sprechen kann. Kaum hat sie allerdings im "Geschäft" ein Barbiepferd bekommen, geht es los. "die Zuckalan sind für die Kinder und..." quassel quassel.
Am Abend treffe ich U. beim Articielo. Wir besprechen die aktuelle politische Lage, auch er ist/war erstaunt über die vielen "outings" nach dem Ableben des J.H.
Beim Club2 letzte Nacht hat sogar die eigentlich von mir sehr geschätzte Journalistin G. sich als zwar kritische, aber doch Verehrerin geoutet.
Ich habe ihr vor kurzem auf einen Artikel mehr oder weniger mit "und?" geantwortet, als sie geschrieben hat das Kärnten jetzt wieder ein ganz normales Bundesland werden wird. (irgendwie kommt es für mich schon noch ein wenig darauf an mit was bzw. wie man auffällt. Wir haben uns aber in den letzten Jahren anscheinend so daran gewohnt dass es nur mehr darauf ankommt, dass man auffällt, und nicht wie)
Wir besuchen das Stück "Partizan". Der Autor und Regisseur ist ein Bekannter von U.
Er war der einzige der sich offen (nicht einmal kritisch!) zum Ableben des J.H. geäußert hat: "eine menschliche Tragödie, ein politischer Befreiungsschlag"
Das Stück ist eine Melange vieler Geschichten des zweiten Weltkrieges und der Zeit danach (bis heute...)
Es kommt die Arichwand vor, der Persmanhof und die Aussiedlung der Slowenen.
Dramaturgisch meiner Meinung nach interessant gelöst und von den SchauspielerInnen gut umgesetzt.
Für jemand der bisher noch nichts über das Thema wusste ein guter Einstieg. Allerdings ist zu vermuten, dass die meisten die sich das Stück ansehen ohnehin schon etwas über das Thema wissen, und alle denen dieses Wissen nicht schaden würde, ohnehin nicht ins Theater gehen, sondern lieber zu Faschingssitzungen...
Freitag: Am Nachmittag richte ich den Misthaufen so her wie ich ihn mir vorstelle, und machle ein wenig herum.
Um halb 6 ist Gemeinschaftsübung der Tschinowitscher in den Auen beim Toolpark. Der Koordinator in der Hauptwache bleibt am Funkgerät bei der konsequenten Aussprache mit "o" statt "uu"
Wir rücken mit über 10Mann/Frau an und haben dann nur eine kurze B-Leitung vom Hydranten zum Tank zu legen.
Originelles Essen, halbe Hühner von der Grillstation, kleine Heineken vom Gigasport. Endlich komme ich wieder einmal mit einem Kameraden zum reden mit dem ich die letzten Monate immer nur kurz gemailt habe.
Um 8 meint ein Kamerad auf meine Frage warum sie schon fahren: "es gibt Leute die morgen früh heraus müssen...."
Ich kann das bereits geöffnete Bier nur austrinken, weil ich von den St. Niklasern nach Hause mitgenommen werde.
Um 8 nach der FF Übung nach Hause gehen erscheint mir peinlich, ich schaue noch auf einen Sprung ins Racers und treffe dort Gabi mit einer Runde Kolleginnen bei einer Art Geburtstagsfeier.
Es stellt sich heraus dass die 6 Frauen sehr gesellig sind, und es viel zu besprechen gibt...
Als ich kurz nach 12 zu Hause ankomme höre ich Grillen zirpen! (ich mache natürlich einen kurzen Beweisfilm um nicht verdächtigt zu werden unter Alkoholeinfluss erfunden zu haben...)
Samstag:
ich bin schon relativ früh wieder draußen, stecke bei meinem Auto die Winterreifen. Beim Touran bemerke ich einen ziemlichen Schaden an einem Reifen, der zuerst von einem Fachmann einmal angesehen werden sollte. B. hat schon wieder ein tolles Stück Fleisch in der Kühltruhe gefunden, nach dem Essen bin ich nicht unfroh über eine kurze Pause auf unserem "Nopfatsabett"
Mit den Kids ins Atrio, Elena braucht dringend eine Krone und einen Zauberstab. (die Astner Elli hat so etwas nämlich schon seit mehreren Tagen...)
Es ist gar nicht so einfach mit dem Kinderwagen und dem Kind mit Gipsfuß. Die Menschen irren anscheinend relativ Kopflos herum wenn sie im Kaufrausch sind. Der Nachmittag bietet einen kleinen Vorgeschmack auf die kommenden Samstage vor den Weihnachten.
Beim Kastner kaufe ich mir eine Jean. Fast schon Luxus denke ich mir, wenn man 3 Jeans zur Verfügung hat...(am Vortag war ich mit der Jean die schon ein Loch hat im Racers und es gab auch kein Problem mit dem Türsteher...)
In der Stadt ist es danach angenehm ruhig(...), wir gehen zur Wiedereröffnung des Denkmals der Namen.
Viele Bekannte sind da, (B. mit Vater) Elena ist aber äußerst lästig (müde) und Chiara hat wie üblich zu wenig an... Wir brechen zwischen drinnen ab und fahren nach Hause.
Am Abend schauen sich B. und ihr Vater "Partizan" an. Ich verbringe den Abend mit den Kids im großen Raum, Elena tollt mit ihrem Gipsfuß schon fast herum.
Alina hat die großartige Idee sämtliche Kuscheltiere des Hauses zusammen zu tragen...
Ich vermesse den gr. Raum für den Termin mit Peter K.
Sonntag: Ich laufe eine Runde, B. möchte Richtung Rosegg walken, dort soll bei einer Veranstaltung ihr Freund Peter K. sein. Als wir endlich in Rosegg sind, ist es allerdings eine Stunde später als geplant und Peter längst weiter gezogen.
Wir möchten zum Essen in den Forellenhof - geschlossen..
Wir fahren weiter zum Lorenz, der soll recht gut sein. Er ist sicher gut, hat allerdings keinen Tisch frei.
Wir fahren zum Warum (dem haben wir schon lange versprochen das wir einmal vorbeikommen) - geschlossen.
das Gasthaus Rausch soll auch ganz gut sein - geschlossen...
Beim Tschebull haben wir dann Glück und genießen ein wirklich gutes Essen.
Der Preis ist dann allerdings auch nicht ganz unbescheiden.
Dafür bekommen wir eine sehr persönliche Widmung des Chefs ins Kochbuch dass B. sich wünscht...
B. kreiert beim Essen das wunderschöne Wort "Besatzungsrückstand". (ein bekannter Villacher ist angeblich einer)
Montag: Ich ertappe mich bei der ZIB, dass es mir noch immer unwirklich erscheint als die Sprecherin meint: "nach dem Tod Jörg Haiders..."
Ich bin gespannt wie lange es dauern wird bis die Leute drauf kommen dass sie einem Superstar nachgelaufen sind, und dass dahinter nicht viel ist.
Der St. Veiter BGM hat einmal bei einem Parteitag zu den Deligierten gemeint: "ich brauche ja eigentlich nur das zu sagen, was ihr hören wollt..." und war danach
natürlich erledigt. ER hat immer das gesagt was die Menschen hören wollten (und oft anders gehandelt), trotzdem haben sie ihn geliebt.
