Wir bitten für unsere Fußballer - Herr erbarme dich! (woche22)
aktuelle Prophezeiung:
wir erleben derzeit den Höhepunkt und das Ende des Autowahns mit allen möglichen Auto und Motorradtreffen, wo immer viel Lärm und Gestank verbreitet wird, und die nicht anderes sind als zur Schau gestellter Reichtum und Protzerei. Dass die SUVs, jene Kategorie die am meisten Treibstoff benötigt, die am stärksten steigende Gruppe darstellt, ist fast schon als Ironie der Geschichte zu bezeichnen.
Wenn der Benzin/Dieselpreis in schwindelerregende Höhen steigt, sprich das Fahren auch kurzer Strecken wirklich teuer wird, ist der Zeitpunkt erreicht, ab dem in Alternativantriebe investiert werden wird. Da Elektroantrieb derzeit am wahrscheinlichsten ist (Sprit aus Lebensmitteln ist irgendwie out) müssen die Autos kleiner und leichter werden.
Sie werden zusätzlich leiser und hoffentlich auch langsamer werden.
Das wird Volkswirtschaftlich gesehen gar nicht von Nachteil sein. Viele viele Autos wird man neu produzieren müssen....
Abgesehen von der geringeren Umweltbelastung durch Abgase darf auch der verringerte Lärm nicht unterschätzt werden.
Wenn es zusätzlich gelingt, die Autos (zumindest dort wo Menschen wohnen) zu entschleunigen, wird dies zu einer massiven Steigerung der Lebensqualität führen, da die Straßen auch wieder zum Gehen oder Befahren mit Rädern gefahrloser benutzt werden können.
Thomas P. dazu: ich kann mir das nicht vorstellen.
der VCÖ in einer aktuellen Studie: Benzin und Diesel sind weiter vorherrschend, pessimistisch ist man bei alternativen Antriebsformen wie Biosprit-, Erdgas- oder Elektromotoren. Bis 2020 bleibe der Benzin- beziehungsweise Dieselmotor die dominante Technik
Montag Abend Großveranstaltung im Technikum.
Gusi kommt und stellt (offiziell) sein neues Buch vor. Überraschender Weise ist Christian S. mit Frau und Kindern ebenfalls da. Das AudiMax ist nicht wirklich für Kinder geeignet, also trinken wir ein Bier auf der Terrasse in der schönen Abendsonne und reden über aktuelle Themen wie Nahrungsmittelkrise etc.
Er ist derzeit als Vortragender sehr gefragt, weil sich seine Organisation ja schon seit Jahrzehnten mit Themen beschäftigt die derzeit top aktuell sind.
Es stellt sich heraus, dass er Parteimitglied (in Villach...) ist. Die Genossen aus Auen wollen dann wissen bei welcher Sektion er ist, aber ihm ist das natürlich egal.
Wir treffen Alfred als die offizielle Veranstaltung zu Ende ist, er ist gerne bereit für ein Foto mit den Kids, Chiara meint danach er sei sehr nett.
Zu Hause diskutiere ich dann noch mit B. darüber ob man ein anderes Buffet (Bio oder zumindest von lokalen Anbietern) hätte wählen können. Es ist noch ein weiter Weg bis wirklich ein Umdenken einsetzt.
Dienstag: B. in Wien, Sommerhitze um 16:00 hat es über 30 Grad.
Nach dem Einsammeln der Kleinen gibt es einen Karfiolsalat, dieses mal habe ich den Karfiol allerdings zu lange gekocht. Joghurt mit Früchten essen dann sogar die Kleinen, Emma ist auch da.
Es ist herrlich auf der Terrasse, wir beobachten die Schwalben, es gibt heuer Rauchschwalben, Mehlschwalben und Mauersegler. Chiara tut so als würde sie mit einer MG auf sie schießen.
Danach noch Bügeln, als ich die Kleinen endlich im Bett habe kommt B. nach Hause, und sie sind wieder da...
Mittwoch:
Beim Schrauben Strauss mache ich leider kein Foto, wer weiß wie lange es dieses Geschäft noch gibt. Man kann 5 einzelne Schrauben in der gewünschten Größe kaufen...
Ich schraube damit die Nummerntafel am Traktor endlich fest.
Als ich mich gerade zu einer Radrunde aufmachen möchte fährt Peter in den Hof. Er hat aber kein Problem damit eine halbe Stunde mit B. und den Kids zu verbringen.
