Wien über O.Ö.
(woche16)
Ostermontag: Skitour mit Peter und Heinz K. auf die Becole Alm (eigentlich wollten wir auf die Forca de Ballone)
Das erste Stück zur Alm ist durch viele unter der Schneelast umgestürzten Bäume schwierig zu gehen, es hat viele ältere in der Mitte abgerissen....
Der Schnee ist dann allerdings schon auf der Alm so weich, dass wir uns fragen wie wir wieder hinunter kommen, und auch Bedenken wegen Lawinen und Steinschlag haben (zur Forca hinauf). An der höchsten Stelle der Tour ist es allerdings eiskalt und es weht ein kräftiger Wind. Trotzdem schauen schon die ersten Murmeltiere aus den Unmengen Schnee heraus die noch liegen.
Wir lassen die Tour bei einer Pizza in Tarvis gemütlich ausklingen.
Ich genieße einen entspannten Nachmittag, B. ist mit den Kids bei Franzi und Gerlinde. Am Abend fahren wir zur Singprobe, erst kurz vor 11 ist der offizielle Teil zu Ende, bis wir zu Hause sind ist es 12.
Dienstag:
Ich hole das Hartholz aus dem Wald, das schon seit dem letzten Frühjahr dort liegt, bisher war allerdings kein Platz in der Holzhütte. Die Kinder sind danach beim Melcher abzuholen. Stefan hat ein Osterbock gebraut. Sehr gutes Bier, Günther hat schon ein paar „vorgetrunken“.
Als B. mit den Kids schon längst gegangen ist, und wir noch schnell eines trinken, kommt auch noch Wolfgang St. dazu. Er ist ebenfalls Banker, allerdings bei der Konkurrenz, und es kommt schnell zu einer spannenden Diskussion als wir die derzeitige Lage diskutieren. Die Banken wollen sich die vermehrten Kosten für die Staatsunterstützung anscheinend (unter anderem) von den kleinen Kreditnehmern zurückzahlen lassen. Kredite sind (abgesehen davon das es keine "Fremdwährer" mehr gibt, empfindlich teurer geworden. (obwohl die Europäische Zentralbank den Leitzinssatz schon fast bei Null hat)
Mittwoch:
Ich habe von Obama geträumt. Wir waren sehr vertraut, er meint sein nächster Urlaub sei erst im Dezember, da könnte er (mit seiner Frau) eventuell bei uns vorbeikommen. Ich denke mir gerade, dass das wirklich nicht die ideale Zeit für einen Urlaub bei uns ist, da meint Michelle das alles ohnehin viel zu anstrengend für sie sei. Sie schätzt es aber ein bisschen in der Welt herum zu kommen. Ich verabschiede mich dann bald von ihm, er ist im Stress und die ganzen Security Typen stehen auch herum. Wir diskutieren dann noch kurz wie ich wieder dort hin zurück komme wo ich hergekommen bin. Ich wähle den Weg den ich für den richtigen halte.
Am Abend Holzschneiden, ich brauche eine Zeit lang um den Traktor umzubauen und die Kreissäge in Betrieb zu nehmen.
Als ich kurz nach halb 8 fertig bin, geht B. schon zum Theater, sie hat Karten reserviert.
Im Haus erwarten mich greinende Gören, ich kann unmöglich auch sofort weg gehen.
Kurz vor 9 haben sie sich beruhigt, und liegen beide schon im Bett.
Ich komme genau zur Pause ins Kulturhaus, danach dauert das Stück ohnehin nur mehr eine dreiviertel Stunde. Eine Komödie, die zwar wieder einmal sehr gut gespielt ist, vom Plot her aber mehr als flach ist. Danach ist natürlich noch gemeinsames trinken angesagt, weil B. morgen Geburtstag hat dauert es etwas länger.
Donnerstag:
kurz vor fünf in der Früh donnern Böllerschüsse durchs Dorf. Ich glaube zuerst an Gewehrschüsse und zähle mit, nach 5 Schüssen ist es klar, dass es sich um keinen Jäger handeln kann.
Ein Dorfbewohner hat seinen 70iger, und da ist es bei uns noch üblich das ganz Dorf mitleben (mitleiden) zu lassen....
