Vorsilvester (Samstag)
Wie schon im Vorjahr gibt es ein mehrgängiges Menü, das von allen gemeinsam gestaltet wird. Der Mann im Hintergrund ist Peter, er macht das Steinpilzrisotto und ist maßgeblich am Lammbraten beteiligt. Neu dabei sind die Cramers, die sehr gut dazupassen. Es wird ein amüsanter von kulinarischen Köstlichkeiten geprägter Abend. Die Weine die ich serviere können sich sehen lassen, ich plündere die Altbestände. Eindeutiger Geschmackssieger wird der Gotinsprun von Glatzer.
Die Cramers haben die Nachspeise mitgebracht. Andrea: "er hat angefangen, und ich habe den Sack gehalten..." Nach einigen Gläsern Wein ist natürlich über so etwas leicht lachen.
Sehr gut kommt auch der Schokobrunnen an, den die Kinder im alleingang vorbereiten. Das Tischtuch ist danach allerdings reif für die Waschmaschine.
Elena sorgt noch für eine "Mitternachtseinlage". Ich schaffe es tatsächlich noch sie zu wickeln. Kurz vor eins fängt B. noch an mit Heinz über seinen möglichen Parteiaustritt zu reden, was mich zu einem flammenden Statement bewegt, dass wir Leute wie ihn brauchen und wie wichtig sie sind etc. Andrea gähnt sehr auffallend dazu...
Menü für Vorsilvester
Prosciutto mit Birnen und frischem Weißbrot prepare a Doris
Kürbiscreme Suppe mit der genialen Raffinesse von Mario
Shrimpsgruß de Werner
Steinpilzrisotto a la Peter
Lammbraten mit Kartoffel nach Art des Hauses
Cramers Desserts
Schokobrunnen mit Früchten
Sonntag:
Wir fahren zum Afritzersee. Sehr gutes Eis, als wir zum dunklen Spiegeleis kommen, panikt Chiara. Sie meint dass das Eis bricht und schreit "ich kann ja noch nicht schwimmen..." Lydia ist auch dabei, kommt allerdings nicht mit den alten Schuhen von B. zurecht. Sie trägt die alte lange Unterhose von mir, die ich seinerzeit in der PVAng in Wien im Fasching an hatte.
Wir treffen Elisabeth und Oliver am See und die beiden kommen danach noch auf einen Kaffee und einen Reisauflauf bei uns vorbei. Am Abend versuchen wir noch mehrere Stunden lang ein Urlaubsdomiziel für den Skiurlaub zu finden bzw. uns auf eines zu einigen.
Silverster:
B. ist am Vormittag mit den Villachern als Rauchfangkehrer verkleidet in der Stadt unterwegs. Die viele Touristen freuen sich sehr über die guten Wünsche, wissen allerdings nicht wer ihnen da ein gutes neues Jahr wünscht.
Nach einem schönen Silversterlauf über 8km verbringen wir einen recht ruhigen Abend mit Raclette, Bleigiessen und "wir sind Kaiser". Elena nutzt die Pause vor dem Mahl für ein kurzes Nickerchen, um danch bis 12 fit zu sein. Alina speist nach eigener Kreation eine Dose Mais und erstmals sind die kleinen KiriKiri beim "Sauren" dabei.
Den Spaziergang durchs Dorf nach dem Abendessen müssen wir leider abbrechen, Elena hat "Aongst vor Feierwehr". Um Mitternacht bricht dann die Hölle los. Noch nie zuvor habe ich so viele Raketen gleichzeitig gesehen. Es wäre toll gewesen die Geschichte von oben (z.B. Dobratsch) anzusehen, die Nacht war sehr klar.
Sonntag:
Ich laufe ins Sanatorium um B. abzuholen. Es geht ihr sehr gut, wir fahren zuerst noch eine halbe Stunde in Villach herum um ein offenes Postamt zu suchen (sogar das Verteilerzentrum hat zu) danach fängt sie zu Hause gleich mit dem Putzen an...
Weihnachten:
Ich wage mich ins vorweihnachtliche Getümmel um noch letzte Einkäufe zu tätigen und den Truthahn für den Stefanitag abzuholen. In der Stadt ist die Hölle los. Die GAV ist ein einziger Stau. Beim Fleischhauer stehen sicher an die 20Leute und warten auf ihre bestellten Festtagsbraten. Zum Glück ist ein Fischgeschäft gleich in der Nähe. Nach dem Einkauf beim Merkur treffe ich mich noch mit Peter auf einen Kaffee beim Gigasport. So ergeben sich auch noch für mich zwei schöne Weihnachtsgeschenke. Eine Funktionsunterwäsche und endlich ein neuer Rucksack für Tagestouren.
Der Abend verläuft sehr angenehm mit gutem Essen und einer netten Bescherung bei der auch D. und Lydia dabei sind. Es stellt sich heraus dass der Schwiegervater in seiner Jugendzeit geboxt hat...
Christtag:
Es ist wunderschönes Wetter und ich brenne darauf die neue Kleidung und den Rucksack zu testen. Wieder einmal Dobratsch Schüttgebiet. Dieses mal geht es gleich zu Beginn des schönen Spazierweges einfach 350Höhenmeter steil bergauf. Auf 830m wechsle ich vom Wald in das angrenzende Schüttgebiet. Dort erwartet mich eine fantastische Landschaft mit riesigen Felsen und einem fast ebenen Wald mitten im steilen Gelände. Anschliessend fahre ich noch auf einen Kaffee zu den Cramers, wir sprechen über H.s möglichen Parteiaustritt, Haussanierung und Gewichtsprobleme.
Stefanitag:
Pferdeweihe beim wohl berühmtesten "Gestüt" in M.G. (Es wird sogar im Wikipedia Eintrag von M.G. erwähnt)
Großes Familientreffen mit Truthan.
Wir sitzen nach dem tollen Essen den ganzen Nachmittag im Raum und trinken bis zum Abend. Zwischendurch esse ich immer wieder von den teilweise doch sehr fetten Resten des Hahnes. Im Bett wird mir dann irgendwie übel, und ich muss tatsächlich erbrechen. Weil ich danach nicht riskieren will mich wieder hinzulegen sehe ich so einen tollen Film mit dem "Gladiator" über die Absurdität der Todesstrafe.
Donnerstag 27.12
Diverse Arbeiten und am Nachmittag ein längerer Spaziergang mit B. wunderbares Wetter. Am Abend "Zurück in die Zukunft" im Raum, Alina ist begeistert.
Freitag:
Fußball auf knallhart gefrorenem Feld. Es sind 19 Spieler, das Spiel zieht sich bis zur Dämmerung dahin. Viele Tore sind reine Zufallsgeschichten. Beim Pranger dann die Überraschung. Es gibt wieder einmal Stelze.
Sicher gab es auch noch den einen oder anderen Liter Wein, Ich fahre aber um 6 ins Kino um mit Peter Import/Export anzuschauen. Der Film ist wieder sehr gut, allerdings für mich nicht so beeindruckend wie Hundstage. Vielleicht auch weil man schon weiß, dass es arg wird. Stärkstes Bild ist die Müllhalde hinter den Roma Wohnblöcken in der Ostslovakei. Anschliessend gehen wir noch auf ein Bier zum Bachus, das Lokal ist noch so wie vor 10 Jahren als wir nach dem Volleyballspielen öfter dort waren.