Wir sitzen noch eine Zeitlang auf der Terrasse zusammen. Er erzählt begeistert von einem neuen Buch und möchte unbedingt dass ich es auch lese.
Donnerstag: die Kollegen diskutieren die hohen Spritpreise und die Möglichkeiten günstiger zu fahren. Einer meint: "mit einem gasbetriebenen Polo würdest du dir sehr viel ersparen..."
Der andere dazu: "ich fahre nicht mit einem Polo"
Es ist ein rein emotionales Thema...
Alina ist akut erkrankt. Die französisch Schularbeit ist aber sicher kein Auslöser....
Allerdings wäre es nicht wirklich klug sie trotzdem in die Schule zu schicken, sie könnte den Klassenraum verunreinigen wenn sie meint das ihr "schlecht" ist...
Chiara hat keine/kaum Schuhe mehr außer den Sandalen, und die sind bereits zu klein. Ich fahre mit den beiden Kleinen zum Jello.
Beide reden auf mich ein, Chiara will keine Turnschuhe mehr und Elena braucht plötzlich auch neue Schuhe.
Als ich endlich Chiara davon überzeugen kann dass sie Schuhe probieren soll, läuft sie davon und versteckt sich als ich meine sie soll ein paar Schritte gehen.
Elena kommt mit einem "Flipflop" daher, ich möchte sie den zweiten probieren lassen, sie weiß aber nicht mehr wo sie ihn genommen hat. Ich bin kurz davor die Nerven zu schmeißen. Beide Damen müssen dann von mir getragen werden, nur so sieht man die Schuhe die auf den Regalen oben drauf stehen.
Chiara entscheidet sich schließlich für "Töffler" mit Totenkopf, Elena bleibt bei den Flipflops, wir flüchten...
Ich muss allerdings auch noch zum Merkur, danach Pizzatag. Zwischendurch ruft mich B. an und möchte Input von mir. Sie soll zu einer Infoveranstaltung der Ärztekammer gehen, und hat Angst davor dort gekreuzigt zu werden.
Ich empfehle, ein wenig auf die Regierung zu schimpfen (durchpeitschen von Änderung durch das Parlament macht ja wirklich keinen Sinn), aber sehr wohl zu bemerken, dass Reformbedarf besteht.
Die Damen (Alina und Lydia) beschweren sich, dass ich nur 2 Pizzas gekauft habe und beginnen schon während des Essens zu jammern dass sie zu wenig haben. Die Stimmung eskaliert, die beiden glauben dann auch noch sie müssten nicht abräumen etc.
D. und ich sind aber einer Meinung, und schlussendlich bewegen sich die beiden (mit ein bisschen Nachdruck und Drohungen) doch...
Alina nimmt die Situation zum Anlass und möchte moderierend eingreifen, beschränkt sich dann aber doch auf das Protokollieren und schreibt seit langem wieder einmal einen Eintrag in ihr Blog.
B. kommt um halb 10 fertig nach Hause. Sie meint sie sei tatsächlich gekreuzigt worden und schreibt sofort noch eine Mail an den Sozialminister....
Freitag: 24H Traktorrennen das für viel Aufregung im Vorfeld gesorgt hat. Ich mache Fleckerlspeis zum Mittagessen.
Spiel:
wieder sehr einseitiges Spiel. Lärchi spielt für 3. Erst als der Trainer zu später Stunde bei uns eingreift wendet sich das Blatt. Nach über 2 Stunden Spielzeit brechen wir beim Stand von 8:6 ab.
Ich fahre schon frühzeitig nach Hause, und bin am nächsten Tag um 8 schon bei der Mautstation Dobratsch.
Als ich aus dem Auto aussteige kommt schon eine alte Bekannte auf mich zu, Sabine D. Ich freue mich sehr, dass ich sie wieder einmal sehe.
Robert möchte einen alten Steig zur Aloisihütte gehen. Wir steigen deshalb von Parkplatz auf der Rosstratte ins steile Gelände ab. Schon kurze Zeit später stoßen wir auf den ersten "Peterngstamm". Das Gelände wird dann aber immer unwegsamer. Steile Schotterrinnen mit Abbrüchen darunter...
Wir entschließen uns zur Umkehr und gehen den normalen Weg über den Jagasteig zum Gipfel. Auf der Almwiese ist der Enzian in herrlicher Blüte, eine tolle Mischung aus Blau und gelben Hahnenfuss.
Den Steig gehe ich erstmals sehr bewusst und mit Kamera, sonst hatte ich immer entweder auf ein Kind, Hund oder sonst jemand aufzupassen. Wirklich fantastische Felsformationen die zu sehen sind.
