2 Begräbnisse (woche19)
Die Frau von Richard ist am Samstag gestorben, ich schaue am Morgen kurz bei ihm vorbei. Er ist natürlich fertig, ich denke aber das es gerade in so eine Phase wichtig ist, dass es Leute gibt die Hilfe anbieten. Nach mir kommt schon der Irg.
In der Firma bekomme ich eine Stunde später ein SMS von Renate, dass Gianni "eingeschlafen" ist....
Ich laufe am Abend noch eine Runde um einen klaren Kopf zu bekommen, merke aber dass ich nicht vollkommen fit bin (Heiser, leichter Husten) und trotte lustlos dahin und kehre noch vor Tschinowitsch um.
B. wollte eigentlich zu einer Veranstaltung in die Stadt, fährt aber dann zu Richard und seinen Verwandten und bleibt 2 Stunden dort.
Chiara kann wenn sie möchte am Abend noch auf Julias Pferd reiten, natürlich will sie, und ich muss mit ihr hinauf zum Reitstall. Mit einem breiten Grinser im Gesicht wird sie über die Bahn geführt. Elena sieht ein, dass sie das noch nicht kann bzw. hat großen Respekt vor den großen Tieren.
Das Pferd das angeblich für mich etwas wäre, stellt sich als nur eine Spur größer als ein Haflinger heraus, und hat außerdem Huffäule oder so etwas.
Zu Hause werden die beiden kleinen in die Wanne gesteckt, es klappt recht problemlos.
Alina hat auf dem Geschichtetest bei dem ich mit ihr gelernt habe ein Sehr Gut bekommen. B. versucht den Test und bekommt 4 von 24 Punkten....
Ist allerdings auch wirklich nicht so einfach, das englische Wort für "Ablass" (indulgence) zu wissen.
Als ich am Dienstag nach Hause komme schaut es aus wie in einem Film in dem die Bewohner eines Hauses mitten in ihren Alltagstätigkeiten die Flucht ergriffen haben .Auf dem Herd noch Reste vom Essen, der Tisch voll mit Zeitungen und Spielzeug.
Ich flüchte mit dem Rad, (und kümmere mich erst später um die Aufräumarbeiten....)
Bei Egg vorbei fahre ich auf den Tabor. Allerdings ist der Weg sehr steil, eine Auffahrt so nicht möglich. Oben herrliche Aussicht auf den See, keine Menschen. Beim nächsten mal werde ich länger in Richtung Rosegg/St. Martin fahren, und eine flachere Route suchen. Die Abfahrt über den Weg der die Spielwiese quert ist zwar relativ steil
Jedoch problemlos möglich.
Alina schaut sich "Pirates of the Caribien, Part2" an. Unglaublicher Schwachsinn. Dass es danach noch einen Teil3 gegeben hat ist wirklich faszinierend.
Chiara ist verschnupft, und kränkelt dahin.
B. ist am Mittwoch beim Begräbnis von Richards Frau, ich fahre zum Begräbnis von Gianni nach Tarvis.
Es war gut das ich da war, von den Villacher Freunden war ich der einzige. (Gerhard und Herta sind in Spanien)
Am Abend beginne ich den Hof mit dem Kärcher zu reinigen. Zwischendurch holen Alina und ich die Kleinen mit dem Rad von Birgit. B. ist auf einer Versammlung der Standesvertreter.
Ich werke bis 19:00 und muss ziemliche Schlammmengen ab transportieren. Danach ein Bier mit dem Gärtner der zum Abmessen vorbeikommt.
Nachdem ich die Kleinen ins Bett gebracht habe noch auf einen Sprung ins Racers mit D. Giacomo ist mit dabei.
Ich bin noch vor B. zu Hause.
Am Donnerstag bring der Schwiegervater tatsächlich einen großen Kipper voll wunderschönes Holz...(wunderschöne Knittel...) Franzi hat ihm beim Schneiden geholfen, ich soll ihm jetzt beim Einfüllen in die Hütte helfen.