Seine Partei war in der Regierung als verhindert wurde das Schnellfahren "Punkte" bringen kann. Seine Leute sind für eine Teststrecke mit Tempo 160 eingetreten.
Irgendwie Ironie der Geschichte wenn so einer wegen zu hoher Geschwindigkeit zu Tode kommt.
Ebenfalls auffällig, wie oft er auch gegen "den kleinen Mann" gehandelt hat. Bei den Pensionskürzungen, oder bei der Reduzierung der Körperschaftssteuer für Konzerne, er hatte den ersten durchwegs neoliberalen Finanzminister Österreichs in die Regierung gebracht.
Montag: ich bleibe bei Elena zu Hause. Sie will nicht zu Birgit. Sie ist nicht einmal dazu zu bewegen zu Birgit zu gehen als der Nachbar beerdigt wird. Sie ist einfach sehr beleidigt durch ihren Gips.
Am Vormittag stehen plötzlich Fritze und Manfred da und beginnen das Gerüst von Fritze aufzubauen. Ich kann noch verhindern dass sie auf meinen schönsten Lärchenbrettern herumsteigen, kann allerdings nicht verhindern dass sie zu viele Latten herunter schrauben.
B. liebt mich nicht dafür dass ich ihr die beiden ins Haus gebracht habe... (um es öffentlichkeitstauglich zu sagen) Jetzt gilt es darauf zu warten dass es einmal anständig regnet, damit man sieht wo das Problem besteht.
Am Abend spazieren wir noch eine Runde, der alter Kinderwagen kommt wieder zu ehren. (den Kinderwagen den B. bei Elenas Geburt gekauft hat, werde ich übrigens am Freitag gleich mit entsorgt)
B. ist über Nacht auf Klausur in Tröppolach
Dienstag: ich fahre zuerst bei Waltraud vorbei. Sie erzählt mir die ersten Mythen die nach dem Tod J.Hs. entstanden sind. Ich sitze noch ein Weilchen mit ihr zusammen, ihre Wohnung ist wirklich sehr schön geworden.
Am Abend kommt ein Tischler vorbei um Vorschläge für den Küchenkasten und fürs Büro zu machen.
Elena ist schon wieder putzmunter und sehr mobil. Sie sitzt immer gefährlich nahe bei der Bettkante oder will dauernd zwischen Wohnzimmer und Küche hin und her getragen werden.
Mittwoch: Elena möchte am Morgen so wie Chiara wieder hinauf ins Bett um mit Julia zu spielen... schlepp schlepp.
Am Nachmittag kommt die Nachricht das JH bei seinem Unfall 1,8 Promille gehabt hat. Die "Experten" sind sich einig, so viel schafft man nicht so einfach in 2 Stunden, da muss etwas faul sein.(....)
Am Abend ist nach wie vor wunderschönes Wetter, wir haben im Haus ohne Heizung immer noch knapp 24 Grad und das Mitte Oktober...
Ich fahre eine schnelle Dobrova Runde mit dem Rad.
Mit D. treffe ich mich um 8 im Racers, Giacomo ist ebenfalls wieder mit dabei. Wir besprechen noch einmal das Fest, stellen schon Überlegungen bzgl. zukünftiger Gestaltung an.
D. ist ganz begeistert von der Alm auf der sie letztes Wochenende war, ich merke dass ich auch dringend wieder einmal wo hinauf muss...
Die Zeitungen gehen derzeit über vor Traueranzeigen.
Donnerstag: ich fahre nach der Firma noch nach KLU um mir die Lady Di Verehrung anzusehen. Vor der Landersregierung stehen unzählige Kerzen und liegen viele Abschiedsbriefe.
Es fällt natürlich auf, dass hier nicht gerade der Intellekt zu Hause ist, und ich denke das war sein größtes Problem, dass es ihm nie wirklich gelungen ist die Leute mit ein bisschen mehr im Hirn auf seine Seite zu bringen. Das wird ihn natürlich auch auf ewige Zeiten im rechten Schmuddeleck verbleiben lassen.
Vor dem Landhaus sind unzählige Kränze aufgestellt und viele Menschen warten darauf sich verabschieden zu können.
Ich möchte gerne mit meinem Freund U. auf ein kleines Bier gehen um darüber zu sprechen, habe dann aber am neuen Platz eine andere interessante Begegnung.
Ein älterer Herr kommt mir mit einem Rad das er schiebt entgegen und ich erkenne auf einen Blick den Schriftsteller Brandstätter.
Von "Grüß Gott" sagen, bis zu einem netten Gespräch dauert es nur kurz.
Er macht mich darauf aufmerksam, dass sowohl Petzner, Dörfler und Westenthaler J.H. als "Lebensmenschen" bezeichnet haben. Einer der ebenfalls in Österreich von Lebensmenschen gesprochen hat, war Thomas Bernhard...
Was nicht einer gewissen Pikanterie entbehrt, da man sich vorstellen kann was Bernhard zu J.H. und seiner Truppe gesagt haben würde...
Bei meinem Spaziergang treffe ich sogar zwei mal auf die Journalistin G. Mittlerweile (er)kennt sie mich sogar.
Freitag: B. bleibt bei Elena zu Hause, Birgit hat Urlaub. Es gibt zu Mittag nur Produkte aus eigenem Anbau: Schupfnudeln (aus eigenen Kartoffeln) mit Rotkraut!
Ich nutze erstmals die nahe Müllentsorgungsstelle. Mit dem kleinen Traktor ist man auf der GAV am Freitag Nachmittag allerdings ein Verkehrshindernis. Mehrmals ergeben sich gefährliche Situationen.
Beim Pranger wird nicht mehr all zu viel über J.H. gesprochen, die Luft ist schon ziemlich heraussen. B. kommt mit Elena auch vorbei.
Samstag: Ich gehe am Morgen für 2 Stunden in den Wald und schneide endlich die größe "Färchn" um!
3 mal waren wir schon im Wald um die vielen kleinen Bäume rund um diesen einen weg zu schneiden...
Es ist wie ein Sieg gegen einen mächtigen Gegner, das Blatt meiner Motorsäge reicht nicht durch den Baum, und ich habe natürlich auch ziemlichen Schiss. Der Baum fällt dann allerdings exakt so wie ich es geplant habe. Allerdings schnellt das Ende fast 3 Meter wieder in die Höhe, es ist kein Fehler, wen man ein paar Meter zur Seite geht wenn ein größerer Baum fällt...
Ein anderer großer Baum (der einen langen Schatten geworfen hat) wird zur gleichen Zeit in KLU verabschiedet. B. ist dabei, und wird beim Kondolieren von „der Landesmutter“ umarmt.
B. meint die sie hätte gedacht sie sei die Frau des LR Martinz, weil sie direkt hinter diesem dran war.
Die beste Trauerrede war jene des gerade noch amtierenden Bundeskanzlers. Wenn er nur immer so gut geredet hätte... (ha ha)
Am Nachmittag bringen wir mit dem kleinen Traktor schon wieder Schittabfälle auf unseren Sammelplatz. B. holt danach noch Chiara von Emma und kommt dabei drauf dass es
Mitte Oktober nach Sonnenuntergang ziemlich kalt auf einem offenen Traktor werden kann...