Beeindruckend ist die Madonna über dem Eingang der Windischen Kapelle. Auch nicht etwas das man jeden Tag sieht.
Als ich nach Hause komme ist B. zu Terminen unterwegs. Ich fahre mit den beiden Kleinen zum See, Alina ist schon vorher alleine mit dem Rad hin gefahren um ihre Cousine zu treffen. Die Rutsche ist schon in Betrieb, es ist eine unglaubliche Schreierei und Rumplerei, das Wasser ist mir noch eindeutig zu kalt zum Baden.
Am Abend fahre ich mit H. und Klaus zu den Attwengern nach Obervellach. Das "Gasthaus zur guten Quelle" übertrifft meine Erwartungen. Tolles Ambiente, tolle Musik.
Die beiden Attwenger haben nichts an ihrer Lässigkeit verloren, wenn möglich möchte ich die beiden einmal für ein Stadlfest od. ähnliches engagieren.
Sonntag: Schon wieder Messe für Albina. Irgend jemand hat eine Messe bezahlt, natürlich müssen wir alle gehen, Alina kann nicht bei Anna schlafen, weil sie ministrieren muss.
Bei den Fürbitten wird dieses mal auch für den am Vortag verunglückten Pfarrer Trapp gebetet, (seine Haushälterin + ein älteres Ehepaar sterben) aber auch für unsere Fußballer bei der Euro. Der Herr habe erbarmen mit ihnen...
B. nutzt den Pfarrplatz für eine kleine Sprechstunde
und fährt danach gleich weiter nach Rosegg, Thomas hat Erstkommunion.
Ich fahre mit dem Rad, allerdings mit kleinem Umweg über die Ruine Finkenstein und Ochena. Die Wiese bei der Burg ist in herrlicher Blüte. Bei der Abzweigung zur Annahütte wachsen die Akeleien im Feld. Als ich bei der Buschenschenke vorbei komme sitzt dort eine Dreiergruppe im Schatten. Ich bin schon vorbei, drehe dann aber um und setze mich zu ihnen. Es sind Villacher, und so wie bei uns üblich kommt man sofort ins Gespräch. Sie sind auf der suche nach einer Wiese in der Nähe die voll mit Frauenschuh sein soll.
Nach einem sehr guten gespritzten Most mache ich mich wieder auf den Weg und treffe die Gruppe bald wieder. Sie finden die Wiese nicht, ich habe aber keine Zeit für eine lange Suche und fahre in Richtung Paradies weiter (die Villacher haben sich darüber mokiert als ich ihnen sagte das ich zum "Paradies" unterwegs sei)
Irgendwo übersehe ich allerdings eine Abzweigung und komme bei den Häusern vor dem Bahnübergang heraus. Bei den Quirchis hört niemand die Glocke, sie arbeiten beide beim Schwimmteich. Ernst ist erfreut über eine kleine Pause, wir trinken ein kleines Bier.
Er hat beim letzten Fußballspiel gemeint ich solle mir gegnerschonende Schuhe zulegen. Nach einigem Nachdenken darüber würde ich allerdings meinen, dass es auch ein Teil unseres Selbstverständnisses ist (von uns Männern) dass wir stolz unsere Wunden zeigen können, die wir uns im Kampf zugezogen haben. Wenn jemand über Schmerzen jammert, wird er natürlich gefragt woher er sie hat, und schon kann man erzählen, wie heldenhaft
man(n) sich Freitag für Freitag aufs Feld wirft ("Ja, auch im Winter...")
Bei Ella komme ich noch schön zum opulenten Mahl zurecht. Sie hat eine Hilfskraft aus Burkina Faso die zusätzlich zur Speise mit Lammfleisch noch tolle afrikanische Beilagen gezaubert hat.
Ich esse dann aber von den Pflaumen im Teigmantel (gefüllt mir je einer Haselnuss) nach 2 Tellern Hauptspeise so lange, bis ich mich fast nicht mehr bewegen kann.
Es gelingt mir mich hinter das Haus zu schleppen und auf einer Decke einzudösen.
Erst gegen 5 mache ich mich auf dem Heimweg, es ist sehr schwül. Ein neuer/anderer Weg Richtung Egg stellt sich als nicht sehr optimal heraus, der Wald dort ist allerdings fantastisch einsam.
Auf einer 200 Jahre alten Buche steht eine slovenische Inschrift.