Samstag:
Einkaufen im Interspar/Atrio mit Elena. Eigentlich bin ich hierher gefahren um große Scrimps für meinen Gruß aus der Küche zu kaufen, es gibt allerdings nur die Kleinen. Da hier schon genug los ist, und ich fast eine Stunde brauche bis ich alles beisammen habe, versuche ich nicht woanders etwas zu bekommen. Nach dem Essen möchte ich noch mit den beiden größeren eine Runde Eislaufen zum Silbersee gehen. Bis wir wegkommen ist es allerdings 2 und am Silbersee ist große Parkplatzkatastrophe. Da die Leute beginnen im Halteverbot zu parken kommt es fast zur absoluten "nichts geht mehr" Situation. Ich verzichte auf weitere Versuche einen See zu finden und gehe mit B. wieder eine Spazierrunde, die dann fast zur Eskalation führt als ich meine, dass ich gerne ein AuPair Mädchen für die Kinder hätte. Wir streiten allerdings dann nicht mehr und meiden gefährliche Themen.
Um 5 beginnen die Vorbereitungen für "Vorsilvester"
Montag: Alina war als Weihnachtsengel verkleidet in der Schule. Ich hätte ihr diesen Mut nicht zugetraut. Am Abend hilft mir Chiara beim Aufräumen im Raum. B. hat sich ein Stimmgerät für die Gitarre gekauft. Es zeigt neben der gespielten/gesungenen Frequenz auch die entsprechende Note an. Alina schafft es 3 mal hintereinander einen Ton zu singen, und dazu zu sagen welcher es war. Hat sie ein absolutes Gehör? Als wir anschließend Weihnachtslieder proben werde ich von B. gebeten nicht mehr mitzusingen, Alinas Stimme alleine klingt viel besser.... Dienstag: Bewegung mit Chiara im gr. Raum. Das Sanierungsziel den Raum im Winter auf zumindest 15 Grad zu bringen haben wir erreicht. Es funktioniert allerdings nur wenn alle 3 Heizkörper aufgedreht sind. Elli entdeckt den Zaubererhut im gr. Raum.. Eklat bei der Kulturpreisverleihung des Landes. Die Witwe Pflegerls entzieht dem "Laudator" Weger das Wort. JH im Publikum wird immer mehr zur Karikatur von sich selbst. Mittwoch: B. ist bei Alinas erstem Auftritt als Gesangsstar (in der Gruppe). Sie ist schwer begeistert und möchte dem Musiklehrer eine Weihnachtskarte schicken. Nachdem es im Vorjahr doch nicht mehr geklappt hat, fahre ich mit den beiden kleinen Monstern zu Marliese. Sie sind zu Hause laut und ausgelassen, bei Marlies kleben sie wieder an mir (Liegt bei Elli auch an den beiden Hunden). Ich bringe 2 Flaschen Wein mit, auch heuer habe ich ja die Hobelbank in Anspruch genommen. Wir reden sehr offen über alle möglichen Themen, es ist angenehm mit Marlies, sie erinnert mich ein wenig an meine Tante Reli in O.Ö. Sie erzählt mir, dass die Schwiegermutter ihr noch zwei Tage vor ihrem Schlaganfall gezeigt hat wie viel Arbeit sie in Föderlach hat, und was sie dort noch alles machen möchte... Zum Schluß bekomme ich noch einen ganzen Sack mit tollen Keksen. Donnerstag: ich fahre früher nach Hause und laufe noch eine Runde. Als ich mich auf den Weg Richtung Stadt mache um dort meine Attac Compagneros zu treffen, bin ich schon relativ spät dran. Beim Moser höre ich die Popotniks im Hof wegfahren. Ich denke fest daran, dass sie mich eigentlich mitnehmen könnten, und tatsächlich, sie bleiben stehen und fragen mich wo ich hin muss... Der Glühmost mit Walther und Hannes dauert bis um 8 und ist sehr kurzweilig. Wir reden über Krampfadernoperationen, die Wasserversorgung von Klagenfurt, Bootausflüge in der Adria, Skitouren etc. etc. Zusätzlich kommt noch der Thommasser ("Tommi") (und ein Freund) dazu. Er hat in dieser Woche eine Tombola mit 850Preisen auf die Füße gestellt, und 10k€ für einen guten Zweck (Delphintherapie etc) eingenommen. In den zwei Tagen der Aktion hat er bei seinem Geschäft 100kg Leberkäse verschenkt. (Am nächsten Morgen erfahre ich, dass sich die Schüler von St. Martin kräftig am Verbrauch beteiligt haben....) Freitag: B. geht zur Varitzenoperation ins Sanatorium. Die Grenzkontrolle zu Slovenien fällt. Schengenland wird größer. Ich verzichte auf Fußball, wir besuchen B. Danach noch einen Sprung zum Pranger, anschliessend zur "Jahresabschlussfeier" der Firma. Die Stimmung ist ausgelassen und heiter, der neue GF stellt sich mit Zotter Schokolade mit Firmenlogo vor. (Beim Austeilen hilft der alte Chef noch mit, der übrigens erst nach mir eintrifft)Ich beschliesse, dass wir heuer(2008) wieder einen Skitag machen. Als ich gehe bestürmen mich Vera und Irene, ob wir nicht einen Skitag machen könnten. Auch sie haben sich anscheinend von der guten Laune anstecken lassen. D. ist zu Hause bei den Kindern, als sie geht sitze ich trotzdem auf Nadeln und fahre um 12 nach Hause. Heuer waren mir zu viele Leute zum Handschütteln, bzw. hätte eine Abschlussrunde noch locker eine Stunde gedauert. Mit Pranger und GF und ein paar Kollegen so ca. 30 Hände an diesem Abend. Von Moosburg bis Krumpendorf herrscht dichtester Nebel, die Strecke ist so schon nicht so ohne, jetzt tw. nur mit Tempo 40 befahrbar. Richtung Klagenfurt ist auf der Autobahn Kilometerlanger Stau, er sieht im Nebel von der Auffahrt aus gesehen fantastisch aus. Samstag: Einkaufen und danach Besuch bei B. Elena hat den Zutz zu Hause vergessen und fängt nach dem Merkur zu Weinen an. Die angebotene Karotte ignoriert sie.... B. ist guter Dinge und kann mit uns schon eine kleine Runde gehen. Am späten Nachmittag schauen wir uns mit dem Firmenbeamer JC- Superstar an (Quasi Vorpremiere auf Alinas Weihnachtsgeschenk). Alle sind begeistert. Als Elena um halb 9 bereits schläft kann ich noch zu Gerhard und Herta fahren. Neben den üblichen Freunden ist heuer noch der Künstler Oman mit seine Frau dabei. Ich habe endlich wieder einmal eine Installation geschaffen die ich mitbringe. Gerhard ist in Hochform und meint z.b. zu Ute und ihren Problemen mit ihrem Sohn: "er braucht ja gar keine Vaterfigur als Vorbild, du bist ja so toll und warst ihm Vater und Mutter gemeinsam..." Die Aktion des Abends liefert allerdings Klaus. Er steht gemütlich mit dem Rücken zur Fensterbank auf der eine Kerze brennt. Dann denkt er noch kurz "angenehm warm hier"....