Am Abend bereite ich meine Feuerschüssel vor, die C.s kommen vorbei uns sind nach dem Erlebnis vor 2 Wochen extra warm bekleidet.
Das Feuer wärmt allerdings ausreichend bzw. ist es nicht so kalt wie beim Fest.
Wir braten Speck, Brot und ein paar Maroni.
B. fährt zur Kulturwochen Eröffnung nach Treffen. Ich hätte dabei sein können, es war mir dann aber etwas zu "Kärntnerliederlastig".
Sie kommt um 11 nach Hause und erzählt noch einmal ihre Erlebnisse vom Begräbnis, und macht weitere Prophezeiungen.
Sonntag: mit A. C. auf den Türkenkopf. Wir hatten das kurzfristigst am Vortag ausgemacht (D. ist später grantig weil ich ihr nicht Bescheid gegeben habe)
Ein wunderschöner Tag, herrliche Aussicht mit Nebelfeldern in den Tälern. Wir schaffen es leicht bis zum Mittagessen wieder retour zu sein.
Beim Abstieg treffen wir auf Andi und seine Kinder (Bild). Ich glaube ihm nicht dass er vor hat auf den Mittagskogel zu gehen. Um 14:15 kommt ein SMS....
Alina singt an diesem Tag in der Kirche so schön, dass angeblich einigen Leuten (incl. Schwiegervater) die Tränen kommen.
B. hat eine Lammkeule im Bratsack vorbereitet. Alle sind begeistert vom herrlichen Fleisch. Ich mache dazu den letzte Wein auf, den ich von den Kollegen zum 40er bekommen habe.
H. ist begeistert und vergisst für kurze Zeit die Sorgen die er mit seiner Mutter derzeit hat.
Am Nachmittag kommt D. mit ihrer Familie vorbei. Die Stimmung zwischen (Groß)Mutter und großer Tocher kann man durchaus als "bewölkt" bezeichnen...
Sie gehen eine Runde Spazieren, ich mit den Kleinen zu Räuber Hotzenplotz ins Kulturhaus.
Die Kinder sind begeistert, allerdings hat auch Elena Angst vor dem Zauberer der (angeblich) alle Menschen verzaubern kann. Der kleine Phillip meint sogar zu seiner Mutter:
"Mama, komm wir gehen, ich will nicht das der Zauberer uns verzaubert...."
Am Abend fahren wir (wir ist ganz selbstverständlich D., B. und ich) wieder einmal zur schönsten Sauna der Welt. (B. walkt bis Drobollach)
Natürlich geht es auch hier vor allem um ein Thema. Das Ableben des J.H. und die Gerüchte die es über seine letzten Stunden auf dieser Welt gibt, und wie es jetzt weitergehen soll.
Nach der Sauna gibt es noch eine herrliche italienische Jause, M. erzählt vom Terro Rosso, er war gestern auf diesem Berg, wir sollten das unbedingt mit den Kids einmal machen,
die Steinböcke dort sind fast handzahm.
Gastbeitrag von Andi:
hemma ist alles hinaufmaschiert, ohne wirklich zu tschentschen. der einzige der ca. 300 m unter dem gipfelgrat kapitulieren wollte war unserer mittlerer - valentin. mit ein paar überzeugenden argumenten (von mann zu mann) ist er dann voraus richtig gipfel losgestürmt. nach 3 stunden und 10 minuten war ich mit hemma auch oben.
der abstieg hat aber fast 2,5 stunden gedauert, da hemma alle steileren passagen über die felsen selbst klettern wollte - diesen tatendrang darf mann nicht unterbinden.
in feldkirchen sind wir um 17.30 uhr eingetroffen - und danach ging´s gleich in eine pizzeria zu einem stärkenden abendmahl.
zu hause dachte ich, die kinder werden wohl früher gerne ins bett gehen, doch um 21.00 uhr konnte ich erst für ruhe sorgen!
jetzt suchen wir nach neuen herausforderungen - der glockner kommt erst in zwei jahren dran!
...weiters gesperrt ist die Rosentalstraße wegen Aufräum und Vermessungsarbeit nach....
Montag: ich fahre die Barhocker zurück in die Firma, am Abend die Anlage zurück zu Horst und den Bierzapfer zu Stefan. Zu Hause räume ich noch die Bücher weg, dann genieße ich allerdings einmal einen ruhigen Abend....
Dienstag: zurückbringen der Strohballen nach Turdanitsch, Abbauarbeiten am Stadl.
Danach laufe ich eine schnelle 5km Runde. Die Kilometerzeit von 4,50 geht relativ problemlos, es ist angenehm kühl.
Beim Laufen überlege ich mir, dass der harmlosere Terrorist nicht der eingesperrte oder getötete Terrorist ist, sondern der "gekaufte" bzw. integrierte. Eingesperrte können frei kommen und bauen in Haft noch mehr Hass auf. Getötete sind die Helden und Vorbilder für die anderen.
Die integrierten wirken jedoch demotivierend auf die anderen, wenn sie gekauft werden können bzw. motivierend für die anderen ebenfalls die Waffen nieder zu legen, wenn es gelingt sie in die Gesellschaft zu integrieren.
Beim Essen kommt B. (sie war auch noch eine Runde Walken) und ich frage sie dummerweise warum es in der Küche und in der ganzen Wohnung so ausschaut. Ein unnötiger Streit ist die Folge, die Kinder helfen zu ihr.
Ich brauche danach aber tatsächlich noch eine halbe Stunde um Abzuwaschen und Wegzuräumen.
Ich träume in der Nacht, dass ich schwarze Menschen treffe die mir freudestrahlend berichten dass Kenia zur EU kommt. Ich fühle mich wieder in meiner Meinung bestätigt, dass die Leute gerne Geschichten hören und sie glauben auch wenn sie noch so abstrus sind.
Den zweiten den ich treffe (ein Schwarzer im Rasta Look) frage ich: "do you know what a modern mythos is?"
Mittwoch: Wunderschöne Herbststimmung bei uns mit Glockengeleut von Michis Kühen.
Mit den Tortenabdeckungen und der Tropftasse der Bierzapfanlage bringe ich die letzten geliehenen Teile retour. Der Schwiegervater hat schon wieder Holz am Kipper. Dieses mal allerdings Hartholz. B. bestätigt mir meine Annahme das es sicher nicht für uns bestimmt ist....
Am Abend telefoniere ich mit Hannes. Er möchte wieder einmal eine Boca Reunion organisieren, was sich allerdings schwierig gestaltet. Marthas Mutter ist nicht wirklich gut beisammen, die anderen haben ebenfalls viel Stress.
Es macht mir aber Spaß mit Hannes zu telefonieren. Ich brauche fast 10 Minuten um ihn von seinem "Hochdeutsch" herunter zu holen. Danach geht es wieder ganz normal.
Die international Finanzkrise (=Kapitalismuskrise) greift immer mehr auf Europa über. Island ist angeblich nahe am Staatsbankrot.
In England werden Banken (teil)verstaatlicht, und in Frankreich wird über eine Deckelung der Managergehälter gesprochen.