Ich fahre am Abend noch eine schnelle Runde mit dem Rad, es ist jetzt wunderschön auf den Wiese oberhalb von Müllnern, überall zirpen die Grillen.
B. muss zu einer Diskussionsveranstaltung nach Köttmansdorf. Jemand vom kath. Familienverband veranstaltet eine Diskussion. Eine leichte Übung aber wieder Zeit, sie kommt erst um 11 nach Hause.
Für Morgen Nachmittag hat sie eine Veranstaltung in Arnoldstein geplant. Als ich zu ihr meine, dass ich keine Lust habe, am nächsten Tag zuerst die Kinder zu holen, dann Essen zu kochen, dann dem Schwiegervater zu helfen, und nebenbei noch auf die Kleinen aufzupassen, meint sie, dass sie halt dann nicht nach Arnoldstein fahren wird....
Sie fährt am Freitag dann doch, allerdings hat sie die Kinder abgeholt und eine Paella in die Pfanne geworfen. Ich kann Alina mit allerlei Drohungen (ein ganzes Wochenende ohne Internet...) davon überzeugen, dass sie mir beim Abladen des Hängers helfen könnte.
Es macht ihr dann sogar Spaß. Als wir etwas mehr Platz haben sind auch die Kleinen mit dabei.
Der Schwiegervater kommt erst gegen halb 4 mit einem Helfer, als wir schon 3 Viertel abgeräumt haben. Nur kleines Astwerk, ein paar schöne Stücke, die aber tw. noch gekloben werden müssen. Nach vielen vielen Kneibeugen fahre ich also zum Fußball.
Von der Platzsanierung ist nicht wirklich viel zu sehen, außerdem wäre ziemlich dringend einmal ein Rasenmäher notwendig. Eine typische Moskitopartie, wo es wieder einmal 9:6 steht, aber dann die andere Mannschaft
auf 9:9 ausgleichen kann. Bis uns endlich ein glückliches Tor gelingt ist es halb 8, wir haben über 2 Stunden lang gespielt...
Einmal gelingt es mir Lärchi den Ball vorm eigenen Tor abzuluchsen, Paul verwandelt meinen Pass in die Mitte. So etwas freut natürlich...Ich fahre mit Günther W. noch einen Sprung ins Racers. Er ist beeindruckt.
Am Samstag Morgen spüre ich immer noch die Anstrengung vom Vortag, bin aber schon früh wach und fahre mit dem Auto zur Mautstation Dobratsch und stelle dort mein altes Rad ab. So starte ich bereits kurz nach 8 in Oberschütt und bin um halb 10 schon auf einem sehr schönen Aussichtsplatz oberhalb der großen Felswand auf 1300 Hm.
Es ist wieder einmal wunderschön in der Schütt überall violetter Erika(?), dazwischen umgestüzte Bäume.
Kurz nach 10 bin ich bei der Straße, als ich oben beim Alpengarten ankommen bleibt das erste talwärts fahrende Auto stehen. Es ist ein junger interessant
aussehnder Mann. Es ergibt sich schnell ein Gespräch über den Lärm der Autobahn. Er meint, dass er seit 8 Monaten am 10er Parkplatz in einem Campingwagen wohnt.
So wie es in seinem Auto aussieht, glaube ich ihm. Zwischendurch fällt der Aussenspiegel halb hinunter,
ich kann ihn wieder hineindrücken.
Der junge Mann ist missionarisch unterwegs, angeblich keine Sekte, nur eine Gruppe interessierter Christen.
Als ich mit dem Rad schon auf dem Radweg entlang der Gail bin, treffe ich auf eine schnell laufenden Frau und grüße natürlich.
Weiter vorne bleibe ich stehen um zu telefonieren und meine Jacke auszuziehen. Sie kommt mir nach und fragt ob alles in Ordnung sei.
Als ich wieder weiterfahre nutze ich die Gelegenheit um mit ihr ein wenig zu plaudern. Sie meint sie ist früher oft den Südwandweg gegangen...