Montag: Ich nehme Pflegeurlaub und bleiben mit den beiden Kleinen zu Hause. Um 2 holen wir Alina von der Schule ab. Am späten Nachmittag kann ich sogar noch eine Runde Laufen. B. kommt erst gegen 19:00 und erzählt wie ein Wasserfall darüber, wie sie im Klub mit den Haider "Anhängern" der SP zu kämpfen hat. In der Nacht huste ich so viel das mir am nächsten Morgen der Bauch schmerzt. Dienstag: Letzten Samstag hat Google seine Seite in Schwarz gebracht, um auf die 5 Minuten aufmerksam zu machen, an denen man am Abend das Licht ausschalten sollte, um auf die derzeit laufende Klimakonferenz auf Bali aufmerksam zu machen. Abgesehen davon, dass Bali sicher der nächste Weg für die meisten Industriestaaten ist (wie kommt man möglichst klimaschonend dort hin?) ist auch die Aufforderung zum Lichtausschalten eine Farce. Wenn man derzeit am Abend durch Stadt und Land fährt erstrahlen die Lichter der Weihnachtsdekoration, und man möchte gar nicht wissen, wie viel zusätzlicher Strom da verbraucht wird. Bei uns in Villach findet in dieser Woche ein "Nachtspringen" auf der Skisprungschanze statt. Sieht toll aus die hell beleuchtete Schanze. Die Scheinwerfer verbrauchen wahrscheinlich die Energie einer Kleinstadt. Wie war das noch mit Energiesparen? Mittwoch: Kinderfreundevogelstationbasteln mit anschließender Weihnachtsfeier. Damit nicht das gleiche passiert wie im Vorjahr (auf der Weihnachtsfeier nur arbeiten), lade ich den engsten Kreis "für danach" zu uns ein. Es wird ein sehr amüsanter Abend der bis halb12 dauert, die Stimmung ist gut und gelöst. Bei der Feier im Kulturhaus betreut Alina den eben erst gekauften Schokobrunnen, überall sieht man Kinder mit verschmierten Mündern.... Donnerstag: Budgetdebatte im Landtag -ein begnadeter BZÖ Redner: "schau Herr Umweltlandesrat Rohr: do tuast du mir jetzt imma dazwischnkeppln. Heite Vormittog host du nu...." Gestern habe ich kurz den SP Mandatar Arbeiter gehört. Auch er gehört zu jenen die glauben ganz ohne Konzept sprechen zu können. B. meint, sie hätte eine ganz gute Rede gehalten. Ich glaube es ihr ungehört. Am Abend bade ich die beiden Kleinen, beim Anziehen vergesse ich auf die Windel von Elena. Als sie ein Theater macht (Bindele, Bindele..) versuche ich es wieder einmal mit Reden. Dann bemerke ich erst, dass der Boden in der Küche schon nass ist... Als Alina später tuschen möchte entdeckt sie auch noch einen kleinen Trutz im Ausguß. D. und Lydia kommen am Abend um das weitere Vorgehen bzgl. Urlaub zu besprechen. Ich mache wieder "Fleckerlspeis nach Munis Rezept". Mit Lydia ist es derzeit ganz toll zu kommunizieren, als Alina vom Bauchtanz nach Hause kommt und mit uns zusammensitzt ist es genau das gleiche. Ich habe massive Probleme mit der Heizung. Das Hackgut ist zu feucht, die Anlage schaltet deshalb immer wieder ab, weil keine entsprechende Temperatur erreicht wird. Ich kann nur hoffen, das bald wieder trockeneres Hackgut an die Reihe kommt. Freitag: Elena singt bereits am Morgen wieder von der "tleine Biene Mayaaaa" und "slaue Biene Mayaaaa" Ich nehme die Kinder mit zum Fußball. Es sind kommt nur die Kerntruppe, wir spielen wieder einmal 2 gegen 3 bzw. später dann 3 gegen 4. Man merkt allerdings dass das Training Früchte gezeigt hat. Die Gruppe mit Unterzahl hat keine Chance. Früher war das nicht so sicher, da die Mannschaft mit mehr Leuten sich meist sehr sicher gefühlt hat und ohne Konzept gespielt hat. B. kommt nach, diskutiert zuerst mit Mark, anschließend gibt es eine sehr gepflegte und lustige Diskussion über Medien, Politik etc. bei der Angela und ein Gast sehr gespannt zuhören. Wir fahren erst um 9 nach Hause. Alina ist total satt, sie hat gedacht die Mutter kommt um 5 und bringt sie nach Hause... Samstag: Hausarbeiten am Vormittag, ich arbeite auch am Werk für Herta und Gerhard. Es wird "Barbie, Ken and the inner core" oder "Barbie and Ken in the inner core" heißen. Peter möchte mit mir auf einen Kaffee gehen. Am Vormittag möchte er allerdings mit Florian Frühstücken gehen. Als ich ihn um 3 wieder anrufe meint er, dass sie schon mit dem Frühstück fertig seinen, er aber jetzt noch schnell etwas kaufen müsse.... B. braucht auch etwas vom Eine Welt Laden. Die ganze Belegschaft fährt mit, Elena schläft im Auto ein. Mit ihr schlafend auf dem Arm komme ich nach der Parkplatzsuche ins Geschäft. Renate U. verkauft einmal im Jahr, heute ist genau der Tag. Wir setzen und in den ersten Stock und haben ein nettes Gespräch. Die Stadt ist ziemlich voll mit Menschen, wir treffen auf unserem Marsch durch die Innenstadt allerdings niemanden den wir kennen (bis auf die Douglasverkäuferin...) Am Abend Weihnachtsfeier der Feuerwehr. B. ist auch dabei. Bemerkenswert ist, dass im Aufenthaltsraum nicht mehr geraucht wird, auch die Feuerwehr geht mit der Zeit. Ansonsten Programm wie immer: zuerst allgemeines Warten auf Finis Hendln, danach schnelle Ansprachen und dann Bäuche voll schlagen. (ca. 30 Hände geschüttelt) Nach der Weihnachtfeier treffe ich noch D. auf das bereits traditionelle Bier im Racers. Es schneit, ich habe Kopfschmerzen und man merkt meiner Stimme an wie es dem Hals geht. Sie meint, dass sie doch nicht mitgehen möchte zur Party nächsten Samstag, weil die Leute sich sonst den Mund zerreißen würden. Ich bin schon um halb11 wieder zu Hause. B. ist beleidigt weil ich noch auf ein Bier gegangen bin. Allerdings wäre es überhaupt kein Problem gewesen, wenn sie mitgekommen wäre, die Kinder sitzen vor dem Fernseher und schauen noch bis nach 11 "Asterix und Obelix" Sonntag Ich mache mit B. einen längeren Morgenspaziergang. Wir besprechen die Weihnachtsgeschenke und den Ablauf der Festivitäten. Ich kann die Gelegenheit nutzen und gleich einen Christbaum aus unserem Wald mitnehmen. Peter kommt zum Mittagessen vorbei. Wieder wird die aktuelle politische Lage debattiert, ich kläre Peter darüber auf, dass die SP leider nicht mit einem modernen Unternehmen zu vergleichen ist, dass sich um Mitarbeiterentwicklung kümmert. B. erzählt wieder über ihre Erlebnisse mit den BZÖ Schreiern. Gemeinsam fahren wir nach einem ausgiebigen Mahl zum Adventmarkt nach Velden. Dort ist die Hölle los. Man bekommt nicht einmal bei den aussen gelegenen Parkplätzen einen freien Platz, um die Stände drängen sich die Menschen. Die Kinder sind äusserst lästig, wollen entweder getragen werden, oder unbedingt zu den Pferden. Als wir vor dem Rathaus einen Glühwein trinken, erleben wir dort die schleppenste Ansage von Liedern die wir je gehört haben. Der Chorleiter übertrifft sogar noch die übliche Traurigkeit der Kärntnerlieder bei weitem. Wieder zu Hause wäre eine Sauna kein Fehler gewesen, aber auch beim Bügeln neben dem Kachelofen wird es angenehm warm....