Teilweise lächle ich nur mehr, weil vieles von Organisationen wie ATTAC schon lang vorausgesagte eintrifft. Es ist eine ähnliche Situation wie in den 80iger Jahren als die Politik plötzlich grün geworden ist. Heute kommt man plötzlich drauf, dass es doch „kleine“ Schwachstellen im Kapitalismus gibt....
Im aktuelle Buch von Christian Felber "neue Werte für die Wirtschaft", nimmt er viele Ereignisse vorweg, bzw. nennt Namen von Investmentbanken in den USA die jetzt schon in Konkurs sind.
Donnerstag: Alina hatte heute mit ihrer neuen Jacke vom Hervis ein peinliches Erlebnis. In einer Biba Filiale ging der Türalarm los als sie gehen wollte. Die Kassierin lies sie die Tasche ausräumen. Es stellte sich heraus dass in der Jacke noch die Diebstahlsicherung aktiviert war....
Lydia und D. kommen zur Jause. D. erzählt das "da Bär" (Elenas Betonung von Tabea) wieder nach Salzburg gezogen ist. Während wir essen kommt ein SMS dass sie wieder auf dem Weg nach Villach ist.
Wir beschließen, wieder nach Osttirol zum Skiurlaub zu fahren und zahlen (wie im Vorjahr) relativ kompliziert die Anzahlung ein (Herausfinden der BLZ über die IBAN Nummer...)
Freitag: Wir diskutieren nach dem Essen ausnahmsweise politisches. B. meint dass Strache eine viel bessere biologische Ausgangssituation als J.H. hat. Er hat Zeit uns muss sich nicht unbedingt jetzt sofort mit dem BZÖ aussöhnen. J.H. läuft hingegen die Zeit davon. Wenn er ist nicht in dieser Legislaturperiode schafft mitzureden wird es für ihn schwierig werden.
Ich widerspreche und meine, dass Berlusconi schon 72 ist und italienischer Ministerpräsident.
B. möchte eigentlich zu den Pensionisten gehen ("unsere letzten Wähler") als sie in Erfahrung bringt, dass wir den Apfelsaft abholen können, werden die Pläne rasch geändert.
Herr Kavelar freut sich wieder sehr über uns, wir sammeln ein wenig Obst zum "Einlagern". Unsere Kisten sind beim Ressmann schnell verladen, allerdings können wir nicht fahren ohne den frischen Süßmost zu verkosten...
(Bild von Äpfel)
Beim Fußball sind wieder so viele Spieler, dass es schwierig ist ein Spiel zusammen zu bringen. Wir beenden schließlich beim Stand von 6:5 oder so ähnlich.
Ich schlage vor in Zukunft (bei so großer Spieleranzahl - 19) lieber ein Turnier zu spielen.
Ich bekomme im Tor binnen kürzester Zeit zwei Gurkerl, kann ein Tor schießen, der Ball
geht an vielen Beinen vorbei an die Stange und prallt ins Tor...
Angela hat dieses mal Schnitzel für uns gemacht, das "kleine Schnitzel" ist wirklich klein, allerdings verrechnet sie nur 3€ dafür. Ernst hat Geburtstag und die Liter stehen bald auf dem Tisch. Ich verabschiede mich allerdings schon kurz vor 10 relativ nüchtern.
Samstag: nach ausgiebigem Schlaf stehen wir erst gegen halb 9 auf. B. zeigt mir ein SMS dass sie um halb 5 erhalten hat.
Ich glaube zuerst an einen schlechten Scherz, kann mir aber nicht wirklich erklären was dieser Scherz soll und wer ihn gemacht hat.
(B. hat zuerst nur die ersten Zeile gelesen und gedacht sie müsse irgendwo hin fahren, wo J.H. auch auftritt)
Das Internet bestätigt aber dann die Meldung.
Die (Kärntner) Welt ist ab heute morgen eine andere.
Um 10 ist die erste Pressekonferenz und wir erleben eine verweinte BZÖ Truppe ohne J.H.
Nach den ersten Bilder vom Unfallort stellt sich sofort die Frage wie schnell der dort wohl gefahren ist, sicher keine 70 die dort erlaubt wären...
Wir fahren in die Stadt, zur 100Jahr Feier der „Heimat“. Als wir hin kommen steht schon fest dass die Feier abgesagt wird. Natürlich reden alle über das eine Thema. Ich nutze die Gelegenheit das wir einmal in der Stadt sind und schaue in ein Schuhgeschäft. Die ersten die ich sehe gefallen mir. Natürlich nicht gerade die billigsten, aber wenn man bedenkt wie lange man sie hat....
B. muss noch unbedingt zum Jones, und danach schauen wir noch einen „Sprung“ in ein Trachtengeschäft. Alleine bis wir uns zum Kirchenplatz „durchgekämpft“ haben (viele Bekannte..), dauert es.
Mir sticht sofort eine Roseggerjacke ins Auge. Die beiden Kleinen schlüpfen in wunderschöne Dirndln....
Zu Hause bearbeiten wir am Nachmittag die Hecke und den Garten. Es ist wunderschönes warmes Herbstwetter.
Dieses Wochenende wäre optimal für ein Fest im Stadl gewesen...
Alina ist ziemlich lästig und ärgert zusätzlich die Kleinen während wir arbeiten, statt mit zu helfen.
Später schaukelt sie mit Elena auf der Schoss und ich meine zu ihr, sie soll es bleiben lassen, für diese Belastung ist die Schaukel nicht ausgelegt.
Sie will dann aber nicht einfach absteigen, sondern mit Elena abspringen.
Als sie springen möchte rutscht sie jedoch von der Schaukel (sie hat eine Hand um die Kleine und hält das Seil mit der anderen fest)
Ich stehe daneben und kann nur zusehen wie sie auf die Kleine drauf fällt. Ich bilde mir eine ein schnalzendes Geräusch gehört zu haben.
Elena heult los, und ist nicht mehr zu beruhigen. Die Ärztin kann auch nichts erkennen, also wird Eis aufgelegt und die Kleine nach oben verfrachtet, wo sie nach einiger Zeit einschläft. Als sie aufwacht hat sie immer noch Schmerzen, vor allem wenn man das Bein bewegt.
Wir fahren alle zusammen ins LKH. Schienbein gebrochen...
Elena ist fertig mit der Welt.
Am Sonntag hätten wir vor gehabt auf den Türkenkopf zu gehen, das können wir natürlich erst einmal vergessen.
Ich laufe statt dessen eine längere Runde, es geht mir gut, ich laufe 10 Km Richtung Schütt, insgesamt werden es dann über 21 weil ich wieder einmal Christa treffe und natürlich mit ihr ein wenig mitlaufe um das aktuelle Ereignis zu besprechen.
Nach dem Essen gehen B. und ich in den Wald um uns die Bäume anzusehen die lt. Michi vom Käfer befallen sind. Wir finden auch wieder ein paar Reste vom „Gärtner“ der seine Pflanzen anscheinend auch heuer wieder zwischen unsere Farne hinein gesetzt hat.
Beim Heimweg finde ich den größten Parasol ever. (32cm Durchmesser!)