Ich komme noch schön zum Einkaufen zurecht und kaufe Fleisch fürs Grillen beim Ilge.
B. schickt mich auf zum Hofer um dort irgendwelche toll fürs grillen geeignete Brote zu finden. Ich liebe Hofer!
Dort treffe ich Gabi M. mit Familie und frage sie ob sie weiß um was es sich handeln könnte. Es stellt sich heraus, dass B. die Info von ihr hat,
am Vortrag beim "walken" ausgetauscht...
Am Nachmittag geniesse ich einen ausgiebigen Mittagsschlaf, danach ist Gartenarbeit angesagt.
B. fährt mit Alina am Abend zum Theaterabo nach KLU.
Am Sonntag schaffen wir es tatsächlich pünktlich in die Messe. Es ist gleichzeitig Familienmesse, und Messe für Albina. Sehr kurzweilig, der Pfarrer ist wieder besser drauf. Elena singt bei "wir sind Gottes Familie Kunterbunt..." ganz toll mit. Danach Grillen und Abessen auf der Terasse. Franzi und Gerlinde müssen noch nach Dullach, deshalb essen wir sehr früh.
Alina hat ihre berühmte Nachspeise "Karazzi" als Muttertagstorte gestaltet Nach dem Essen gibt es für die Kinder noch einen kleinen Ausflug mit dem Traktor.
Am späteren Nachmittag machen wir mit den Rädern den "Muttertagsausflug". Weil Muttertag ist, darf B. bestimmen ob wir sofort beim Platzl eine Torte essen
oder zuerst den See besuchen. Sie entscheidet sich für sofort. Wir bekommen die Torten auch wirklich relativ bald, auf den Kaffee warten wir allerdings vergebens....
Das Strandbad hat zwar schon offen, nur Besucher
gibt es kaum. Trotzdem schon recht schön die Füße ins Wasser zu halten. Alina eröffnet zumindest für sich den See..
Am Abend muss ich noch einmal kurz eine Runde mit meinem "richtigen" Rad fahren, und treffe dabei auf Michael P.
Ich lade ihn und seine Frau auf einen Spritzwein ein.
Wärend wir noch am Stadl beim Tischtennis sind (Chiara ist extrem lästig, weil sie mitspielen möchte, aber es noch nicht kann) kommen sie schon zu uns.
Leider haben sie keine Sportschuhe an, ganz im Gegenteil.
Es wird ein sehr netter Abend, wir leeren 3 Flaschen Wein, und es gut einmal jemand zu Gast zu haben wo es die eine oder andere unterschiedliche Auffassung gibt.
Andrea drängt ab 10 schon zum Aufbruch, es wird aber dann doch halb 12....
Montag (Pfingstmontag)
Ich laufe eine Runde, B. geht walken.
Nach dem Essen sind wir nur auf der Terasse, was mir dann doch zu fad wird. Um 5 steige ich aufs Rad und fahre über St. Niklas nach Serai.
Der Hof ganz aussen ist wunderschön gelegen.
Um 7 kommen die Gulles, wir haben ausgemacht dass sie mit uns zum Theater nach Mühldorf/Feffernitz fahren.
Sie haben aber auch kein unhübsches Auto, also fahren wir bei ihnen mit.
B. versteht sich auch sofort sehr gut mit H. es stellen sich Überschneidungen in der Vergangenheit (Schärfheim in Wien) heraus.
Der Veranstaltungsort bzw. das Haus daneben gefallen uns sehr gut. B. trifft die BGMs der Gegend, auch Reini ist dabei.
Das Stück selbst (Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot - in einer Adaption von Joseph Winkler) reißt mich nicht vom Hocker, ich mag aber diese
künstlerisch angehauchte Atmosphäre mit schrägen Typen und coolen Frauen.
Ella ist auch dabei, auch sie kennt H. schon von früher.
Ein sehr schöner, angenehmer und geistreicher Abend.