Montag: Einkaufen mit allen, Elena zeichnet sich durch besondere Lästigkeit aus, weil sie keinen neuen Zutz bekommt. Dienstag: Alina ist beim Basketballspiel gesprungen und unglücklich aufgekommen. B. war zu Hause, wurde verständigt und fuhr gleich mit ihr ins Krankenhaus. Der berühmte Lausegger (Alina meinte am Abend: "ein Stanislaus oder so ähnlich.." ) sagte:"wenn ihr nicht gekommen währt hätten wir nichts gemacht, so bekommt sie einen gips" Sie hat allerdings eine Knochenabsplitterung, und konnte überhaupt nicht mehr auftreten. Den Gips trägt sie mit Würde, und hinterläßt am ersten Abend schon in der ganzen Wohnung ihre Spuren. Bügeln zu Report und ZIB. Mittwoch: Reise nach Wien zu WB03 Bundesausschuss und IT KV BR Konferenz. Dieses mal bin ich rechtzeitig am Bahnhof, weniger Stress führt scheinbar auch dazu dass es mir tatsächlich noch gelingt eine Stunde zu dösen. Die Sitzung am Vormittag verläuft recht ruhig (zwischendurch geht eine Unterschriftenliste für Amnesty International durch..), dafür wird es am Nachmittag um so emotionaler. Es sind starke Töne zu hören. Susis Conclusio: "wenn ist, dann ist, wen nicht ist, dann ist nicht" (wenn die Arbeitgeber einer "Ist" Erhöhung zustimmen, dann ist ein Ergebnis auf dem Tisch, sonst nicht) Bei der Heimfahrt treffe ich einen ehemaligen Arbeitskollegen, mit dem ich mich einmal schon sehr gut unterhalten habe. Auch dieses mal trinken wir einige Biere im Speisewagen... zu Hause: Elena hat in St. Martin so große Angst vor Nikolaus und Krampus, dass sie am nächsten Tag die Zwetschkenkrampusse am Tisch nicht aushält... Donnerstag: Chiara hat Schafblattern, und sieht immer ärger aus. Sie bleibt am Freitag beim Großvater Freitag: endlich wieder Fußball. Wir spielen zuerst nur 4 gegen 4, die anderen (Andi, Günther Petsch, Joe und Ernst) sind überheblich und sehen sich als bessere "Techniker" und schiessen wirklich relativ leicht 2 Tore. Als Günter W. zu uns (Robert St. + Bruder Günter + Mark) kommt steht es allerdings bereits 2:2. Danach haben sie kaum mehr Chancen, und wir gewinnen schließlich 10:4. Auch das anschließende Spiel bis 5, das nur bis 3:2 dauert lassen wir sie nicht gewinnen. Andi ist danach am Boden zerstört und total fertig. Er erzählt später, dass er vor 14 Tagen kurz vor seinem Haus von der Polizei kontrolliert wurde (mit Fußballschuhen, kurzer Hose und T-Shirt um 10Uhr Nachts), und beim Vortest 0.21 herausgekommen ist, was verdoppelt 0.42 ausmacht. Bei nur einem hundertstel Promille mehr hätte er am Posten den echten Test machen müssen.... Sein Glück war, dass an diesem Abend Käseverteilung war, er sehr viel davon gegessen hatte, und Angela sich geweigert hat noch einen Schnaps auszuschenken. Als ob sie es gewußt hätte.... Wir verbringen noch ein paar recht angenehme Stunden, Mark läßt sich über Politik und Politiker im allgemeinen sehr aus. Günter Petsch meint ziemlich offen, dass ihm die Autobahnanreiner und die gesamte Umwelt sehr egal sind, wenn er mit 180 Sachen durch die Lande zieht, schließlich muss er mehrere Termine am Tag schaffen. Das wird kurzfristig sogar Mark zu viel. Zu guter Letzt bekommen wir von Angela noch köstliche selbstgemachte Nachspeisen, die angeblich übriggeblieben sind. Samstag: Arbeitssamer Vormittag, Kinderaufsicht am Nachmittag weil B. zur Mitgliederversammlung nach St. Jakob fährt. Dort trifft sie auf Gabi, die bereits einen Gutteil von dem sagt, was sie eigentlich sagen wollte. Am Abend mit D. wieder ins Racers. Später kommen noch Andrea, Sabina und Beat dazu. Alle Damen tragen Schmuck mit Kugeln was D. zu Gedankenspielen bringt auf die ich nie kommen würde. Sonntag: ich fühle mich auch nicht 100%ig fit und laufe nicht einmal. B. und ich gehen eine in den Wald. Der Holzfäller hat wirklich seine Spuren hinterlassen. Wir verbringen auch Nachmittag zu Hause, mit kranken Kindern bzw. Kindern mit Gipsfuß kann man nicht wirklich viel unternehmen.
Montag: in der Früh fragt mich der Schwiegervater mit leicht verzweifelter Stimme, ob wir uns schon bzgl. Hackschnitzel etwas überlegt haben, weil jetzt wäre es noch günstig, das Holz trocken, im Winter bei Schnee kommen wir nicht zum Stadel hinauf. Wie schon in den letzten 10 Jahren gelingt es mir sicher nicht ihn davon zu überzeugen, dass wir eigentlich genügend Hackgut am Stadl hätten, und es egal sei, ob wir vor oder nach dem Winter hechseln. Am Abend beginnt B. natürlich auch mit dem Thema. Nein, sie hat überhaupt nicht mit dem Vater darüber gesprochen, sie möchte nur wissen, wie es mit den Hackschnitzeln aussieht. Auch sie glaubt nicht als ich ihr sage das wir die letzten 10 Jahre kein Problem hatten, und ich einzuschätzen weiß, wie viel wir haben, und wie viel(eigentlich wenig) wir verbrauchen. Sie kommt mir sogar damit, dass ich schon zweimal (ich kann mich an einmal erinnern) gemeint habe, dass ich ja Notfalls vom Kreschischnig Hackgut kaufen könnte. Schlimmeres könne wahrscheinlich kaum über sie kommen....(Als seinerzeit über Biowärme oder Gasanschluss diskutiert wurde, wollten die Leute auch lieber von russischem Gas abhängig sein) Danach laufe ich noch eine Runde, am Abend beschäftige ich mich mit dem aussortieren von Alinas Volkschulbüchern. Die Kleinen gehen erst um halb11 mit B. ins Bett, ich lese noch eine Stunde im Wohnzimmer. Dienstag: Lisa schreibt in ihrem Blog dass sie sich in Klagenfurt zu einer Veranstaltung zum Thema Web2.0 angemeldet hat. Unter den bereits angemeldeten TeilnehmerInnen finde ich auch einen alten Arbeitskollegen, der noch dazu auch bei Vox sein Weblog führt.... Am Nachmittag habe ich eine angeregte Diskussion mit Ernst zum Thema "Weblogs", er findet (wie viele andere) dass es sehr gefährlich ist, ein Weblog zu führen, weil man nie weiß, wie sich die politischen Verhältnisse entwickeln, und wer irgendwann einmal ein Weblog bzw. die Einträge darin gegen einen verwenden wird. Oder welche Jobs man nicht bekommt, weil man ein Weblog führt bzw. dort Dinge hineinschreibt, die einem zukünftigen Arbeitgeber nicht gefallen könnten. Abend: Bei der Heimfahrt ist auf Ö1 wieder derzeit moderne Begriff "Artist in Residence" zu hören. Ich überlege, ob es nicht nett wäre als "Writer in Residence" irgendwo ein paar Monate zu verbringen, und seine Eindrücke in einem Weblog festzuhalten wie z.B. dieser hier http://vapztravels.blogspot.com/ Ein google Versuch zeigt, es gibt schon ein paar davon... Nachdem niemand zu Hause ist, mache ich bei meinem Regal