Am Abend kommen Michi und Maria zum Essen. B. hat extra Kirchtagssuppe aufgetaut, ein vorzügliches Essen. Gute, ehrliche Gespräche, leider wollte Richard nicht mitkommen.
Zwischendurch kommt auch noch der Schwiegervater dazu. Er war beim Feuerwehrausflug dabei, hat aber nur kurz Zeit, weil er gleich weiter nach Tschinowitsch muss....
B. sagt J.H.s letzte Ruhestätte im Bärental voraus.
Montag: Vorbereitungen Geburtstagsfest. Ich kaufe mir eine Gasflasche, und denke mir, jetzt fehlt bloß noch der große Gasgriller und ich habe alles um einen eigenen Verein zu gründen....
Am Abend diskutieren wir die Auswirkungen des NR Wahl Ergebnisses.
Elena kommt zu mir auf die Küchenbank und möchte "Turnen". Sie liebt es wenn ich sie in die Höhe stemme und sie Stufe für Stufe der darüberliegenden Stiege erklimmen kann.
Dienstag: Auto beim Service, danach zum Obstglauben nach Ledenitzen. Hr. Kavelar freut sich uns wieder einmal zu sehen. Mit vereinten Kräften schaffen wir es bis zur Dämmerung 300kg Äpfel zu sammeln. Anschließend müssen wir noch nach Rosegg weil Veronika ihre Jacke und ihr Handy bei uns liegen hat lassen. B. beantwortet auf der Fahrt 3 Anrufe für sie....
Alina nutzt bereits fleißig die neue "Mediathek" in der AK. Für sich hat sie den noch nicht gelesenen Pottergeliehen, und für alle zusammen ein Video...(Hände weg von Mississippi)
Mittwoch: seit langem komme ich wieder einmal zum Laufen. Zuerst ist es wirklich anstrengend, dann macht es mir aber immer mehr Spaß und ich schaffe einen glatten 5Minutenschnitt auf den Kilometer. Lance Armstrong gratuliert mir danach zu den ersten 250 Meilen
H. und B. kommen zum Fest Vorbereiten. Es nimmt immer konkretere Züge an. Unser altes Moskitonetz trapieren die beiden sehr kunstvoll vom Kipper aus in das Gebälk der Gebranta.
Am Abend gratulieren mir meine Mädels zum Geburtstag. Ich staune nicht schlecht über mein Geschenk. Es ist der "Philosoph" von Ulli.
Als ich ihn bei der Finnisage kaufen wollte, hat sie gemeint er sei schon verkauft...
Donnerstag: ich werkle wieder ein paar Stunden, Peter kommt vorbei. Wir trinken Wein und diskutieren über die politische Lage. Als ich mir mit B. zu später Stunde rethorische Kämpfe liefere (ich glaube es ging um das Thema: „ist homosexualität ein Problem für Politakteuere) lehnt er sich zurück und genießt das Schauspiel.
Freitag: H. kommt vorbei und beginnt mit der „final Deko“. Es regnet. So stark, das wir nicht einmal die Musikanlage in den Stadl tragen können.
Als es 5 wird beginnt es immer heftiger zu schütten, und schließlich kommen noch heftige Blitze und Donner dazu, es kühlt immer mehr ab.
Ich entschließe mich (relativ leicht...) den Fußball ausfallen zu lassen, es ist außerdem um halb 7 schon fast finster.
Am Abend fahren ich noch zu Sabinas 50iger nach Faak
1,5 Grad! und Regen. Als ich wieder zu Hause und fertig fürs Bett bin, werfe ich einen Blick in die Tasche mit dem Buch das mir Elisabeth geschenkt hat. Ihr Autoschlüssel (mit Wohnungsschlüssel) ist im Sack.
Anziehen, und wieder hinüber nach Faak...
Samstag: Bier holen, Einkaufen. B. ist bei den Kinderfreunden im Sonnenhof und holt das Buffet vom Fruhmann. Am Nachmittag holt sie noch das Brot von Maria. (Beides schmeckt später so gut, dass viele später fragen wo es her kommt)
Als die Musikanlage endlich steht lege ich als erstes Lied REM "End of the World as we know it" auf, passend zur aktuellen Finanzkrise.
Um 4 kommen H. und Klaus um mich noch bei den letzten Vorbereitungen zu unterstützen. Um 5 schlagen wir das Bier an.... Ich habe noch bis kurz nach 18:00 die blaue Arbeitsjacke an.
Kurz vor dem geplanten Zeitpunkt beginnen die ersten Gäste einzutrudeln. Sie werden sofort von Lydia oder Alina "überfallen" und gefragt was sie trinken möchten.
Jeder bekommt ein Namensschild verpasst. Andi hat sicher das originellste...
Ungefähr die Hälfte der Leute hat tatsächlich ein Buch oder eine CD mitgebracht. Einige davon sind sehr originell (Gummibärchenorakel) andere wiederum sehr persönlich.
Der Ofen von Klaus heizt zwar, aber wie sich leider bald herausstellt, einfach zu wenig. Später fließt dann auch das Gas nicht mehr richtig, man hat den Eindruck, es ist eingefroren. (die Gasflasche ist wie von einer dünnen Schneeschicht überzogen)
Der Glühwein findet reißenden Absatz, B. kommt kaum nach mit dem Richten.
Das Stehtischkonzept geht zu gut auf, es wird so viel kommuniziert, dass wir keine Gelegenheit finden so etwas wie eine Lesung oder (D. kommt mit der Idee) ein Speeddatingspiel zu machen.
Für Durchsagen wird einfach auf das alte Blechfass geklopft, allerdings sind den ganzen Abend nicht viele Ansagen notwendig, es funktioniert prächtig.
Kurz vor 10 komme ich sogar dazu die Maroni zu braten, allerdings sind sie sehr schnell wieder weg.
Sehr gerührt bin ich dann über ein slowenisches Lied das mir die (ehemaligen) Grenzlandchormitglieder singen. Slowenisch ist die optimale Sprache für die langsamen und traurigen Kärntnerlieder.
Da es wirklich ausgesprochen kalt ist brechen manche leider schon frühzeitig auf, von einer Freundin kommt ein SMS:
"...ich bin total unterkühlt und muss mich aufwärmen. ich weiß nicht ob ich noch einmal aus dem haus komme, obwohl es total nett bei euch ist..."
Schnaps hilft ein wenig, aber auch nicht wirklich.
Zu relativ später Stunde komme ich endlich dazu den DJ zu spielen. Es will sich aber niemand mehr wirklich bewegen. Ich bin sehr froh dass ich keinen echten DJ bekommen habe, es hätte sich nicht wirklich ausgezahlt, und die Leute wollten eher reden als Tanzen.
Um halb 2 wechseln wir mit den letzten Gästen zum offenen Feuer nach draußen.
Franz Peter ist stolz darauf es wieder einmal bei einem Fest bis zum Schluss geschafft zu haben.
In der Nacht träume ich davon, das wir den Gasofen öffnen, und drinnen nur 4 Kerzen brennen...
Sonntag: Wir fahren auf den Dobratsch, offizielle Eröffnung der „Naturparkwoche“.
