Trainingslager (woche17)
Montag: Schütt, Schütt. Ich fahre mit Elena zum Merkur. Mit ihr alleine ist es sehr amüsant und bedeutend einfacher als mit beiden.
Um 8 wage ich mich mit Alina und Elena noch aus dem Haus. Wir gehen bis zur Gail, wo Alina ein selbstgebasteltes Papierschiff von Stapel lässt. Am Nachhauseweg beginnt es wieder zu regnen.
Ich fahre zum Tanken extra zum neuen Diskonter "Drautank". Es zahlt sich wirklich aus. Gegenüber Krumpendorf spare ich 6 Euro. Wegen Ersparnissen
in dieser Höhe sind früher die Leute zum Tanken nach Slowenien gefahren. (eine Woche später ist allerdings überall der Dieselpreis bei 1,30€)
Dienstag: B. ist schon um 5:20 nach Wien gefahren. Die "Gärtner" sind tatsächlich gekommen, und haben bereits einen Teil der Mauer, den Asphalt und den Sockel vor dem Haus entfernt.
Ich kann eine Runde laufen, während die Kinder Simpsons ansehen. Alina regt sich danach fürchterlich auf, weil sie nicht Scrubs ansehen kann, sondern beim Kochen helfen muss.
Auch Chiara und Alina haben jetzt Flohbisse. (B. hatte schon vor ein paar Tagen welche) Alina schläft in ihrer Panik im Wohnzimmer. Wir haben die Katze im Verdacht der Überträger zu sein.
Als B. kurz vor 10 nach Hause kommt, setzt sie sich sofort zum PC um noch ein paar Punkte für eine "Pressekonferenz" zusammen zu schreiben.
Mittwoch: wir sind am Abend bei den Kaltis eingeladen, Andrea hat Geburtstag. Es kommt ein handverlesener Kreis zusammen. Gerhard und Herta, Gisela und Benny M.
Die Kinder werden zwar nicht so gerne gesehen, aber toleriert.
B. kommt mit Alina später nach, da diese noch eine Schulveranstaltung hatte.
Die Stimmung wird erst gegen Schluss richtig gut, als Klaus seine Schätze aus der Verlassenschaft seiner Mutter präsentiert, unter anderem ein gemaltes Kinderportrait von ihm und eine Spieluhr.
Donnerstag. B. hat Landtag und kommt gegen 6. Wir besprechen noch kurz die nicht wirklich schöne Mauer, dann fahre ich mit meinem Rad die Runde über die Pipeline nach St. Stefan.
Es ist sehr viel Wasser überall im Wald, dementsprechend sehe ich danach aus. Noch ärger würde ich allerdings mit einem Rad ohne Kotschützer aussehen. Die Dinger „tscheppern“ zwar wenn ich etwas schneller fahre, sind aber sehr hilfreich.
B. ist immer noch beim Vater um zu berichten als ich nach Hause kommen, die Kinder fragen schon nach ihr. Sie setzt sich nach dem Essen vor den PC um Mails und Nachrichten zu checken. Ich gehe noch für 2 Stunden ins Racers.
Freitag:
Trainingslager Ollersdorf.
Das erste Spiel findet auf dem großartigen Kunstrasenplatz in Stegersbach statt. Die meisten sind begeistert (bis auf jene die neu Schuhe hatten und ziemliche Blasen aufgerissen haben)
Ich bin bei der Siegermannschaft, habe viele Chancen, schieße aber nur 2 Tore. (eines schönes aus einem Corner direkt)
In der Nachbetrachtung stellen wir fest, dass die andere Mannschaft sehr viel Zeit liegen gelassen hat, weil einige Spieler fast immer vor dem Abspielen einen Haken
machen mussten. Das ging erstens nicht immer gut, außerdem wurde natürlich so uns Zeit gegeben uns zurückzuziehen.