weiter. Kurz vor 6 beschließe ich ins Kino zu gehen. Der Film "auf der anderen Seite" spielt nur mehr diese Woche, und ich bezweifle, ob ich ihn sonst noch sehen könnte. Der Film ist wirklich sehenswert und sehr beeindruckend. Einzige Schwachstelle in der Geschichte ist meiner Meinung nach die Sache mit dem Revolver, bzw. wie er dann geraubt und unglücklicher Weise wiedergefunden wird. Der Schluß ist sehr versöhnlich und klug. Er überläßt es dem Zuseher sich ein Ende auszudenken. Je nach Geschmack kann dies ein Happy End oder eine Fortführung der unglücklichen Zufälle sein. (Preis der "ökumenischen" Jury in Cannes 2007) Mittwoch: Ich hole Alina von der Schule ab und nutze die Gelegenheit mit ihrer Zeichenlehrerin ein paar Worte zu wechseln. Wir haben eine Verständigung bekommen, dass Alina in BE "äußerst mangelhafte Leistungen" hat was das "schulische Verhalten" anbelangt. Sie hat nämlich irgendwann im 4 Stunden dauernden Zeichenunterricht begonnen "Stadt/Land" zu spielen... Die Lehrerin räumt sofort von sich aus ein, dass es eben unmöglich ist, bei 4 Stunden Zeichnen davon auszugehen dass die Kinder ruhig sitzen bleiben. Es war reiner Zufall, dass Alina da auf die Liste kam. Als ich der Lehrerin sage, wie beeindruckt ich davon bin was sie den Kindern alles beibringen kann (aktuell war es das Augen zeichnen) sieht man richtig, wie sie "wächst" indem sie sich stolz aufrichtet. "Alina hat natürlich Talent, aber selbstverständlich spielt es auch eine Rolle was und wie unterrichtet wird..." Bei der Heimfahrt erzähle ich Alina noch die Geschichte wie ich mit dem Thema "Feedback" einmal bei einem Rhetorikkurs gespielt habe. Donnerstag: Mein Auto ist beim Service, ich nutze die Zeit zu einem Gespräch mit Alinas Klassenlehrerin. Es wird ein langes höchst interessantes Gespräch über Geschichte, Politik und Medien. Mit Alina ist sie ganz zufrieden. Bendlinger kommt mit der Holzabrechnung. Er kommt auf die Hackschnitzl zu sprechen, und meint dass es für uns derzeit besser (auf jeden Fall billiger) wäre wenn wir Hackschnitzl kaufen würden... "SPE" Weihnachtsfeier beim Melcher in Drobollach. Ich tanze mit 3 Girls auf, alle machen auch den Begrüßungsrundgang mit, ich werde auch heuer wieder wie im letzten Jahr bei den Weihnachtsfeiern alle mit Handschlag begrüßen. Ewald sagt tatsächlich bei seinen Reden immer SPE statt SPÖ.... Die Feier ist recht kurzweilig, es werden ein Video über das letzte Kufenstechen und einige Bilder über SP Ausflüge gezeigt. Wie unschwer zu erkennen ist, spielt bei letzteren der Alkohol eine sehr wichtige Rolle. (Handschlagzahl ca. 50) Freitag: Hackguthächseln. Halb 3 war ausgemacht, wir beginnen um viertel 4. Der Schwiegervater hat extra noch Holz aus dem Wald geholt, damit wir ja nicht zu wenig haben. Die kurzen Stücke die dabei sind machen Probleme, weil sie seitlich hineingezogen werden, und der Hächsler nicht längs zur Faserrichtung des Holzes hächseln kann. Richard fährt mit seinem Traktor und Kipper für uns. Auf unserem Kipper ist noch Holz das für Franzi bestimmt ist. Es stellt sich rasch heraus, dass es mindestens 3 Kipper sein werden. B. hat beim Streit am Montag ja gemeint: "was willst du mit den paar Ästen, über den Winter kommen?" Da auch im Keller nicht viel Platz ist, komme ich ordentlich ins Schwitzen, weil ich dort das Hackgut auf die Seite schaufeln muss. Am Stadel versuche ich mit der Heckschaufel den ersten Kipper nach hinten zu transportieren, um einen weiteren kippen zu können, es funktioniert leider trotzdem nicht beim dritten Kipper alles zu kippen. Ich zahle schließlich 125€, eigentlich wären es 132 gewesen, aber der Hächsler konnte nicht wechseln... Die gleiche Menge Hackgut hätte bei 7€ pro Kubikmeter ungefähr das gleiche gekostet. B. mußte um 4 zu einer wichtigen Kinderfreundesitzung. Nachdem die gröbsten Arbeiten erledigt sind, gehe ich auch zum Moser und freue mich schon auf ein Bier. Der Kellner sitzt einsam beim Besteckwickeln im Saal. Ich bitte ihn mir ein Bier in die Abwehrkämpferstube zu bringen. Dort warte ich dann an die 10 Minuten, da aber ohnehin schon allgemeiner Aufbruch ist, verzichte ich lautstark dankend auf das Bier. Danach schaufeln B. und ich den letzten Kipper mit der Hand herunter, Richard benötigt den Hänger schon am nächsten Morgen wieder. Weil ich in den letzten beiden Tagen nicht wenig Geld ausgegeben habe (360 für Service, 60 am Freitag für Glühstifte, 125 für Hächseln) lade ich noch ein zu Pizza vom Dobner.D. und Lydia kommen auch, es wird ein angenehmer Abend, meine aufgestaute Wut verliert sich schön langsam. Samstag: B. hat beim letzten Streit zum Thema Holz gemeint, dass sie mit dem Vater in den Wald gehe, wenn ich das nicht mache. Sie geht am Samstag dann aber doch nicht, der Vater brennt Schnaps. Ich gehe mit den Kindern zuerst ins Atrio und anschließend mit Sasa und Robert ins Parkcafe. Die beiden Mädchen gehen recht nett mit dem kleinen Niko um, er will aber nur die Welt erforschen und ist dauernd unterwegs. Unglaublich wie viel "mutiger" (unvorsichtiger) Buben schon in diesem Alter sind. Am Nachmittag fahre ich mit dem Rad nochmals ins Atrio, da ich vergessen habe der Dame beim One Shop zu erklären, dass ich eigentlich meine bestehende Nummer behalten möchte. (Zu Mittag versuche ich in einem halbstündigen Telefonat mir der Hotline zu klären, ob sie noch drinnen ist) Ich muss noch einmal die ganze Prozedur (Führerschein, Kontonummer, Adresse etc.) durchgehen, als der Verkäufer den Vertrag ausdrucken möchte streikt die Applikation, er bekommt eine vielsagende ganzseitige Errormessage. Also noch einmal das ganze von vorne und mit der Hand geschrieben... Zu Haus ist die Eingangstür extra versperrt, die Kellertür offen. B. ist mit Kindern und Schwiegervater in Faak bei der Öffnung des ersten Adventfensters. Als sie nach Hause kommt sage ich nur: "es macht keinen Sinn, die Haustüre extra abzusperren, wenn die Kellertür offen ist" - schon gibt es wieder Krieg. "von dir bekomme ich immer nur Stoff, du bist so negativ" etc. Ich werfe ihr dann vor, dass ich nicht das Hausmädchen bin, dass Aufräumt wenn es nach Haus kommt. Dann ist sie schon wieder draussen bei der Tür, sie muss noch nach Villach zu einer Veranstaltung und am Abend nach Klagenfurt zu einer Diskussionsrunde anläßlich des Welt Aids Tages. Mir gehen unsere laufende Streiterei schon ordentlich auf die Nerven, erstmals gelingt es mir nicht mich mit guter Musik von meinen trüben