B. glaubt sich in offizieller Funktion und macht Stress weil wir ein paar Minuten zu spät sind. Wie sich danach herausstellt wieder einmal ziemlich umsonst.
Ich nutze die Chance zu ein wenig Klettern, allerdings nur die graue Route mit den "Henkeln". Der Wind bläst sehr stark am Kinderspielplatz, es liegt Schnee. Ich versuche mit den Kids ein wenig weiter hinauf zu gehen, weil ich glaube das hinter dem Hügel weniger Wind ist.
Das stellt sich allerdings als großer Irrtum heraus, der Wind wird noch stärker, Elena bekommt die Panik und klammert sich nur mehr an mich. Alle anderen (vor allem der Hund!) haben allerdings ihren Spaß dabei zum ersten mal heuer auf Schnee unterwegs zu sein.
Wir essen im Zelt und bleiben noch bis zur Auslosung der Preise. Es zahlt sich aus, ich gewinne tatsächlich eine Hervis Softshelljacke. Alina meint zwar zuerst sie möchte kein Werbeträger sein, trägt sie aber dann doch...
Zu Hause fahre ich B. sofort zum Traktortreffen und hole unseren Traktor. Wir starten als letzte Teilnehmer und schaffen wie sich später herausstellt genau die Durchschnittspunkteanzahl. (und ich habe mich noch geärgert dass kein Dartpfeil stecken geblieben ist...)
Endlich ist das große Ziel erreicht, wir sind absoluter Durchschnitt!!!
Den Preis gibt B. allerdings sofort an den zweiten weiter.
Ich bin aber in der Zwischenzeit schon längst wieder zu Hause und räume den Stadl auf.
H. und Klaus kommen später auch noch vorbei und helfen mit. Ich bin für die Unterstützung äußerst dankbar.
H. überlegt jetzt schon im nächsten Jahr den Stadl für ihr Geburtstagsfest zu mieten!
Montag: Als ich nach Hause komme sitzen die Kinder vor dem Fernseher. Ich jage sie auf...
Alina hilft mir beim Aufhängen von Plastikfolien vor die Fenster des Stadels. Sie wird immer nervöser weil sie die Simpsons versäumt. Als schließlich Fritze kommt um sich unser Problem mit der Dämmung anzusehen nutzt sie die Chance und haut ab.
Ich freue mich sehr Fritze wieder einmal zu sehen, er ist der alte geblieben, sofort weiß er wie wir herausfinden können wo die undichte Stelle ist. (Fritze bleibt über eine Stunde, zuerst beim Schwiegervater, später redet er noch mit B.)
Alina treffe ich sie vor dem Fernseher bei "Scrubs" an. Als ich abdrehe, dreht sie durch. Sie hat schon die Simpsons versäumt, und jetzt auch noch das!
Ich erkläre ihr, dass sie gestern Abend drei Stunden lang vor dem Ding gesessen ist, und heute schon wieder so tut als würde sie etwas versäumen.
Ich drohe ihr an, dass ich morgen den Fernseher hinaus schmeiße, falls ich sie wieder davor finde.
Nach dem Essen gehen die Großen zum Flaschen Waschen in den Keller, ich bringe die Kleinen ins Bett und Bügle noch bis kurz vor 11.
Im TV jetzt wieder Politik. B. meint es werde wohl ein 3er beim Ergebnis vorne stehen.
Dienstag: Duncan Larkin ist am Wochenende verstorben, ich höre es erst am Dienstag in der Morningshow. (Gestern habe ich mich gewundert warum nur Musik gespielt wird, und es
keine Moderation gibt)
Als ich nach Hause komme höre ich den Fernseher laufen. Alina sitzt davor. Als ich sage jetzt mache ich ernst, umklammert sie den Fernseher um ihn zu schützen und meint: "den habe ich lieber als dich!"
Alina und ich holen die neue Couch mit dem Traktor vom Lutz. Es ist eine ziemliche "Holperpartie" mit dem großen Traktor bzw. dem Hänger.
Gemeinsam mit B. schleppen wir sie nach oben. Sie passt perfekt und alle sind begeistert.
Zu später Stunde kommt D. noch vorbei um CDs abzuholen, wir weihen die Bank mit Bier und Popcorn ein.
Mittwoch: ich fahre noch eine Dobrova Runde mit dem Rad und begebe mich danach wieder auf den Stadl zur Festvorbereitung.
Die Kids sind zuerst ebenfalls noch heraußen (Elena möchte wieder ihr Rad haben, das ich "operiern" soll, leider ist da aber der Großvater mit einem Anhänger drüber gefahren...).
Als sie hineingehen meine ich zu Alina sie soll etwas zum Essen richten. Tatsächlich macht sie Palatschinken in Eigenregie. Sie gelingen ausgezeichnet. B. geht zur Parteisitzung.
Donnerstag:
Ich gehe davon aus, dass B. mit ins Theater geht. Um halb 7 sagt sie mir dass das ein Irrtum war, und sie heilfroh ist, wenn sie einmal zu Hause bleiben kann.
D. überlegt zwar kurz, das Argument "gratis" zieht aber dann doch. "Bandscheibenvorfall" ist ein amüsantes zeitgemäßes Stück über den modernen Büroalltag. Die Protagonisten spielen sehr überzeugend die modernen Angestellten, die ein "bisschen" anders vor dem Besuch beim Chef reden als danach.
Wir sitzen in der ersten Reihe, und es ist beeindruckend wie nahe man dran ist....
Ich staune nicht schlecht, als ich beim Apre den Naz und zwei andere Lehrer aus St. Paul treffe.
Das Kellerlokal das D. seit einiger Zeit jeden Donnerstag besucht ist wirklich sehr heimelig. Mir ist es aber dann doch zu viel mit der trinkenden Wirtin, und dem Gitarrespieler und den
hunderttausendfach gehörten Liedern.
Als ich am Heimweg beim „Platzl“ vorbeikomme fällt mir ein, dass eigentlich heute eine Kärnöl Veranstaltung war, und ich ja eventuell noch jemanden treffen könnte. Es stellt sich allerdings schnell heraus, dass hier keine Veranstaltung war, und nur viele Heavy Metall Typen im Lokal sind.
Als ich suchend durch die Runde blicke meint einer: "und was ist, traust du dich nicht herein?"
Was ich mir natürlich nicht nachsagen lasse...
Ich entdecke dann die Frau (wie sich im Gespräch herausstellt Ex Frau) eines Bekannten, und plaudere mit ihr noch sehr nett ein kleines Bier lang.
Freitag:
D. hilft mir beim Stadl vorbereiten, wir fixieren wie es aussehen wird, wo die einzelnen "Möbel" stehen etc.
Beim Fußball komme ich gegen Schluss halbwegs in Form. Es gelingt mir sogar 4 Tore zu schießen, und wir gewinnen sowohl das erste als auch das zweite Spiel recht klar.
Danach gibt es saure Suppe bei Angela (es ist Kirchtag in Fürnitz, und der gilt auch für St. Job ein bisschen)
Irgendwie kommen wir darauf zu sprechen, was das Leben so ausmacht bzw. wie Lebensmodelle wie Partnerschaften gelingen können. Meine Antwort ist klar: man muss es "spannend" halten.