Die Theorieeinheit ist von Reinhold wieder sehr amüsant gestaltet worden. Leichte Schwierigkeiten beim Bedienen der Powerpoint Präsentation bei Thomi.
Samstag am Vormittag ist wieder Koordination angesagt. Zum Glück quält er uns nicht mit irgendwelchen Tricks von Spitzenfußballern (Zidane bis Figu)
Nach dem Mittagessen fahre ich zu Georg und Petra. Ich wähle die direkte Strecke über Großpetersdorf, unglaublich wie vielfältig sich das Burgenland präsentiert. Flachstücke, Hügel, Felder, Wald.
Kurz vor Stadtschlaining eine herrliche Sicht auf die Burg über blühende Rapsfelder hinweg auf die alte Burg.
Das Haus ist fantastisch geworden, wenn auch in einigen Bereichen noch nicht ganz fertig.
Bei einem Spaziergang mit Petra sprechen uns Leute an (Foto) ob wir wissen, wem das Haus gehört.
Vom Nachmittagstraining versäume ich eine Stunde, bin allerdings beim Abschlussspiel noch dabei und habe keinen schlechten Lauf.
Zum Schluss versammelt Reinhold die Mannschaft und spricht über Abgeben, Zurückspielen und ähnliche Themen, die wir bei großen Spielen immer wieder vergessen.
Er sitzt dort wie Jesus bei der Bergpredigt. (Bilder von Ernsts Kamera)
Nach dem Training schauen wir ins "Bambini" auf einen Radler.
Sehr nettes Lokal, mit dem Konzept "umfassende Kinderspielmöglichkeit" direkt im bzw. vor dem Lokal. Das führt dazu dass tatsächlich viele Eltern mit kleinen Kindern da sind.
Vor unserem Hotel wird ein Maibaum aufgestellt (es stehen fast im ganzen Burgenland schon Maibäume). Natürlich muss ich einen Sprung zu den "Genossen" schauen.
Es wird zuerst in wenig gescherzt, "die Veranstaltung ist nur für Kommunisten...". Dann habe ich schon ein Bier in der Hand.
Der Grund für die verfrühte Aufstellung ist angeblich darin begründet, dass unter der Woche kaum Männer im Ort sind, deshalb wird schon am Wochenende vor dem 1. Mai der
Baum aufgestellt.
Ich habe ein sehr nettes Gespräch mit einem in blauer Arbeitskluft steckenden Ollersdorfer, (Bild) wir diskutieren über dies und das und Haider.
Bei der Fahrt zur Weinverkostung nach Deutsch Schützen fahren wir mitten in ein Gewitter. Es sieht sehr gut aus in der ersten Reihe vor der Panoramascheibe des 50iger Busses.
Der "Weinkeller" der uns erwartet ist ein modernes von Architekten gestyltes Gebäude.
Die Meinungen sind geteilt, Mark ist beeindruckt, Günter meint es ist ein Billigbau "wenn ich die OSB Platten schon sehe..."
Allgemein wird danach die Jause für sehr gut gefunden, der Wein ist nicht so berühmt, der normale Zweigelt schmeckt sehr gut, hat aber mit 7,50 einen stolzen Preis.
Um 11 wird zum Aufbruch gedrängt, die Wirtin im Bambini hat gemeint sie hält das Lokal offen, wenn wir um halb12 kommen (normalerweise ist um 12 Sperrstunde)
Nachdem wir den Wein im Hotel abgegeben haben, fahren wir mit dem 50iger Bus vor dem Bambini vor. (Immerhin noch 10Moskitos)
Die Eile war nicht notwendig, es ist voll. Nach kurzer Zeit wird "den Kärntnern" die Ollersdorfer Fußballerhymne vorgesungen, wo wir schon bei der zweiten Strophe mitsingen können. („...der FC Ollersdorf geht niemals unter, die nächste Meisterschaft gewinnen wir!“
Günther P. ist ausgesprochen gut drauf, es geht eine Runde kleine Biere nach der anderen.