Gedanken abzulenken. D. holt mich zum Bier im Racers ab, zuerst überlege ich, ob ich überhaupt fahren soll, dann bin ich froh unter Menschen zu sein, und ganz normal Reden und Scherzen zu können. Zu meiner Aussage: "der Samstag ist auf diesem Hof primär ein ganz normaler Arbeitstag" meint D. dass der Schwiegervater am Nachmittag zu ihr auf die Frage "ob er viel Arbeit habe" gemeint hat (als sie vom Schifahren gekommen ist); "ja, irgend jemand muss ja arbeiten, damit andere Skifahren gehen können..." Um halb 12 sind die Kinder noch auf und möchten eine Geschichte hören. B. kommt auch nach Hause, es wird noch später. Sonntag: Die Kleinen wachen erst auf als ich kurz vor halb10 die Jalousien öffne. Am Vormittag laufe ich eine größere Runde (14Km) und danach zaubere ich noch eine "Fleckerlspeis". Wir fahren mit den Cramers nach Maria Elend, spazieren dort eine Runde solange Sonne ist. Ich wollte schon lange einmal mit Heinz über die SP sprechen, er hat mir seinerzeit erzählt, dass es eine eigene Sektion für Leute geben soll, die mit der üblichen Organisation nicht so 100%ig glücklich sind. Der Vorsitzende dort wäre Caspar Einem gewesen. Als ich nun hörte, dass sich Caspar aus der aktiven Politik zurück zieht, dachte ich das Heinz jetzt absolut "Heimatlos" wäre. Es sieht die Sache aber so wie ich mit einem gewissen Pragmatismus, er erzählt von den Aktivitäten der Sektion bei denen es vor allem darum geht wo die Hendln für die Feste am günstigsten zu bekommen sind. Ich erzähle dann von unseren Veranstaltungen, und wir kommen drauf, dass die einzige Veranstaltung die noch ein bisschen was mit Politik zum tun hat eigentlich der erste Mai ist. Es gab früher sehr interessante Diskussionsrunden in der Stadt mit dem Titel "mit der Sozialdemokratie im Gespräch", seit Christa in Wien ist tut sich da leider auch nicht mehr all zu viel. B. muss dann dringend zum Nikolo ("er kommt um 14:30!"), sie dreht vor uns um. Der Nikolo kommt schliesslich kurz nach 3, als auch wir schon unseren ersten Glühwein fertig hatten. Noch kurz einen Sprung zu Ella und Gernot, sie sind beide krank. Danach muss B. schon dringend weiter zu einem Konzert eines Doppelsextets. Sie schreibt am Abend noch eine Presseaussendung nachdem sie die Haider Fotos im Profil gesehen hat.
Montag 19.11: ich bastle eine Stunde am neuen Regal in Bosnien. Danach beschäftigen mich die Mädchen, Emma übernachtet auch bei uns. Kurzfristig kann ich sie in den großen Raum abschieben, doch als ich mir ein Buch (Arno Geiger "es geht uns gut") zur Hand nehmen möchte sind sie schon wieder da. "Können wir mit dem Computer zeichnen?" - nach einiger Diskussion gebe ich nach, als alle 3 endlich beim PC sitzen (für Elena mußte ein eigener Stuhl geholt werden) versuche ich zu lesen. "Papa, der Radiergummi schreibt blau". Paint beenden und wieder starten. Ich beginne wieder bei der gleichen Seite. "Papa können wir jetzt was anderes spielen?" "wie wärs mit Barbie?" "ja, super, hurra!" Ich finde nach knapp 10min ein Puzzlespiel auf Barbie.de das sie eigentlich schaffen müßten, und begebe mich wieder zum Buch. nach knapp 30 Sekunden: "das Puzzle ist zu schwierig für uns..." Sie spielen dann noch kurz im Wohnzimmer, ich kann sie sogar davon überzeugen, dass sie nicht die Dauermusik vom Kinderklavier dazu brauchen, komme aber auch nicht wirklich zum lesen. Ok, dann fertig machen fürs Bett. "Emma braucht noch ihre Medizin". Frage von Alina als sie die Flasche sieht: "ist das der Saft der Herzrythmusstörungen verursacht? Ich leere den Saft auf die falsche Seite des Messbechers, alles rinnt auf den Tisch, die Kinder sind amüsiert. Elena bekommt ein Fläschchen, die beiden andere ein Häferl mit Kakao. Chiara schüttet einen Teil aus - schon wieder wird der Wetex benötigt... So, Pyjamas anziehen. Emma hat zwar einen ganzen Rucksack und ihren "Elchi" mit, leider keinen Pyjama. Es paßt ihr jedoch einer von Chiara. Zähneputzen, auch Emma hat den schönen Brauch dass sie die Zahnpaste um den Mund lieber mit dem Ärmel wegwischen möchte als mit Wasser... Als letzte Zähneputzen bei Elena. "Wickeln brauchen wir ja nicht, wir haben ja vorerst erst die Windeln gewechselt" - "oder hast du etwa?" ja, sie hat tatsächlich. Übliches Fragen an sie, "wann wirst du endlich, du weißt ja schon wie es geht" etc. Schon um dreiviertel Zehn sind alle oben im Bett, während ich Elena wickle haben die beiden anderen schon einen riesen Haufen Pixibücher am Bett ausgebreitet, und zum Glück ein relativ kurzes ausgewählt. Als ich in "Petzi und die Fahrt zum Ende der Welt" beginne, schläft Emma schon weg. Elena liest nebenbei ihr eigenes Buch. Gott sei Dank sind aber alle schon so müde, dass sie nicht mehr hinunterkommen nachdem ich eine gute Nacht gewünscht habe. (gestern sind Chiara und Elena um 10 noch einmal dagestanden - ich war beim Bügeln- und nachdem ich sofort mit ihnen barsch gegangen bin, haben sie bis zum Bett hinauf geschrien und gewinselt wie kleine Kätzchen, sind aber dann oben geblieben) B. war übrigens in der Zwischenzeit ab 7 "kurz" mit Erich bei Lotte um mit ihr über die Kinderfreunde etc. zu sprechen. Sie kommt knapp vor halb11 nach Hause, wir reden noch bis nach 11, aber ich konnte zumindest eine halbe Stunde lesen.... Dienstag: Niemand zu Hause, ich laufe eine schnelle Runde, habe ziemliche Probleme mit Sodbrennen, vielleicht zu viel Kaffee in der Firma? Am Abend Sauna bei Manfred mit D. und Andrea P. Die Damen sind von der Sauna und von Manfreds Haus begeistert, die Stimmung ist gelöst und sehr entspannt. Andrea hat es noch dazu geschafft ihre Stunden zu reduzieren, wir beginnen gleich einmal mit einem Gläschen Sekt. Der See ist zwar schon ziemlich kalt, einmal kurz hinein geht nach einem anständigen Aufguß aber doch. Vor dem Saunahaus sitzen wir danach bei Mondenschein und Eiseskälte. Es ist unglaublich still (uman See). Nach 3 Aufgüssen richten wir im Haus die mitgebrachte italienische Jause. Manfred holt einen tollen Südtirolerwein aus seinem Weindebot. In seinem Wohnzimmer fehlt zwar in der Nacht die Aussicht, die Stimmung mit den vielen Kerzen hätte ich aber ebenfalls sehr gerne festgehalten. Mittwoch: Als ich nach Hause komme gibt es bereits zu Essen. Fr. Hackl hat für Albina in der Perau eine Messe bezahlt, B. besucht sie mit Elena und ihrem Vater. Alina putzt ihre Hasen aus, Chiara beklagt sich dass Alina sie nicht mithelfen will. Alina meint altklug: "sie hat mir am meisten geh olfen indem sie mir nicht geholfen hat..." Chiara will danach unbedingt Zeichnen. Sie zeichnet mir ein Herz vor, und gibt mir dann die Farbe mit der ich es ausmalen muß. (Zwischendurch muß ich immer wieder weg: Einheizen, Alina bei der Tanzmatte helfen etc.). Zuerst funktioniert das ganz gut, als ich Chiara aber zu lange weg bleibe, und sogar noch die Zeitung nehme fängt sie auf ihre typische Art zu Jammern an. Als B. und Elena wieder zurück kommen, ist die Welt allerdings schnell wieder in Ordnung. Die Damen tanzen zuerst auf der Matte im Wohnzimmer, und anschließend gibt es sogar noch eine Bauchtanzvorführung der Großen bei der ich die Jury spielen darf. Donnerstag: ich fahre mit den beiden Kleinen zum Neukauf. Als ich mich für Schokobananen entscheide, und die Schokolade die Elena haben wollte wieder retour lege, fängt sie zu schreien und zu toben an. Zu Hause meint sie dann allerdings "ahh guat" Wir packen für die morgige Reise nach O.