Weil ich natürlich darauf vergesse das bestellte Fleisch von Markus mitzunehmen bringt es der andere Markus vorbei, und wir haben kurz Gelegenheit noch mit ihm ein wenig zu diskutieren.
Einer seiner gesellschaftlichen Veränderungsansätze wäre, dass Männer automatisch die Stunden reduzieren sollten, wenn auch die Frauen (nach einer Kinderpause) wieder arbeiten gehen.
B. macht ihn darauf aufmerksam, dass es das bereits für Betriebe ab 20AN gibt.
Es kommt fast wieder zur Diskussion ob Kindergärten und Tagesmütter "Kinderaufbewahrungsstätten" sind....
Samstag: D. fährt zur Eröffnung eines privaten Feuerwehrmuseums, und verspätet sich unbewusst um eine Stunde. Es stellt sich heraus dass sie immer noch rechtzeitig ankommt um dort zu sprechen...
Ich installiere die Lichtanlage, die wir am Abend erfolgreich testen.
Wir fahren um 2 nach Faak zum 60iger von Resi.
Es gibt ein opulentes, ausgezeichnetes 4gängiges Menü im Kärntnerhof Ziemlich voll kommen wir erst nach 6 nach Hause und müssen noch schnell schnell Rasenmähen, beim Ofen die Asche ausräumen etc.
Den Abend verbringen wir recht angenehm, nur Alina tschentscht die ganze Zeit dass sie um 22:00 noch "Oceans Eleven" anschauen möchte. Sie dreht tatsächlich noch den Fernseher auf, es gelingt mir dann aber doch sie davon zu überzeugen, dass ein Film noch lange nicht wirklich gut ist, nur weil ein paar Stars mitspielen.
(Wahl)Sonntag: B. fährt bereits um halb 8 zur Wahlkommission ins Krankenhaus.
Wir gehen in die Kirche, Alina hat eine Doppelfunktion, sie ist Ministrantin und liest die Fürbitten. Gegen Schluss tanzt Elena bei einem Marienlied im Mittelgang Ballett, was sogar dem Pfarrer ein Lächeln abringt.
Bei den Schlussworten beklagt er sich über seine Schwierigkeiten eine Pilgergruppe nach Medschugore
zusammen zu bringen. Zum Schluss als er schon aufgeben wollte, ist es doch noch gelungen eine Gruppe zusammen zu bringen. Dann meint er, vielleicht ist das aber ein Sinn des Lebens, dass es (er zögert kurz und ich sage ihm in Gedanken ein) "spannend" bleibt...
Nach der Messe spazieren wir durchs Dorf um noch ein paar Leute zum Fest einzuladen. Anschließend gehen wir gleich zur Wahl, damit das einmal erledigt ist.
Zu Mittag gibt es die herrlichen übriggebliebenen Eibly dieser Woche in Laibchenform. Ich schlage einfach ein Ei darüber und reibe Käse dazu. Schmeckt gar nicht so schlecht, nur die Kleinen verweigern.
B. kommt auch irgendwann, muss um halb 4 aber bei unserer Wahlkommission sein, um bei der Stimmenauszählung dabei zu sein.
Ich fahre mit den Kids zu Herta und Gerhard, wo ich auf ein herrliches Stück Fleisch eingeladen werden, sie grillen zum letzten mal in diesem Jahr.
Gemeinsam schauen wir uns um 5 die ersten Hochrechnungen an, und nehmen das Ergebnis recht gefasst auf.
Am Heimweg fällt uns auf, dass das große SP Plakt bei der Gailbrücke schon überklebt ist. B. ist jetzt in der Zentrale der Stadt und muss dann noch zum Melcher wo traditionell die Maria Gailer zusammen sitzen. Als sie um 8 nach Hause kommt fragen die Kleinen schon dauernd nach ihr.
Sie geht aber bald wieder telefonieren....
Kurz vor 10 will ich die Kleinen endgültig verfrachten, Elena möchte nicht den Pyjama anziehen, hat jetzt ein Ballettkleid an, und möchte eigentlich in ihrer Tageskleidung schlafen. Mit Druck stecke ich sie in den Pyjama, sie schreit.
Als ich sie nach oben bringen möchte, klammert sie sich an die Mutter und ich höre ein "ich gehe ohnehin auch schon ins Bett".
Ich flippe aus, schreie herum, tobe, und will mir das nicht mehr bieten lassen. Wenn sie jedes mal darauf warten können bis B. ins Bett geht, gehen sie natürlich nie früher ins Bett bzw. sicher nie vor 10.
Ich kann danach natürlich nicht schlafen, und schaue mir noch ein wenig die Wahlanalysen an (sehr interessant ist, wie Krone-Leser gewählt haben), und danach den Tatort.
Am Montag Morgen hat es im Tal auf 7 Grad abgekühlt. Am Berg sieht es nach Winter aus...
Elena läuft trotzdem am Abend (es hat 10Grad) nur im Unterleiberl hinaus.
Als ich nach Hause komme tropft es unterhalb des Vordaches heraus. Mir schwant nichts gutes. Es ist anscheinend die gesamte Isolierung im Bereich der Dachrinne "abgesoffen", ich kann aber nicht feststellen wo es anfängt bzw. wo die Stelle ist an der das Wasser in die Isolierung eindringt.
B. geht zu einer Veranstaltung zum Thema USA mit Peter Fritz. Sie ist nicht begeistert, und meint sogar dass teilweise die üblichen Gerüchte eines Wahlkampfes (Biden ist nach einem früheren Schlaganfall nicht ganz klar im Kopf...) einfach weiter erzählt wurden.
Erstes Beheizen des Kachelofens seit Mai ist notwendig.
Dienstag: B. ist bei einer Frauensitzung, die bestellte Diskokugel ist bereits gekommen, wir testen sie im großen Raum, die Kids sind begeistert. Kurzer Spazierer mit den Kindern zum Holz um die überhängenden Äste abzuschneiden.
Mittwoch: es hat in der Nacht aufgeklart, in Turdanitsch ist der erste Reif zu sehen. Unglaublich wenn man bedenkt das es genau vor einer Woche in Wien am Abend noch knapp 30 Grad gehabt hat.
B. geht zu einer Sitzung, ich um halb 8 zum Elternabend in den Kindergarten. Bei Alinas Eintritt in den Kindergarten waren noch deutlich weniger Männer dabei, jetzt sind es zumindest 5Männer bei 20 Frauen.
Danach gibt es wieder einmal das Problem dass die Kleinen mit der Mama schlafen gehen möchte, diese aber noch nicht ganz fertig ist, die Kleinen aber um halb 10 meiner Meinung nach dringend im Bett sein sollten...
Mit den unausgeschlafenen Kindern habe ich nämlich am nächsten Tag das Problem.
Donnerstag:
Michael ruft mich an und fragt ob ich spontan bin. Er möchte mit mir auf ein Bier ins Racers gehen... Eigentlich wollte ich zu Hause bleiben (B. ist in Wien), aber wenn man beweisen muss, dass man spontan sein kann...