Am Abend fahre ich eine Kollegin nach Hause die ihr Auto zum Service stellt. Dann noch eine schnelle Runde laufen,
dann Aufräumen der Sägespäne vom Vortag, dann Philokurs. Sehr interessantes Thema heute, Platon mit seinem Höhlengleichnis. Er hat irgendwie das Fernsehen vorausgesehen...Mit gemütlichen Zusammensitzen (Geburtstag) wird leider nichts mehr, wir packen für Morgen, der Zug von B. geht bereits um halb 6. (sie hat ein Seminar in Wien)
Freitag:
B. ist bereits um halb 6 mit Ines nach Wien zu einem Seminar („What about he JungwählerInnnen?“) gefahren, ich fahre am Nachmittag mit den Mädchen nach O.Ö. Als wir die Grenze zu O.Ö. überschreiten, versucht Alina Oberösterreichisch zu reden, und ich stelle ihr dann die Aufgabe einen Satz mit "Öpfi", "Sodlhogga" und "Mentscha" zu bilden.
Ihr Satz: "Mentscha hearts auf zan Öpfischön, mia foan zan Sadlhogga"
Meine Eltern freuen sich über den unerwarteten Besuch, wir spazieren nach einer anständigen Jause wie üblich durch die Siedlung und schauen uns die neuen Häuser an. Beim Spielplatz treffen wir die Tante Trudi.
Auch mein Bruder kommt dort vorbei, er hat heute seine Schwiegervater eingraben müssen (wie man in O.Ö. sagt)
Er erzählt später von über 2 Meter Schnee die sie im Winter in Göstling von den Dächern geschaufelt haben. Er war der, der als erster auf die Leiter gestiegen ist und einen Weg zum Kamin frei gemacht hat, erst danach konnte man sich entsprechend sichern...
Wir trinken mit den Eltern eine Flasche Wein und schauen uns die Fotos vom letzten halben Jahr an.
Chiara hat die volle Panik vor den ausgestopften Tieren des Vaters, aber viel Freude mit den Goldfischen im Garten.
Samstag:
Als wir Fahren meint der Vater noch ob wir nicht noch zur Enns hinunter schauen möchten um die Huchen anzuschauen.
Wir fahren übers Mostviertel in die Wachau, ab Amstetten geht wieder die Fragerei los wie lange es noch ist....
In der Wachau steuern wir nur einen Weinbauern an, der Wein ist wirklich ausgezeichnet, ich habe auch beim Bauern ein gutes Gefühl.
Dann geht es weiter nach Wien, problemlos finden wir dank GPS zum Hotel.
Wien beeindruckt die Kinder, noch mehr begeistert sind sie allerdings von der Möglichkeit sich im Hotel einfach einen Film aussuchen zu können.
Als auch die anderen alle eingetroffen sind (B. und Ines vom Kurs, Günther mit Emma vom Zug) gehen wir in den Prater!
Die Kids sind begeistert, zuerst geben sich's allerdings die Erwachsenen, Ines und Günther haben dabei ein bisschen Pech und werden gleich zu Beginn patschnass.
Die Kleinen fahren mit Mini Elektroscootern bei Elli sind wir ein wenig besorgt, sie meistert es ganz gut.
Nach einigen Vergnügungen und mind. 100€ die wir los werden fahren wir eine Abschlussrunde mit dem Riesenrad.
Im der sogen. "Luftburg" gibt es dann endlich ausreichend zu Essen, und köstlich süffiges Budweiser dazu. Auch dort sind die Preise gesalzen, wir legen einiges ab.
Kurz vor 12 machen wir uns auf den Weg quer durch den 2ten Bezirk.
Spannend, was sich dort an Nachtleben abspielt. Wie zu Hause grüßen wir die Leute die wir auf der Straße treffen. Es ist auch in Wien ok. wenn man grüßt.
Sonntag:
B. und ich brechen auf zum Sport, kommen dann aber mehr oder weniger nur zur Reichsbrücke und bestaunen dort den Massenauflauf "Vienna City Marathon".
Den Start geben wir uns auch noch, nach einer Viertelstunde „Läuferstrom“ reicht es uns allerdings.
Mittagessen mit Roman um Sushi Lokal, Klaus kommt auch noch vorbei.
Alina und ich essen so viel das wir uns danach nicht mehr bewegen können.
(Roman hat B. zum Geburtstag überraschend angerufen und gemeint das er ohnehin in Wien ist...)
Kurz vor 3 sind wir bei den Freunden in Wiener Neustadt.
Nach einem Kaffe noch ein Spaziergang ins Stadtzentrum. Wir beschließen gemeinsam auf Urlaub zu fahren wenn es möglich ist. Dann geht es ab in die Heimat.