Ö. Alina möchte nicht mitfahren, kann/möchte aber auch nicht unbedingt mit B. nach Gastein fahren. Sie macht eine Liste mit drei Spalten (Villach, Gastein, Weyer) und schreibt jeweils die Argumente dafür und dagegen hinein. Freitag: Alina macht einen vollen Aufstand und möchte nicht mit nach O.Ö. fahren. Ich brauche fast eine halbe Stunde sie doch zum Mitfahren zu bringen, und bin sehr stolz darauf, dass ich das ganz ohne Schreien zustande bringe. Schon kurz hinter Klagenfurt ergeben sich auch schon wieder tolle Gespräche. Sie fragt mich z.B. ob es schon einmal Bohrungen gegeben hat, die bis zum "inner Core" der Erde reichten, und welche Theorie bzgl. Aussterben der Saurier nun die Richtige sei... Ich fahre die 3 Stunden durch, es ist unglaublich, wie problemlos das mit dem Touran geht. Bei meiner Mutter bekommen wir zuerst einmal zu essen und verbringen dann einen recht gemütlichen Abend. Dummerweise fange ich bzgl. Arigona zu reden an, meine Mutter würde sie sofort "Aowschiam" (vor allem, weil sie einmal das "Viktory Zeichen" gezeigt hat) Wir trinken noch eine gemütliche Flasche Wein, mein Vater hält sich sehr zurück. Samstag Die Nacht habe ich auf der Matratze vor dem Doppelbett verbracht, im Bett lagen die Mädchen. In der Früh haben sich dann aber sowohl Elena, als auch Chiara zu mir gezwängt... Am Vormittag ist Einkaufen und Pallnstorfer angesagt. Im allgemeinen Aufbruchstrubel habe ich allerdings die Geldtasche bei den Eltern liegen gelassen. Als ersten Bekannten treffe ich den Bürgermeister, er bietet mir sofort an mir Geld zu leihen... Beim "Palli Max" rede ich fast nur mit Bernadette, er ist schwer beschäftigt mit Hosenkürzen und Schiepreparieren. Es sind mindestens 5 Kunden im Geschäft, so viele habe ich noch nie gesehen. Bernadette sagt mir, dass ihre Schwester Jolanda auch noch ein Kind bekommen hat, für nächstes Jahr nehmen wir uns fix vor endlich wieder einmal ein Treffen zu organisieren. Es wird auch hier über die Sorgen mit den Eltern gesprochen. Die Kleinen sind wieder einmal begeistert vom Geschäft und toben die eine Stunde die wir dort sind herum. Für Alina finden wir eine gut passende Hose, und in welchen Geschäft in Villach bekommt man eine Cola serviert während die Hose gekürzt wird? Nach einem opulenten Mittagsmahl (Faschierter Braten) mache ich mich auf zu einer kleinen Runde durch mein ehemaliges "Revier". Es hat sich einiges getan, die Bäume sind tw. sehr gewachsen, rund ums "Kurhausgelände" ist ein riesen Zaun gewachsen, manche Wege existieren nicht mehr und auf der Wiese stehen viele neue Häuser. Der Vater schläft länger als Elena zu Mittag, und so fahren wir vor zu Edith. Dort gibt es zuerst Kuchen, und nach dem gemeinsamen Fotoanschauen eine ordentliche Jause. Bevor wir gehen treffen wir sogar noch den Onkel Siegfried. Am Abend hole ich meinen Bruder ab, und treffe dort seine Frau und die beiden jüngsten Kinder. Wir fahren zum Broscha, wo wir mit dem Sonnleitner Klaus eine Runde Billard spielen. Man hat den Eindruck, als sei dort vor mindestens 30 Jahren die Zeit stehen geblieben. Den Spruch "Kegle sanft und nicht als Flegel, sonst verdirbst du Bahn und Kegel" kenne ich schon seit meiner Kindheit. Der Linoleumboden wurde sicher schon in den 50iger Jahren aufgezogen. Außer uns sind noch 4 Burschen beim Kegeln, sie müssen trotzdem jedes mal zum Wirt gehen, wenn sie etwas trinken möchten. Nach diesem ersten "Heimatmuseum" brechen wir auf zum Winklelmayer, die haben aber Samstag Ruhetag. Im "Fassl" und im "Pub" ist alles wie immer, ich bilde mir ein, dass die Türschnalle im Pub schon in meiner Jugendzeit kaputt war. Die Stückchen vom "Bröckerlhusten" im Pissoir runden das Bild sehr schön ab. Mein Bruder will um halb1 immer noch nicht nach Hause, ich habe allerdings genug der Romantik. (Bei den jungen Leuten im Fassl waren Mario und Manuela dabei) Sonntag: am Vormittag schauen wir zu Dieter und Marion. Es trifft sich gut, das ich einen guten Wein mitgenommen habe, Dieter baut sich gerade einen "kleinen" Weinkeller dazu. Bei unserem letzten Besuch haben sie noch im Markt gewohnt, jetzt haben sie bei Marios Eltern sehr großzügig dazugebaut. Die Kinder Leopold und Anna haben ein Spieleparadies. Auch meine Kinder sind fast nicht zum gehen zu bewegen. Zu Hause komme ich wieder fast mit meiner Mutter zum streiten, dieses mal über das an sich harmlose Thema "Mountainbiker". Sie wurde vor Jahren einmal von einem Mountainbiker erschreckt "Verena (jetzt 19) war ein kleines Kind" und deshalb ist es klar, dass die Mountainbiker genau das Problem darstellen, dass auch die Jäger mit ihnen haben. Die Autos der Jäger stellen kein Problem dar "an die hat sich das Wild gewohnt". Das Essen ist wie gewohnt hervorragend, Alina bekommt kurz ihr Fett ab, als sie sich in gewohnter Manier alleine über den Salat her macht. Nach dem Essen brechen wir auf, die Kleinen schlafen noch länger als bei der Hinfahrt. B. war das Wochenende in Bad Gastein, bei Schafkäse aus Gaflenz schwärmt sie von der Therme. Wir sollten unbedingt einmal hinfahren, Samstag wäre optimal. Der nächste Samstag wo es ginge wäre schon der 15te Dezember. Beim nächsten mal muss ich besser aufpassen, was die Kleinen so alles einpacken, dieses Ding haben wir zu Hause noch nie benötigt....
For a full sit-down dinner with several guests, would you rather be the one cooking or do you prefer to just show up and eat?
I would prefer a dinner where every guest has the chance to bring in a little part for the whole dinner.