Da ich auch mit Babsl schon länger besprochen habe, dass wir uns einmal treffen sollten ergibt es sich aber doch recht gut. Wir haben recht interessante Gespräche über Burnout, Arbeitsbelastung und die moderne Wirtschaft. Kurz vor 10 stößt B. dazu, sie kommt direkt vom Zug.
Die Diskussion die jetzt kommt ist dann nicht mehr so lustig. Michi drückt es so aus: wir haben in Wien kein Ausländerproblem, wir haben ein Türkenproblem. „Die jungen Türken.... und dir wäre es auch nicht recht, wenn deine Tochter angestänkert würde warum sie kein Kopftuch trägt“
„in einer HTL Klasse waren 5 Türken der zweiten Generation, die haben gleich einmal die Geographielehrerin abgelehnt, weil von einer Frau lassen sie sich nichts sagen...“
„ein Freund (der immer für Multikulti war)hat von seinem Balkon hinunter geschaut und hat jemand in seinem Blut (5 Quadratmeter Blutlache) liegen gesehen. Zwei Türken waren in Streit geraten...,jetzt möchte er wegziehen.“
Ähnliches wie bei den vielen Neoliberalen Myten passiert scheinbar auch auf diesem Gebiet. Es werden Geschichten in die Welt gesetzt, die dann gerne an den modernen Lagerfeuern (= an der Bar) weitererzählt werden. Man kann nichts dagegen sagen, weil die Geschichten gerne geglaubt werden, und von rechtspopulistischen Parteien für die Stimmungsmache genutzt und weitererzählt werden.
Faszinierend daran ist allerdings wer aller an diese Geschichten glaubt!
Freitag - Priatenfest der Kinderfreunde. Ines hatte die Idee ein "Piratenfest" zu organisieren. Es kommen an die 50 Kinder und 30 Erwachsene! Meine Feuerschüssel als Griller funktioniert sehr gut (kleine Probleme mit den zu kleinen Würstchen). Ich habe fast 2 Stunden lang ausreichend Glut zum Grillen.
Das Fest ist "durchgebrandet", es gibt Piratenluftballons, Piratenbleistifte, natürlich die Kopftücher und die Schminke.
Sehr gut kommen auch die verschiedenen Stationen an, die Kinder spielen danach sogar noch selbständig weiter...
Zum Fußball komme ich zu spät. Es sind 18Spielers anwesend, der Platz zwischen den 16zehnern wird eng, man kommt auch nicht mehr richtig zum Laufen wenn man hinten spielt.
Ebenfalls sehr eng wird es beim Pranger. Neben uns sind noch die Kegler im Gastzimmer es ist voll und laut. Nur Felix scheint das nicht viel auszumachen...
B. kommt um 9 noch vorbei, es wird wieder einmal viel politisiert (die Wahlwette wird aufgelegt). Die meisten wissen nicht so recht wen sie wählen sollen. Es gibt wie schon in den Vorjahren leider nicht die optimale Wahl....
Wir schlafen lange am Samstag, B. geht in die Stadt zu einer Verteilaktion, ich schärfe meine Motorsäge, nutze es aus das ich einen Kompressor da habe und pumpe sämtliche Reifen auf.
Der Schwiegervater hat die "Hochkipp Heckschaufel" schon mitgebracht. Er meint zwar er muss wieder Knittel transportieren, bis er Holz hineingebracht hat und sich angezogen hat bin ich schon 5 mal gefahren und muss ohnehin danach im Keller das Hackgut besser verteilen.
B. die gemeint hat sie sollte eine Stunde in der Stadt sein kommt um 1 zurück....
Ich soll mit dem kleinen Traktor die bestellte Couch beim Lutz abholen. (B. bringt Alina zum Geburtstag ihrer Freundinnen nach Ferndorf)
Ob überhaupt noch genug Diesel im Tank ist frage ich. Man kommt mit einer Füllung ein ganzes Jahr aus hat ihr jemand gesagt (ein BGM eines netten Ortes am Wörthersee...)
Ich lache und meine es käme schon auch darauf an, wie viel man fahre... (schaue aber auch nicht nach)
Bei der Fahrt beginnt das Ding kurz vor Tschinowitsch zu stottern, und ich kann gerade noch auf den Straßenrand lenken, bevor der Traktor stehen bleibt. Ich finde heraus das das Kühlwasser nicht der Tank ist. Dieser ist nämlich im Gegensatz zum Kühlwasserbehälter ziemlich leer....
Zum Glück gibt es das Handy und ich erreiche B. tatsächlich. Sie bringt einen alten Kanister vorbei, ich fahre zur Tankstelle. Die Kleinen sind lästig weil sie beim letzen mal tanken einen Lutscher bekommen haben, ich aber heute keine Zeit dafür habe.
Wir füllen mit einigem Verschütten den Diesel nach, B. will sofort wieder fahren, sie "muss" zu den Kinderfreunden nach Ledenitzen.
Ich bitte sie aber noch zu warten, und tatsächlich, das Ding springt nicht an. Sie erreicht Ewald in Wien (Villach grüßt Wien...) und der sagt ihr dass der Traktor entlüftet werden muss.
Wir fahren nach Hause, ich arbeite im Stadl weiter.
B. erreicht schließlich den Manni, der mit solchen Traktoren in seiner Lehr und Gesellenzeit konfrontiert war. Es gelingt ihm tatsächlich in kurzer Zeit, das Ding zum Laufen zu bringen!
Zu Hause beenden wir das Hackguteinfüllen, mit Wegräumen und Aufkehren wird es halb 8.
Am Sonntag ist "Herbst aktiv" in Finkenstein angesagt. Elena greint schon als wir nur ein paar Schritte im Klettergarten Kanzianiberg machen.
Das Ponyreiten bei der Eventhalle versöhnt die Mädchen, es gibt außerdem Lagerfeuer, Lamatrecking und Slacklines zum probieren.
Die Würstchen werden mit einem Brotteig auf die Stöcke gepappt, sollte ich unbedingt auch einmal versuchen. Es hat nur 10 Grad und ist windig, alle sind froh als wir wieder ins Auto einsteigen.
Die nächste Station ist Paternion. Zuerst glauben wir, dort niemand zu kennen (außer den BGM), dann treffen wir: meinen ehem. Arbeitskollegen M.M., meine jetzige Kollegin I.F.
die Rosi (ihre Freundin liest die "Lesungen"), Hr. Weinmann, und zum Schluss kommen noch Andi und Geli mit Familie!
Andi tut sich sichtlich genau so schwer mit den sehr gehäuft auftretenden Kärntnerliedern wie ich.
B. kauft einige Lose bei der Lotterie, und gewinnt eine "Originalkarikatur der Kleinen Zeitung"(...) (Wir geben sie später an Birgit weiter...)
Nächste Station ist Birgit, sie hat Geburtstag.
Eigentlich dachte ich nur an Kaffee und Kuchen, doch 5 min nach dem Kuchen kommt der Aufschnitt mit Waldorfsalat und Käse.
Sehr spannender Abschlusswutzler mit Manni. Zuerst schlägt er mich 10:0, dann werde ich sicherer und kann ihm ein 6:4 abringen.
Zu Hause läuft der Film Magnolia auf Puls4. Alina lässt sich schmollend um 11 überreden doch ins Bett zu gehen.