Als überlegt wird auf andere Getränke umzusteigen brechen wir (Andi, Robert, Günther und ich) nach Hause auf.
Und es war eine sehr sehr gute Entscheidung!!!!
Im Hotel machen Robert und ich noch ein paar Aufnahmen über das "Eheleben" der Moskitos. (Michi spricht auch die ganze Zeit von seinem LAP Ernst)
Ich kann zwar dann eine Zeit lang nicht einschlafen, weil mein LAP auf die übliche Art und Weise voll wegsägt, dann geht es aber doch irgendwie.
Beim Frühstück am Sonntag kommen Joe, Michi, Günter P. und Günther W. relativ spät und schauen schrecklich aus. Günter P. geht sofort wieder die "Paperlatur".
Nur Robert St. meint er habe sich für unsere Mannschaft aufgeopfert, und den anderen durch hinauszögern des Heimwegs den Schlaf geraubt.
Am Platz zeigt sich dann recht schnell was drei Stunden weniger Schlaf und einige Barcadi oder Rüscherl mehr ausmachen. Die Jungen können heute vor allem folgendes lernen:
1.) es gibt Restalkohol tatsächlich.
2.) Alkohol führt zu Selbstüberschätzung (bestes Beispiel Günther P.)
3.) Alkohol ist nicht gerade förderlich für die Koordination.
4.) die Ratschläge des Trainers vom Vortag werden unter Alkoholeinfluss ignoriert.
Das Spiel geht sofort sehr eindeutig in eine Richtung. Schon nach wenigen Minuten erzielen wir einige Tore. (in der anderen Mannschaft sind 4 von der „Rüscherlfraktion“, bei uns nur einer, und der hat sich anscheinend recht zurückgehalten)
Die Fehler vom Freitag (immer einen überspielen wollen, oder einen Hacken machen) sind noch häufiger als am Freitag. Einige Tore gelingen uns nur durch Vorchecking.
Unglaublich die Wirkung des Alkohols. Joe, sonst so ein sicherer Spieler geht z.B. einmal alleine an der Mittelline nach außen mit dem Ball, wird attackiert, er sieht nichts, hat den Kopf unten wie ein Stier, geht weiter in Richtung Spielfeldrand wo ihm schließlich der Ball abgenommen wird und ein schöner Gegenstoß entsteht.
Stefan bekommt eine Zerrung, Christoph kegelt sich beim Zusammenstoß mit Gernot O. (!) die Schulter aus, die "Einrichtezeit" ist allerdings eine willkommene Pause, es ist erstmals ziemlich warm.
Am Hauptplatz findet das Marschtraining der örtlichen Blasmusikkapelle statt, während des Spiel nimmt man allerdings keine Notiz davon.
Mit einer ziemlichen Kraftanstrengung gelingt Günther P. tatsächlich ein Tor, es steht am Ende aber trotzdem 9:1.
Ich schieße ebenfalls zwei Tore, ein Volleyschuss (nach Corner) geht nur ganz knapp vorbei, einer geht an die Querlatte.
Die Gegner trösten sich damit, dass sie über weite Strecken ein Spieler weniger waren, weil Andi bei Freunden in Wien einen Teil des Marathons mitgelaufen ist.
Bei der Heimfahrt fahren wir durch, Joe fährt am Abend dann noch weiter nach Stuttgart.
Am Abend wollen die beiden Kleinen in der großen Wanne baden. Obwohl wir mit Elena reden, dass sie sagen soll, wenn sie auf den Topf muss, ludelt sie hinein bevor sie noch sitzt...
Es gibt aber kein Problem mit dem Haare Waschen, beide sind sehr tapfer.
Am Abend fast 2 Stunden lang nur Aufräumen.
B. ist bei einer Mitgliederversammlung in Kellerberg und kommt erst gegen 11 nach Hause.