Montag: Ich beginne den vorderen Raum in Bosnien als Arbeitsraum vorzubereiten. Alina und B. wälzen Pläne wo sie im Haus oder im Stall eine Sauna und ein Schwimmbad unterbringen könnten. Nachdem ich Alina gesagt habe, dass sie schon mit 100k€ rechnen muss, beschließt sie dass B. zur Millionenshow gehen muß. Dort blieben danach dann sogar noch 900k€ übrig.... Dienstag: Strumpf anmessen für die Krampfadern/Varizen Operation. Der rechte Fuß ist durchs Fußballspielen tatsächlich stärker als der Linke Am Abend eine Runde Laufen. Ich bin noch immer nicht vollständig am Damm, huste viel und quäle mich über 7km. Danach noch Aufräumen im gr. Raum (zum x-ten mal) Erich kommt wieder einmal vorbei und erzählt wie toll sein Wochenende gewesen ist. Mittwoch: Ich hole zuerst die Kleinen, dann Alina aus der Stadt. Beim Spar im Atrio kaufen wir Shrimps für die "Venezianischen Scampi" Tatsächlich gelingt es mir diese und vor allem auch die Sauce recht schmackhaft zu gestalten. D. und Lydia als Testesserinnen sind begeistert. In der Nacht bin ich eingekeilt zwischen Elena und Chiara, sie schlafen unruhig, weil B. am Abend nicht da war. Um 4Uhr Früh wacht Elena auf und geht mit mir zum Klo. Freudig begrüßt sie B. als sie bemerkt dass diese auch im Bett liegt. Donnerstag: B. ist bei einer Veranstaltung ihrer Abteilung. Ich bekomme Emma noch dazu, habe aber dafür das Vergnügen mit ihrer Mutter ein Bier zu trinken als diese sie Abholen kommt. Wir haben eine angeregte Diskussion. Sie hat den neoliberalen Mythos "jeder der arbeiten will bekommt auch eine Arbeit" voll intus. Wird mir ein Vergnügen sein sie ein wenig aufzuklären. Beim suchen nach "Aufklärungsbüchern" stolpere ich auch über den Neil Postman. Schöner Lesestoff für lange Winterabende (ohne Fernsehen...) Freitag: B. hat eine Veranstaltung, die Kids kommen mit zum Fußball. Wir sind 19(!) Spieler und spielen fast schon aufs große Feld. Erstmals kann ich sogar als Tormann ein wenig glänzen, ich kann einen Ball gerade noch mit dem Fuß abwehren, Stefan P. möchte daraufhin aus kurzer Distanz abziehen, ich werfe mich einfach vor ihn hin, und er knallt tatsächlich den Ball nur auf meinen Rücken.. Beim Pranger kommt auch B. dazu, wir verbringen einen netten Abend mit den Freunden, die Kinder zeigen was sie im Bodenturnen drauf haben.... Samstag: Ich halte einen Vogel auf einem Baum für eine Eichhörnchen (Oachkatzl) und will es Chiara zeigen. Diese lacht und meint: "das gleiche ist der Mama auch schon einmal passiert. Ihr seid aber lustige Eltern, so lustige hatte ich noch nie!" B. fährt mit den Kids zu "Frühstück mit Gabi". (Die gesamte Parteinomenklatura ist ebenfalls anwesend). Ich nutze die Zeit um ein zweites Regal für Bosnien vorzubereiten bzw. die üblichen Samstagsarbeiten (Holzhacken, Asche ausräumen etc.) durchzuführen. Ab Nachmittag sind die Kinder bei Annas Geburtstag, ich treffe B. bei der Tauschbörse der Kinderfreunde. Nach dieser Veranstaltung kommen Erich und Andrea noch zu uns, weil Erich noch eine "Viertelstunde" mit B. sprechen möchte. Der Schwiegervater kommt dann auch noch auf ein paar Würstchen, die nicht bei der Tauschbörse benötigt wurden. Das was Erich eigentlich besprechen wollte, spricht er dann erst an als er schon fast bei der Tür draußen ist, es wird sicher noch das eine oder andere Telefonat notwendig sein..... Wir haben dann tatsächlich noch eine Dreiviertelstunde für uns alleine.... Am Abend besuchen wir das "Ärmelschonerkränzchen" in Latschach, den Ball der Bezirkshauptmannschaft. Tolle Stimmung, eine sehr gute Mischung aus Beamten und Politikern, ich lerne einige interessante Menschen kennen. Die Frau vom St. Jakober Vizebürgermeister möchte mich zum nächsten Stück in die Studiobühne mitnehmen, der BGM aus Afritz fragt ob ich nicht ein paar Entwickler für eine interessante Firma die in China Projekte machen möchte habe. Die Fotografin von Kärntenblitz kenne ich auch von irgendwoher ( bin schon gespannt ob sie mir die Fotos noch zuschickt) Egon der Ehrenpräsident stellt mir dann mit der Frage wer der letzte Kanzler der ersten Republik war eine gute Falle. Es war nämlich nicht der Schusschnigg, sondern für ein paar Tage noch der Seyss Inquart. (der am kürzesten dienende Bundeskanzler der 1. Republik war allerdings ein gewisser Walter Breisky - Wikipedia sei Dank - hier irrte sich der Egon, den ich den ganzen Abend mit "Ewald" angeredet hatte... Er ist zwar durch und durch "Demokrat", trotzdem erzählt er mir wie die Nazis seinerzeit die Ehrengarde aufmarschieren ließen für die Kapitulationserklärung der Franzosen im gleichen Waggon indem seinerzeit die Deutschen dies tun mussten. " mit allen militärischen Ehren...." Eines der Highlights des Abends war ein als "Zechmeister", auftretendes Unikum aus Oberaichwald mit dem ich mich sofort sehr gut verstanden habe. http://kafekatastrofa.com/ Zus später Stunde kommt dann noch ein sehr gut gelaunter Reinhart Rohr vorbei, der 3 Feuerwerker im Schlepptau hat und am Ball einige seiner Sängerrunde trifft (man beachte das Glas das jeder Sänger immer bei sich haben muss...) B. muss mich um halb2 mit sanfter Gewalt zum Auto bringen, ich wäre gerne noch geblieben. Sonntag: (Erster Schnee!) kurz nach 8 geht das Telefon. Es wäre Ella gewesen, die uns mitteilen wollte das wir die Kinder doch erst um 11 abholen müssen. Als ich mit den Kindern kurz vor 12 nach Hause komme beginnen wir mit dem Kochen, B. geht dann um 1 im vollen Schneegestöber noch laufen, als wir um halb3 endlich mit dem Essen fertig sind möchte ich mich eigentlich nur mehr hinlegen. (Nebengeschichte: als die Ratschies letzten Sonntag schon am Vormittag zum Baden gehen wollten, sind sie ebenfalls erst um halb3 im Bad gewesen) Die Kinder wollen aber unbedingt hinaus und sind ausgesprochen lästig. Ich bin aber standhaft und es gelingt mir eine halbe Stunde zu schlafen. Als ich aufwache stehen D. und Lydia in der Tür. Gemeinsam versuchen wir die anderen im Dorf zu finden, was uns tatsächlich beim Reitstall gelingt. Den Abend verbringen wir mit Betrachten von Afrika Dias, wobei die beiden großen Kinder laufend im Scheinwerferlicht tanzen möchten und die beiden Kleinen sich um die Fernbedienung streiten. Mit Elena wird es etwas mühsam, weil sie bei jedem zweiten Bild zu lange am Drücker bleibt, was wieder ein Bild zurück bedeutet.... Bei jedem Dia mit Meer/Wasser meint Elli mit Begeisterung: Swimmen, Swimmen mit Fügalan... Wir beschliessen allerdings noch in diesem Winter auch die New Zealand Bilder anzuschauen.